Roborock S6 Pure im Test – Ein Roborock S6 im neuen Gewand

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Die Firma Roborock hat auf der CES 2020 überraschend einen neuen Roborock S6 vorgestellt. Der Roborock S6 Pure wird voraussichtlich im 2. Quartal des Jahres erhältlich sein und schaut auf den ersten Blick nach einem abgespeckten Roborock S6 aus. Jedoch hat dieser ebenso Vorteile gegenüber seines größeren Bruders. Ich stelle euch den Roborock S6 Pure in diesem Testbericht vor. Im neuen Gewand macht sich auch dieses Gerät mal wieder richtig gut!

 

Roborock S6 Pure im Test – Ein Roborock S6 im neuen Gewand

Erst kam der Roborock S5, darauf folgte die nächste Version, der Roborock S6. Ende 2019 brachte die Firma dann den Roborock S5 Max auf den Markt, der für eine Menge Verwirrung sorgte. Warum wieder ein S5 nach einem S6? Nun stellte Roborock vor kurzem den S6 Pure vor. Jetzt fragen wir uns, warum wieder ein S6? 

Zugegeben, die Namensgebung ist schlichtweg merkwürdig gewählt und ich glaube, nur Roborock selbst versteht das Vorgehen. Jedoch steht jedes dieser Modelle für Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit. Die Firma ist in der Welt der Saugroboter nicht mehr wegzudenken und hat den Markt dafür geprägt. Auch der neue Roborock S6 Pure ist ein waschechter Roborock! Doch besitzt er all die ausgezeichneten Eigenschaften, die auch schon seine Vorgänger berühmt machten?

In diesem Testbericht zeige ich euch den Roboter im Detail und berichte ebenso über seine Vor- und Nachteile im Haushalt. Schafft er es, an den sowieso erst recht neuen Roborock S5 Max heranzukommen? Ist er ein waschechter Roborock S6 oder sind sogar andere Firmen wie Ecovacs Robotics mit deren Modellen doch leistungsstärker? Seit gespannt!

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Roborock bedanken, die uns den Roborock S6 Pure für diesen Test zur Verfügung gestellt haben. 

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Technische Daten des Roborock S6 Pure

Erscheinungsdatum Voraussichtlich 2. Quartal des Jahres
Preis UVP 499€
Maße 35 x 35 x 9,65 cm
Gewicht  3,2 kg
Farben Weiß & Schwarz
Saugleistung  2000 Pascal
Staubbehältervolumen 460 ml
Wassertankvolumen 180 ml
Akkutyp Lithium Ion
Akkuleistung 5200 mAh
Saugdauer 2,5 – 3 Stunden
Maximale Reinigungsfläche 250 qm mit einer Aufladung
Ladedauer ca. 4 – 6 Stunden
Filterart HEPA-Filter (Ein-Filter-System)
Hindernisüberwindung 1,8 – 2 cm
Wassertankjustierung 2 Stufen
Bürstenart Kombibürste
Teppicherkennung Ja – Erhöht automatisch Saugleistung
Appsteuerung Ja – Xiaomi Home App oder Roborock App
Kartenerstellung Ja
Sperrzonen Ja – Virtuell
Nicht-Wisch-Zonen Nein
Selektive Raumreinigung Ja
Zeitsteuerung Ja
Saugeinstellung 4 Stufen
Konnektivität Alexa & Google
CE-Kennung Ja
Netzstecker Europäisch
Sprachausgabe Ja (auch Deutsch)

 

Der Lieferumfang

Wie bei Roborock gewohnt, kommt auch der S6 Pure mit einem übersichtlich gehaltenen Lieferumfang zu euch nach Hause. Der Lieferumfang beinhaltet den Roboter selbst, die Ladestation, den in zwei Stufen einstellbaren Wassertank mit einem einzigen Mikrofaser-Wischtuch, vier zusätzliche Wassertank-Ventile, einer Kunststoff-Unterlegscheibe zum auf den Boden kleben und der Bedienungsanleitung. Ersatzteile für den ersten Austausch wie ein zusätzlicher HEPA-Filter oder eine zweite Seitenbürste werden nicht mitgeliefert, jedoch ist der FIlter auswaschbar, was ein längeres Leben garantiert.

Der Roboter im Detail

Man mag auf den ersten Blick glauben, so viel anders kann der Roborock S6 Pure gegenüber dem Roborock S6 doch gar nicht aussehen. Aber tatsächlich gibt es Unterschiede, die nicht nur versteckt wirken. Der Roborock S6 Pure ist meiner Meinung nach der schönste Roboter, den ich jemals zum Test da hatte. Es gibt ihn in weiß und schwarz zu kaufen. In meinem Fall, glänzt der Roborock S6 Pure in einem komplett matt-schwarzen Design. Allein die Hauptbürste unter dem Roboter und der für Qualität stehende Roborock-Schriftzug auf der Oberseite sind in andere Farben getaucht. Auch der silberne Ring um den Roboter auf der Oberseite ist zurückgekehrt. Ein aus schwarzen Klavierlack bestehenden Augenschmaus in Form von Flügelähnlichen Zierstreifen, wurden als zusätzliches Finish auf den Roboter gesetzt. 

Alles in allem kommt der S6 Pure in einem wunderschönen und modernisierten Design daher. Auf der Oberseite befinden sich, vor dem ebenfalls in komplett matt-schwarz gehaltenen Laserturm, dieses mal nur zwei knöpfe um ihn zu starten oder zu stoppen oder zurück zur Ladestation zu schicken. Durch langes drücken auf das Häuschen, begibt sich der Roboter in eine Spotreinigung. Auf der Front sitzt der Typische Bumper, der vorne einen kleinen Schlitz für die Infrarotsensoren aufweist. Auch der Wandsensor, der seitlich am Bumper sitzt, ist nun in eine Schlitzform gewandelt worden. Auf der Rückseite ziert ein komplett neu gestaltetes Abluftgitter, das sehr modern anwirkt. Der Lautsprecher ist darin ebenso enthalten, da der S6 Pure zwar eine leise, jedoch eine sehr schöne Sprachausgabe auch auf Deutsch besitzt. 

Unter der Haube

Auf der Unterseite hat sich jedoch nicht viel getan. Eine einzige Seitenbürste am rand, eine Aussparung für den Wassertank und die neuere Roborock S6 Kombibürste wurden verbaut. Hier erkennt man ebenfalls einen Unterschied zum Roborock S6, der S6 Pure besitzt nur vier Absturzsensoren, statt 6 wie der S6. 

Aufgeklappt findet man wieder ein bekanntes Erscheinungsbild, jedoch leicht abgewandelt. Der Staubbehälter ist etwas länger geworden und das integrierte Reinigungstool ist davor gewandert. Ebenso gibt es einen Resetknopf und eine WLAN-Anzeige. 

 

Der Staubbehälter

Der Staubbehälter des S6 Pure besitzt ein Volumen von 460 ml, was um 20 ml kleiner ist als der des S6. Augenscheinlich jedoch scheint er gewachsen zu sein, da er nun mehr in die Länge gezogen wurde und somit größer wirkt. Er besteht aus einem matten und transparenten Kunststoff, ist kinderleicht zu entnehmen und zu entleeren. Auf dem Heck sitzt ein HEPA-Filter, der jedoch nicht von einem zusätzlichen Gitter und Schwammfilter vor gröberen Schmutz geschützt ist. Das bedeutet, man reinigt am besten nach jeder oder jeder zweiten Reinigungsfahrt den Filter. Ich in meinem Fall sauge ihn jedes mal mit einem Akkustaubsauger aus und wasche ihn alle zwei Wochen mal gründlich aus. Ecovacs hat das in deren Modellen besser geregelt und baut in fast jedes Modell ein 3-Filter-System ein, jedoch kann man diese nicht auswaschen. 

Die Ladestation & die Unterlegplatte

Der Roborock S6 Pure bekommt die selbe Ladestation mit beigelegt, wie es der S5 Max bekommt. Sie ist in der Größe deutlich kleiner als die des S6 und besitzt leider kein praktisches Kabelmanagement. Farblich wurde sie natürlich auf den Roboter abgestimmt. Das kabel ist nur von einer Seite aus an der Ladestation einzustecken, was wiederum nicht mehr viel Spielraum für ein aufgeräumtes Kabel bietet. Eine kleine Klettschnalle soll anstelle einer Kabelaufwicklung aushelfen.  

Ebenso bekommt der S6 Pure wieder eine Unterlegplatte mitgeliefert, die jedoch anders als beim S6, auf den Boden geklebt werden muss. Dafür wurden transparente doppelseitige Klebebänder an ihr befestigt. Das schränkt die Mobilität deutlich ein, da man sie umständlich vom Boden reißen muss, wenn man die Station woanders aufstellen möchte. Auch beim Material für diese wurde anscheinend etwas gespart. Sie besteht aus einem matten und transparenten Kunststoff, der wirklich sehr dünn und etwas lapprig erscheint. Sehr schade, erfüllt jedoch ihren Zweck, da der Roboter mit angebrachten Wischtank, nach der Reinigung, nicht mehr auf dem blanken Boden parken muss. 

Die Navigation

Mit den Jahren hat sich herausgestellt, dass das Abfahren der Ränder und dann das Widmen der Mitten  die beste Art der Navigation eines intelligenten Saug- und Wischroboters darstellt. Genau diese Art der Navigation hat auch der Roborock S6 Pure spendiert bekommen. Roborock ist bekannt dafür, die Navigation perfektioniert zu haben. In meinen Augen gibt es in der Welt der Saugroboter keine bessere Art der Navigation als die der Roborocks.

Nach dem starten fährt der Roboter behutsam und kaum mit dem Bumper andockend die Ränder der Räume ab und widmet sich dann mit einer Präzision der Mitten des Raumes, die seines gleichen sucht. Da hält auch kein Ecovacs Deebot Ozmo 950 mit, obwohl sie sehr ähnlich ist. Bahn für Bahn wird das Zuhause abgefahren, kerzengerade und ohne eine Stelle auszulassen. Bei Reinigungsende, fährt der Roboter eigenständig zu seiner Station zurück und dockte im Test in 10 von 10 Fällen zuverlässig an. Auch auf der Rückfahrt zur Station meidet er jedes Hindernis, das ihm in die Quere kommt. Man muss das gesehen haben um es nachvollziehen zu können. Eine einzige Glanzleistung!

 

Die Appsteuerung

Beim S6 Pure hat man die Qual der Wahl. Es gibt zwei Apps, mit denen der Saug- und Wischroboter gesteuert werden kann. Die eine nennt sich Xiaomi Home App und die andere ist die hauseigene Roborock App. Ich für meinen Teil habe mich für die Roborock App entschieden, da über diese der Roboter sogar über Alexa gesteuert werden kann. Jedoch kann man nur in der Xiaomi Home App die eingeteilten Räume auch benennen. Man muss also abwägen, was für einen wichtiger ist. Das einbinden in die App stellt sich als sehr leicht und verständlich heraus. In der App wird Schritt für Schritt erklärt, wie man vorgehen muss. Nachdem das geschehen ist, kann man seinen Roboter auf einer Startseite auswählen und kommt darauf auf eine noch recht leer erscheinenden Seite. Wichtig zu beachten ist, dass der Roboter nur im 2,4 GHz Netzwerk funktioniert und nicht im 5 GHz Netzwerk!

 

Das anlegen einer Karte

Der S6 Pure ist in Verbindung mit der App in der Lage, eine exakte Karte der Umrisse eures Zuhauses anzufertigen. Dafür startet man den Roboter ein erstes mal mit der App und lässt ihn seine Umgebung erkunden. Dabei reinigt er schon einmal das Zuhause und fährt selbst erstellte Quadranten ab. Das bedeutet, dass er irgendwann während der Reinigung an einer Wand in die Mitte einbiegt und ein eigen erstelltes Quadrat abarbeitet. Das macht er Quadrat für Quadrat, bis alles einmal abgefahren wurde. Danach kehrt er zur Ladestation zurück und auf der Startseite der App ist eine detaillierte Karte entstanden. 

Um den Vorgang Störungsfrei beenden zu lassen, muss die Wohnung dafür vorher vorbereitet werden. Der Roboter sollte jedes Zimmer und jeden Winkel erreichen können. Türen müssen geöffnet und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Man kann nicht, nach der ersten Kartierung, einen weiteren Raum später hinzufügen. 

 

Das anlegen einzelner Räume

Nach der Kartierung ist es möglich, einzelne Zimmer einzuzeichnen. Der Roboter erstellt zwar selbstständig einzelne Räume auf der Karte und setzt diese Farblich voneinander ab, jedoch stimmt das nicht immer mit der Realität überein. Dafür gibt es die Möglichkeit der Zusammenführung und Teilung von Zimmern. Das ist mit ein paar Handgriffen schnell und unkompliziert gemacht. Sehr schönes Feature wie ich finde.

Nachdem Räume angelegt wurden, fährt der Roboter in der nächsten Reinigung keine eigens erstellten Quadranten mehr ab, sondern Zimmer für Zimmer. Es ist sogar möglich, den Roboter zukünftig nur einen oder mehrere ausgewählte Räume reinigen zu lassen. Man kann zwar nicht die Reihenfolge einstellen, wie beim Ozmo 950, jedoch ist dieses Feature extrem nützlich, da man nach dem Kochen nur die Küche reinigen lassen kann. Auch wie oft diese gereinigt werden sollen, ist mit einem Klick bis zu 3 mal einstellbar. 

 

Das anlegen von Absperrungen

Das einsetzen virtueller Sperrzonen ist genauso möglich. Man kann sowohl zwischen Linien als auch Zonen auswählen und somit einzelne Räume oder sogar ganze Bereiche, die nicht gereinigt werden sollen, einfach für den Roboter absperren. Gerade, wenn man Haustiere besitzt, kann diesen eine Ruhezone eingerichtet werden oder das nasse Bad einfach ausgelassen werden. 

 

Die Spotreinigung

Der S6 Pure besitzt die Möglichkeit, einzelne Stellen im Haus in einer Art Punktreinigung zu säubern. Dafür setzt man ein Quadrat in die Karte ein, das er dann befährt und Säubert. Auch hier kann man auswählen, ob dieser Bereicht einmal oder sogar bis zu dreimal abgesaugt werden soll. Für extreme Verschmutzungen ist das eine ideale Möglichkeit. 

 

Weitere Einstellmöglichkeiten

Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Einstellmöglichkeiten und Ansichten, die durch das Klicken auf die drei Punkte im oberen Bereich der App angesteuert werden können. In diesen lässt sich beispielsweise der Kartenspeichermodus aktivieren oder deaktivieren, das Licht auf dem Roboter löschen, die Teppicherkennung zuschalten, einen Timer setzen für die selbstständige Reinigung der Räume oder sogar einzelner Räume, den Roboter fernsteuern oder an einen beliebigen Punkt auf der Karte setzen, den Reinigungsverlauf einsehen und den Verschleiß der Verschleißteile kontrollieren.

Roborock hat an alles gedacht und bietet eine gewaltige Palette an Einstellungen, die alle nach eigenen Vorlieben angepasst werden können. Was will man mehr? Sogar ist das beobachten des Roboters von außerhalb möglich, da ein animiertes Live-Bild in der App angezeigt wird, das die Position des Roboters wiederspiegelt. 

Die Reinigungsleistung

Ein perfekt arbeitender Saug- und Wischroboter muss neben einer exakten Navigation, ebenso eine sehr gute Saug- bzw. Reinigungsleistung aufweisen. Heutzutage entsprechen 2000 Pascal Saugleistung eher dem Mittelmaß aller Roboter. Jedoch haben wir alle gelernt, dass es nicht auf die Pascalangabe ankommt. Das Zusammenspiel zwischen Bürste und Saugleistung muss perfekt abgestimmt werden um eine anständige Reinigung zu gewährleisten. Es bringt nichts, tausende Pascal zu besitzen, wenn die Bürsten schlecht verarbeitet sind. Das hat schon vielen Robotern mit brachialen Pascalangaben das Genick gebrochen. 

Wie Schon vermutet, besitzt der S6 Pure, wie fast alle Roborocks, dieses ausgezeichnete Zusammenspiel. Die Firma hat großen wert auf die Qualität der Bürste gelegt, was im nachhinein zugunsten des Firmennamens ging. Die Borsten-Gummilamellen-Kombination der auseinanderbaubaren Bürste, ermöglicht dem Roboter eine ausgezeichnete Reinigungsleistung. Er kommt sowohl mit groben, als auch mit sehr feinem Schmutz sehr gut zurecht. Ebenso verwickeln sich kaum Haare an der Bürste, was wiederum für Qualität spricht. Er ersetzt schon fast den haushaltsüblichen Staubsauger komplett, jedoch ist mir in meinem Test aufgefallen, dass die Reinigungsleistung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 noch einmal eine spur stärker ist als die aller Roborock Modelle. Das ist aber ein Vergleich auf höchstem Niveau. 

 

 

Die Teppicherkennung

Ein weiteres Feature des Roborock S6 Pure ist die Teppicherkennung. Sobald der Roboter sich auf Teppichboden bewegt, schaltet diese die Saugleistung auf die volle Stufe und lässt die Bürste noch schneller Rotieren, um eine bessere Reinigungsleistung zu garantieren. Das hat im Test mal gut, mal weniger gut funktioniert. Sobald er auf Teppichboden fährt, dauert es 2 – 6 Sekunden, bis er realisiert, dass er sich auch auf Teppichboden befindet. Dann regelt er die Saugleistung hoch, bis er wieder vom Teppichboden herunter fährt. Jedoch stellt er sie in Räumen, die vollständig mit Teppichboden ausgelegt sind, ab und zu einfach ab. Das spiegelt sich in der Reinigungsleistung wieder. Ich habe die Saugleistung in der App dauerhaft auf die höchste Stufe gestellt, da die Teppicherkennung hier und da aussetzter hat und der Boden in meinem Wohnzimmer dann nicht mehr richtig sauber wird. Die Saugleistung ist in 4 stufen einstellbar.

Im Wischvorgang meidet der Roboter, trotz Teppicherkennung, leider nicht den Teppich. Er zieht feuchtfröhlich das Wischtuch darüber hinweg. Bisher kam kein Roboter an die Zuverlässigkeit der Teppicherkennung an den Ecovacs Deebot Ozmo 950 heran. Dieser schaltet blitzschnell den Teppichmodus ein, hält diesen auf dem ganzen Teppichboden und meidet den Teppich sogar, während des Wischvorgangs. 

 

Die Rand- und Eckreinigung

Der Roborock S6 Pure fährt, mithilfe seines Wandsensors, wirklich ausgesprochen nahe an den Rändern entlang. Dabei sorgt die vom S6 bekannte und komplett aus Kunstsoff gefertigte Seitenbürste für ein staubfreies Ergebnis. Der Runden Bauform des Roboters ist es leider zu verdanken, dass er nicht komplett bis in jede Ecke heran kommt. Jedoch sammelt sich bei täglichem Gebrauch dort auch kaum mehr Schmutz an. 

 

Die Wischleistung

Der 180 ml Wassertank des Roboters wird einfach von hinten unter den Roboter geschoben. Dabei klickt er sich sehr leicht fest und wird während einer Reinigung als zusätzliche Wischfunktion mitgezogen. Mehr oder weniger ist das nicht. So eine Art Wischen ist auf keinen Fall mit dem Wischen von Hand zu vergleichen. Wer das Wischen ersetzt haben möchte, sollte in Erwägung ziehen, sich zusätzlich einen reinen Wischroboter wie den Medion Wischroboter oder einen iRobot Braava zuzulegen. Auch ein Roborock S5 Max kann da nicht besser abschneiden. 

Das Wischbild sieht hingegen sehr gleichmäßig und sauber aus. Der Wasserzufluss ist durch das Einstellen auf zwei verschiedene Stufen super für jede Bodenart geeignet. Der Roboter kann mit dieser Wischfunktion den restlichen Staub, der auf dem Boden verbleibt, restlos entfernen und sogar leichte Flecken wie die Fußabdrücke von Haustieren zuverlässig aufwischen.

Der Umgang mit Hindernissen

Wie schon erwähnt, verfügt der Roborock S6 Pure, wie fast alle anderen Roborock Modelle, über eine extrem präzise und feinfühlige Navigation. Er hat überhaupt keine Probleme, kerzengerade, flüssig und schön nahe an einer Wand entlang zu fahren. Ebenso ist die Geschwindigkeit beeindruckend, wie er Hindernisse umfährt oder an Wänden entlang braust. Im Allgemeinen ist der S6 Pure sehr flott unterwegs. 

Der S6 Pure erkennt auch Stuhlbeine oder Tischbeine sehr zuverlässig, dockt diese kurz mit dem Bumper an und fährt dann einmal drum herum. Ebenso zeichnet er auch dünne Hindernisse zuverlässig in die Karte auf dem Smartphone ein. Alle Hindernisse die unterhalb seines Sensors auf der Front liegen, rammt er, dank seiner Geschwindigkeit, dann schon mal ganz schön fest an. Jedoch dreht er dann sofort ein und umfährt das Hindernis. 

 

Dunkle Hindernisse

Wie allseits bekannt, haben fast alle Saugroboter erhebliche Probleme mit dunklen Flächen. Auch der Roborock S6 Pur ist vor diesen nicht gefeit. Er erkennt schwarze Möbel oder Hindernisse nicht zuverlässig. Sobald er auf so ein schwarzes Möbelstück zufährt, kann es schon mal vorkommen, dass dieses ignoriert wird und mit voller Wucht gerammt wird. Auch schwarze Teppiche können ihn vollkommen verwirren. Er denkt, es befindet sich ein Abgrund vor ihm, da seine Sensoren das Schwarz im Teppich als einen Abgrund erkennen. Er befährt somit keine schwarzen Flächen. 

Es kommt sogar noch schlimmer. Wenn er mal an einer dunklen Stelle hängen bleibt und nicht weiter kommt und sich panisch versucht zu befreien, kann es schon mal vorkommen, dass er die gespeicherte Karte in der App entweder völlig verschiebt oder sogar komplett löscht. Mit diesem Problem haben alle Roborocks zu kämpfen, jedoch auch die anderen Firmen. Ich warte ja auf den Tag, an dem endlich mal ein Hersteller auf die Idee kommt, die Absturzsensoren in der App abschaltbar zu machen. 

 

Die Türschwellenüberwindung

Roborock gibt an, dass der S6 Pure 2 cm überwinden soll. Das schafft er auch, jedoch nicht immer zuverlässig. Hier kann man von einer zuverlässigen scharfen Kantenüberwindung von 1,8 cm sprechen. 2 cm schafft er nicht immer. Abgerundete Kanten sind da schon weniger das Problem. Diese dürfen auch gerne mal 2,5 cm hoch sein. Die Modelle der Firma Qihoo 360 schaffen da schon ein wenig mehr. Jedoch befindet sich der S6 Pure mit diesem Wert in der gehobenen Mittelklasse. 

Mein Fazit

Wieder einmal ist es Roborock gelungen, ein Prachtexemplar an Saug- und Wischroboter zu entwickeln. Dabei haben sie auf den Roborock S6 zurückgegriffen und diesen versucht zu optimieren. In einigen Dingen ist es ihnen gelungen, jedoch kommt er zu einem günstigeren Preis auf den Markt, der sich in gewissen Abstrichen wiederspiegelt.

Das Design ist meiner Meinung nach eine Augenweide, die Verarbeitung ist Roborock-Typisch erste Sahne und der Einsatz im Haushalt ist mehr als zufriedenstellend. Zudem Verfügt der Roborock S6 Pure über eine extrem leistungsstarke und präzise Navigation, welche schon die hälfte der Reinigungsleistung ausmacht. Auch die Saugleistung, gerade in Verbindung mit der genialen Kombibürste, wird den Einen oder Anderen ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Somit hat Roborock bei den wichtigsten Dingen nichts eingespart. 

Mit dem Roborock S6 Pure hat die Firma ein weiteres Modell auf die Beine gestellt, dass sich in die große Familie der Roborocks nahtlos einfügen wird. Der eine mag diesen Saug- und Wischroboter wohl für unnötig empfinden, aber ich sage, es ist ein gelungenes weiteres Modell der S6-Reihe. 

 

Kaufen oder nicht kaufen?

Der Roborock S6 Pure wird im zweiten Quartal des Jahres 2020 auf den deutschen Markt kommen. Anfänglich wird dieser für 499€ UVP erhältlich sein, jedoch wissen wir, dass die Preise bei den Roborocks schnell fallen werden und viele verschiedene Anbieter diese verkaufen. Somit kann man davon ausgehen, dass dieses Modell mit etwas Geduld für 400 – 450€ geschossen werden kann. Von da an kann man sagen, dass man ein absolutes Spitzengerät für einen mehr als angemessenen Preis erworben hat. 

Ich für meinen Teil kann hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen! Doch für wen ist dieser Roboter gedacht? Wer einen wunderschön aussehenden Saugroboter einer sehr bekannten Firma haben möchte und mit den Abgespeckten Details, gegenüber dem teureren S6, leben kann, der sollte hier zugreifen. In Sachen Qualität, Leistung und Langlebigkeit wird man ja bekanntlich bei Roborock nicht enttäuscht. 

Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass mir persönlich das Design und die Leistung so gut gefällt, dass er sich nun bei mir daheim, neben dem Ecovacs Deebot Ozmo 950, nun einquartiert hat und auch bleibt. Er wird eine zusätzliche Ergänzung darstellen und zukünftig gegen eine Menge anderer Roboter antreten. 

 

Eine zweite Meinung

Wenn du dir gerne eine weitere Meinung einholen möchtest, dann schau dir doch das YouTube-Video meines geschätzten Kollegen Karim an. Auch er hat den Roborock S6 Pure unter die Lupe genommen.

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