Simum 6 im Test – Erster Saugroboter mit Lasernavigation aus dem Hause Tesvor

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Mit dem Simum 6 möchte das chinesische Unternehmen Tesvor nun auch einen mit Laser-Distanz-Sensor ausgestatteten Roboter auf den Markt bringen. Dabei soll das Gerät, wie auch schon die Vorgänger, zu einem sehr erschwinglichen Preis angeboten werden. Für knappe 250€ bekommt man mit dem Simum all das, was die großen können. So jedenfalls das Versprechen des Herstellers. Ich hab mir das Gerät mal genauer angeschaut. 

Simum 6 im Test – Erster Saugroboter mit Lasernavigation aus dem Hause Tesvor

Wir alle kennen die berühmten Tesvor Saugroboter, die zu sehr günstigen Preisen, zur damaligen Zeit, viele glücklich gemacht haben. Da die Entwicklung der Roboter stetig voranschreitet, möchte nun auch Tesvor nachziehen und bringt kurzerhand den Simum 6 auf den Markt. Ein Saugroboter, der den modernen Standard einer Lasernavigation inne hat. Sowas gab es bei Tesvor noch nie zuvor, umso spannender ist, was das Gerät leisten kann. Für 200€ bis 250€ ist dieser schon zu erwerben.  

Leider findet man momentan wenige Daten über den Simum 6. Ebenso ist er auf der offiziellen Tesvor Homepage noch nicht zu finden. Ab und an findet man ihn zum Kauf auf Amazon gelistet, jedoch scheint er recht begehrt zu sein und verschwindet dort auch wieder. Der Saugroboter steht noch ganz am Anfang seiner Deutschland weiten Vermarktung.

Wie sich das Gerät im täglichen Haushalt schlägt, was es leistet und wo dessen Grenzen sind, das hab ich mir mal genauer angeschaut und möchte euch besagtes in diesem Testbericht näher bringen. 

An dieser Stelle möchte ich mich bei Tesvor bedanken, die mir den Simum 6 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben. 

 

Wichtige Daten

Preis zwischen 200€ und 250€
Höhe 10 cm
Durchmesser 33,5 cm
Saugleistung Maximal 2700 Pa
Akkutyp Lithium Ion
Navigation Laser-Distanz-Sensor
Türschwellenüberwindung Maximal 1,7 cm
Appsteuerung Weback
Teppicherkennung Nein
Lautstärke 59 dB – 68 dB
Wischfunktion Nein (Optional erhältlich)
Staubbehältervolumen 600 ml
Motorenart Bürstenlos
Sperrzonen Ja – Virtuell
Sprachausgabe Ja – Männlich (deutsch)
Bodenarten Jede Bodenart

Der Simum 6 im Detail

Der 10 cm hohe und 33,5 cm breite Simum 6 kommt in einem schicken Schwarz daher und erinnert sofort stark an einen Tesvor M1 mit Lasertürmchen. Wenn man mal ehrlich ist, dann ist das auch überhaupt nichts anderes vom Aufbau her. Er besitzt auf der Front einen Bumper und am Heck den herausziehbaren Staubbehälter, der ebenfalls der Selbe ist, wie bei den anderen Tesvors. Das beruhigt schon mal, da man weiß, dass die Ersatzteile eines Tesvor M1 oder X500 auch in den Simum 6 passen und somit leicht zu beschaffen sind. Seine edle Glasplatte, die auf der Oberseite des Saugers thront, gibt dem Saugroboter ein noch schöneres Finish, fungiert aber gleichzeitig als absoluter Staubfänger. Für alle die sich um den Laserturm sorgen machen, denen kann ich sagen, beruhig euch, er besitzt tatsächlich einen Bumper im Laserturm!

Auch die Unterseite des Simum 6 gleicht der eines Tesvor M1 oder X500 aufs genauste. Er besitzt wieder zwei Seitenbürsten und eine Kombibürste, die in Kombination, eine zufriedenstellende Reinigung versprechen sollen. 

Der Staubbehälter

Der 600 ml große Staubbehälter ist nicht neu aber bewährt. Der Tesvor M1, wie auch der Tesvor X500 besitzen den selben und können diesen so untereinander sogar austauschen. Er ist komplett transparent gehalten, lässt sich mit einem Klick aus dem Roboter ziehen und ebenso leicht öffnen um ihn zu entleeren. Der HEPA-Filter ist einfach aus einem separaten Schacht zu holen. Eine klappe, die das Herausfallen des Schmutzes aus der sehr großen Saugöffnung verhindert, ist leider nicht angebracht worden. 

Die Ladestation

Die Ladestation des Simum 6 ist ebenso die selbe, wie die der anderen Geräte. Einfach gehalten, komplett in schwarz und leider wenig innovativ. Sie besitzt nur auf einer Seite einen Anschluss und eine Kabelaufwicklung sucht man vergeblich. Dafür ist sie wirklich sehr klein und dezent gehalten.

Zubehörteile

Im Lieferumfang enthalten sind zwei zusätzliche Ersatzseitenbürsten, ein weiterer HEPA-Filter mit Schwammfilter davor, ein Reinigungstool und sogar eine Fernbedienung, mit der man den Roboter ganz einfach ohne App steuern kann. Somit ist es nicht einmal zwingend Notwendig, diesen im eigenen Netzwerk einzubinden.

Die Navigation

Der spannendste Teil des Simum 6 ist wohl die Navigation. Die Vorgänger, der Tesvor X500 oder der Tesvor M1, besaßen beide noch einen Gyroskopsensor, der sie eher mau als schlau durch die heimische Wohnung jagte. Mit einer Lasernavigation soll sich das Bild der Navigation, laut Hersteller, nun extrem verbessert haben. Wenn man andere Marken, die schon seit Jahren auf die Lasernavigation setzten, in betracht zieht, dann weiß man ganz genau, was für extreme Vorteile eine Lasernavigation bringt. 

Nach 2 bis 3 Wochen testen muss ich ehrlich gesagt sagen, ich bin begeistert! Tesvor hat es doch tatsächlich geschafft, eine Navigation zu erschaffen, die den großen Marken in fast nichts nachsteht. Die erste Fahrt beginnt mit einem Kennenlernen der Umgebung. Dabei muss beachtet werden, dass die Option „Karten Speichern“ aktiviert ist. Nun Fährt er feucht fröhlich und vorsichtig los. Die Ränder in einem eigens angelegten Quadranten werden als erstes abgefahren. Danach wird sich, mit schön überlappenden Bahnen, der Mitte des Quadranten zugewandt. Im Endeffekt die selbe Art der Navigation wie die eines Xiaomi Mi Robot Vacuum. 

Da das Gerät leider keine Einzelraumreinigung besitzt, bleibt es bei den eigens angelegten Quadranten. Er fährt nicht Raum für Raum ab. Das ist etwas schade, jedoch nicht unbekannt. 

 

Der Umgang mit Hindernissen

Der Simum 6 fährt extrem nahe an Wänden entlang, was zu einer guten Reinigungsleistung führt. Schwarze Hindernisse sind aber auch für ihn eine Grenze. Er poltert fröhlich vor diese, was ab und an zu dumpfen Schlägen führen kann. Eine Gummilippe auf der Front verhindert jedoch unschöne Macken an Roboter und Möbeln. Schwarze Teppiche oder schwarze Abschnitte im Teppich sind für ihn Sperrzone, da er denkt, es wäre ein Abgrund vor ihm. Türschwellen schaffte er bei mir im Test alle und eine scharfe Kantenüberwindung von 1,7 cm ist ebenfalls kein Problem. Alles drüber könnte zum Problem werden.

Die Vorgängermodelle hatten alle das Problem, dass sie auf weit verlegtem Teppichboden irgendwann ihre Bahnen so verschoben haben, dass sie teilweise endlos reinigten. Der Simum 6 hat das Problem ein für allemal aus der Welt geschafft. Er navigiert super auch auf Teppichboden, solange dieser nicht extrem hochflorig ist. 

 

Rückkehr zur Ladestation

Der Simum 6 schaffte es im Test bei 10 von 10 Versuchen, die Ladestation zuverlässig anzufahren. Ebenso sucht er nicht lange danach, sondern fährt zielstrebig ohne an Wände zu prallen in dessen Richtung. Leider schafft er es nicht immer kerzengerade auf der Station anzudocken, was zu einem leichten Verschieben der erstellten Karte in der nächsten Reinigung führen kann.

Die Reinigungsleistung

Der Simum 6 bekam die bekannte Reinigungsleistung seiner Vorgänger mit auf den Weg. Es haperte damals leider immer wieder an der etwas einfach gehaltenen Navigation, doch die Reinigungsleistung konnte stets überzeugen. Mit angegebenen 2700 Pascal Saugleistung, schafft es der Simum 6, auch mit feinerem Schmutz sehr gut zurecht zu kommen. Meinen Haushalt befreite er zuverlässig von Tierhaaren und Tierstreu und auch gröberer Schmutz ist für ihn kein Problem. 

Durch die optimierte Geschwindigkeit der rotierenden Seitenbürsten, schubst er nun auch lose Krümel auf Hartboden nicht mehr weg sondern immer schön in die Saugöffnung hinein. Auch in Ecken kommt er wirklich sehr tief hinein, trotz runder Bauform, da die Seitenbürsten mit bedacht weit vorne angebracht wurden. Natürlich ist die Saugleistung nicht vergleichbar mit dieser eines Ecovacs Deebot Ozmo 950, jedoch für einen Preis von 250€ absolut ausreichend und zufriedenstellend. 

 

Die Akkuleistung

Wie schon erwähnt sind die Herstellerangaben momentan noch sehr Mau gehalten und auch was den Akku angeht, habe ich so schnell keine zuverlässigen Daten gefunden. Was ich jedoch sagen kann ist, dass der Akku sehr enttäuscht hat. Ich habe eine 70 qm Wohnung für die der Sauger um die 30 Minuten brauch. In diesen 30 Minuten hat er sich bis auf 38 Prozent entladen, woraus ich schlussfolgern muss, dass eine Wohnung mit über 100 qm wohl ein weiteres Aufladen benötigt. Da hätte der Hersteller ruhig einen größeren Akku einbauen können, wie beispielsweise beim Tesvor M1, der mit 5200 mAh Akkukapazität trumpft. 

 

Optionale Wischfunktion

Wie ich schon erwähnt habe, sind die Ersatzteile bei Tesvor direkt zu bekommen und exakt die selben, wie die der Vorgängermodelle. Das selbe gilt auch für den optional erhältlichen Wassertank. Dieser passte schon in den Tesvor X500, X500 Pro, M1 oder T8. Die Wischfunktion machte schon bei diesen einen guten Eindruck, jedoch sollte man bedenken, dass das Hinterherziehen eines Mikrofasertuchs durch die ganze Wohnung eher ein zwiespaltiges Thema darstellt und sowieso das Wischen von Hand auf keinen Fall ersetzen kann. Jedoch kann er damit erfolgreich den restlich liegengebliebenen Staub entfernen. Der Wassertank kostet ca. 30€ und ist somit ebenso recht günstig gehalten. 

Die Appsteuerung

Den Simum 6 kann man für eine leichtere Bedienung in das heimische WLAN einpflegen. Dafür steht ihm eine App zur verfügung, mit der man ihn sogar von unterwegs aus beobachten bzw. befehle erteilen kann. Ich persönlich hoffte ja, das es nun eine eigene, extra für den Simum 6 entwickelte App geben wird, jedoch ist das nicht der Fall gewesen. 

Die App, die man für den Simum 6 downloaden muss, ist die allseits bekannte WeBack App, die in der Vergangenheit schon des öfteren für Aufreger sorgte. Nutzer beklagten sich, dass durch ständige Updates die Steuerung immer schlechter wurde. 

Leider zeigt auch die App des Simum 6 noch sehr viel Verbesserungspotenzial auf, da immer wieder die erstellte Karte sich mit der Zeit zu drehen beginnt, sobald der Roboter nicht kerzengerade von der Station aus startet. An sich ist das nicht weiter schlimm, wenn man es einfach nur sauber haben möchte, da er trotzdem zielstrebig und zuverlässig saugt. Eingestellte Sperrzonen hingegen verschieben sich gerne mit und werden schnell unbrauchbar oder verschwinden sogar ganz. Das passiert aber nicht immer, also brauch man sich um diesen Punkt nicht all zu viel Sorgen machen.

Die Funktionen

An sich ist die App sehr einfach und verständlich aufgebaut. Die Funktionsvielfalt hält sich für den günstigen Preis natürlich in Grenzen und so gibt es keine Einzelraumreinigung oder mehrfache Kartenspeicherung. Die App beschränkt sich auf die leichteren Dinge wie das Einstellen einer Zeitsteuerung, das erstellen von Sperrzonen und das Reinigen einer selbst angelegten Stelle. Ebenfalls ist eine Spotclean-Funktion mit an Bord. 

Da der Akku wie schon erwähnt sehr schwach ausfällt und der Sauger eine große Wohnung mit über 100 qm wohl nicht ganz packen wird mit einer Ladung, gibt es eine Einstellung, die ihm sagt, dass er wieder an der Stelle weitersaugen soll an der er aufhörte, sobald er wieder voll aufgeladen ist. Praktisch. Die Aussprache des Simum 6 ist in der deutschen Sprache und zudem männlich. Diese lässt sich auf Wunsch jedoch komplett deaktivieren. 

Den Simum 6 kann man bei bedarf über Amazons Alexa oder weitere Sprachassistenten steuern, jedoch ist die Funktionsvielfalt auch hier sehr begrenzt und nur das nötigste machbar. Die Saugleistung lässt sich in drei Stufen über die App regulieren. 

Mein Fazit

Der Simum 6 ist der erste Saugroboter mit Lasernavigation aus dem Hause Tesvor, der sogar überzeugen kann. Meistens werden die ersten Sauger mit solcher Technik aus anderen Häusern mit einer Art Betaversion auf den Weg geschickt, was beim Simum 6 nicht der Fall ist. Die Saugleistung ist gut, die Navigation ebenfalls und die Appsteuerung für den täglichen Einsatz völlig ausreichend. Wenn man bedenkt, dass der Simum 6 schon für unter 250€ erhältlich ist, würde ich sogar von einem Preisknaller sprechen. 

Für unter 250€ darf man jedoch auch nicht zu viel erwarten. Der Hersteller hat die Funktionsvielfalt wirklich auf das nötigste begrenzt und die Technikfreaks unter euch wird er sicherlich enttäuschen. Ebenfalls ist der Akku extrem schwach bemessen, was einen Einsatz in einer großen Wohnung oder sogar einem Haus durchaus schwierig gestaltet. Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich einen Tesvor X500 oder einen Tesvor M1 zu kaufen, dem Rate ich mit aller größter Eile davon ab. Kauft euch lieber einen Simum 6, da dieser deutliche Vorteile zu den genannten anderen Modellen bietet und zudem das selbe kostet. 

Von mir gibt es eine Kaufempfehlung für diejenigen, die nicht viel für einen Saugroboter ausgeben möchten, einen zuverlässigen Staubsauger möchten und sich von tausenden Funktionen fernhalten möchten. 

 

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