Ecovacs Deebot Ozmo 950 im Test – Hat der Deebot den Roborock überholt?

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Mit dem Deebot Ozmo 950 hat die Firma Ecovacs Robotics, wie aus dem Nichts, eine Maschine entwickelt, die der Konkurrenz die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Dafür muss dieser Saugroboter eine grandiose Leistung an den Tag legen. Hat der Deebot den Roborock überholt? Der Ecovacs Deebot Ozmo 950 im Test!

 

Ecovacs Deebot Ozmo 950 im Test – Hat der Deebot den Roborock überholt?

Wir waren alle auf die IFA 2019 gespannt. Dort soll die Firma Ecovacs Robotics ihre neue „Aivi-Technologie“ vorstellen. Doch plötzlich, wie aus dem Nichts, kam noch vor der IFA der Deebot Ozmo 950 auf den Markt, der mit gigantischen Highlights punkten soll. 

Von vielen Seiten hört man, der Deebot Ozmo 950 soll besser sein als der neue Roborock s6 und diesen vom Thron der Saugroboter gestoßen haben. Diese Aussage wurde schon des öfteren getroffen, konnte aber nie so richtig befürwortet werden. Ich habe das Gerät getestet und kann euch hier in diesem Testbericht zeigen, was das Gerät alles Leisten kann. 

An dieser stelle möchte ich mich herzlich bei Ecovacs Robotics bedanken, für das Bereitstellen des Deebot Ozmo 950 für diesen Test.

 

Sternebewertung

Jede angesprochene Kategorie werde ich mit Sternen auszeichnen. Diese Sternebewertung setze ich an das Ende jeder Kategorie um einen besseren Eindruck zu vermitteln. Die Bewertung ergibt sich aus der Leistung, die der Roboter in meinem Test zeigte. Diese Bewertung entspricht meiner persönlichen Empfindung und stellt auf keinen Fall einen Richtwert dar!

Sehr Gut ⭐⭐⭐⭐⭐
Gut ⭐⭐⭐⭐
Ausreichend ⭐⭐⭐
Weniger Gut ⭐⭐
Nicht Gut

 

 

Technische Daten des Ecovacs Deebot Ozmo 950

Preis ca. 600€
Durchmesser und Höhe 35 cm – 9,3 cm
Maximale Lautstärke 66 dB
Gewicht 4,5 kg
Saugleistung Unbekannt
Wischfunktion und Art Ja – Patentiertes Pumpensystem (Ozmo)
Teppicherkennung Ja
Appsteuerung Ja
Bürstenart Kombibürste und Direktabsaugung
Navigationsart LDS – Intelligente Laser-Navigation
Kartenerstellung Ja – Mehrfache Kartenspeicherung möglich
Einzelraumreinigung Ja
Sperrzonen Ja
Wischsperrzonen Ja
SpotClean Ja
Staubbehältervolumen 430 ml
Wassertankvolumen 250 ml
Filtersystem und Art 3-Filter-System – Feinstaubfilter
Seitenbürsten Dual
Sprachausgabe International – Auch deutsch
Sprachsteuerung Ja – Amazon Echo und Google Assistent
Zeitsteuerung Ja – Mehrmals am Tag möglich
Betirebszeit 200 Minuten
Akkugröße und Typ 5200 mAh – Lithium Ion
Geeignete Bodenarten Hartboden und Teppichboden
Automatische Updatefunktion (OTA) Ja
Türschwellenüberwindung 2 cm (Runde Kanten) – 1,3 cm (Scharfe Kanten)

 

Wenn ihr Fragen habt, die der Testbericht nicht beantworten kann, dann tretet doch unserer Saug- und Wischroboter-Gruppe in Facebook bei. Dort erhaltet ihr täglich News, Wissenswertes, Deals und Antworten auf eure Fragen von uns und vielen anderen Usern rund um Saug- und Wischroboter!

Deebot Ozmo 950 – Lieferumfang

Der Hersteller gibt dem Deebot Ozmo 950 einen ordentlich bestückten Lieferumfang mit auf dem Weg. Aus der hübsch aussehenden Verpackung heraus, bekommt ihr den Roboter, insgesamt 4 Seitenbürsten, 2 Feinstaubfilter inklusive dazugehörigen Schwammfilter, eine Wischplatte, ein Wischtuch und ein paar Einmalwischtücher, ein Direktansaugschacht, die Ladestation, ein separates Netzkabel mit Eurostecker und die obligatorischen Gebrauchsanweisungen.

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Detail

Der Deebot Ozmo 950 unterscheidet sich im Aussehen sehr gegenüber seinen Vorgängern. Der Laser-Distanz-Sensor (LDS) auf der Oberseite ist nun nach vorne Gewandert und sitzt nicht mehr hinten auf dem Roboter. Das Gerät hat gerade einmal eine Höhe von 9,3 cm. Somit zählt der Deebot zu den flachsten Saugroboter mit LDS. In komplett schwarz-matt gehalten, kommt der Roboter in einem sehr schicken Design. Er erinnert sehr an einen kleinen Panzer oder an ein kleines Schlepperboot, wenn ihr mich fragt. Er ist robust verarbeitet und mit 35 cm Durchmesser recht groß bemessen. Das schwarze Design führt jedoch ganz schnell zu einem Einstauben, was eine wöchentliche Reinigung verlangt. 

Unter seiner Klappe findet man den Staubbehälter, ein ins Gerät eingelassenes Reinigungstool, sowie einen Powerschalter, eine WLAN-Anzeige und einen Resetknopf. Außerdem weist die Fläche unter der Klappe ein geriffeltes Muster auf, dass den Roboter noch viel schicker erscheinen lässt. Auf der Unterseite des Roboters findet man die typischen Fallsensoren, eine Kombibürste und zwei Seitenbürsten. Der Wassertank sitzt am Heck des Roboters und ist in diesen integriert. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Der Staubbehälter

Der Staubbehälter ist mit einem Volumen von 430 ml recht klein aber dennoch ausreichend bemessen. Dieser weist eine Besonderheit zu seinen Vorgängern auf. Er lässt sich durch Druck auf einen roten Schalter ganz einfach öffnen und muss nicht mehr durch Aufziehen entriegelt werden. Dennoch stellt sich das Entleeren als schwierig heraus, da der Filter direkt an der zu öffnenden Klappe sitzt. Der Roboter saugt den Schmutz so sehr an, dass dieser sich am Filter festsetzt und herausfallen kann, wenn man die Klappe öffnet. Die Saugöffnung ist im Gegensatz zum Deebot Ozmo 900 wieder nach oben gewandert. Das verhindert das Herausfallen von Schmutz während der Reinigung. Zusätzlich ist ein Tragegriff und eine Rückschlagklappe angebracht.

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐

 

Der Wassertank

Der integrierte Wassertank sitzt am Heck des Roboters und ist mit einem einfachen Klickmechanismus herausziehbar. Er hat ein Volumen von 250 ml und ist somit genau so groß, wie der des Deebot Ozmo 930. Er ist aus einem blau-transparenten Kunststoffglas gefertigt und mit einer Gummidichtung verschlossen. Im Innern des Tanks findet man eine Wasserpumpe, die es erlaubt, den Wasserzufluss zum Wischtuch zu regeln.

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Die Bürste

Der Deebot Ozmo 950 bekommt eine sehr effektive Kombibürste mit auf den Weg, die aus Borsten und Gummilamellen besteht. Diese Bürstenart hat sich bei Saugrobotern sehr bewährt und stellt auch für mich die optimalste Lösung dar. Zusätzlich liegt eine separate Einsaugöffnung dem Lieferumfang bei. Diese kann einfach durch ein paar Klicks mit der Rolle ausgetauscht werden und ist gerade für Haare auf Hartböden geeignet, da sich daran keine Haare aufwickeln können. Auf Teppichboden jedoch ist diese absolut ungeeignet. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Der Filter

Ecovacs setzt auf eine hygienische Lösung und hat im Deebot Ozmo 950 ein 3-Filter-System verbaut. Dieses besteht aus 3 Komponenten, die hocheffizient das Spreu vom Weizen trennt. Erst muss der Schmutz an einem Gitter vorbei, dass den groben Schmutz zuverlässig vom feinen Schmutz trennt. Danach muss der feine Schmutz noch durch einen Schwammfilter und landet am Ende in einem Feinstaubfilter. Das System hat sich als überaus Effektiv erwiesen und ist besonders für Allergiker bestens geeignet. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Zubehör

Der Deebot Ozmo 950 bekommt eine ganze Menge an Zubehör mitgeliefert, was das Reinigen des Haushaltes komplett autonom gestalten soll. Für den ersten Austausch der Verschleißteile ist ebenfalls gesorgt worden. 

 

Die Ladestation

Die kleine, in grau gehaltene Ladestation, kennt man schon von den Vorgängern. Diese sieht genau so aus, hat aber eine Besonderheit spendiert bekommen. Die Ladestationen der Ecovacs Modellreihen hatten bisher immer ein integriertes Ladekabel. Der Deebot Ozmo 950 bekommt als erster Deebot ein separates Ladekabel mit. Somit ist bei einem Defekt des Ladekabels ein Austausch möglich und muss nicht mit dem Neukauf einer ganzen Station geregelt werden. Absolut Top! Da sieht man wieder, dass die Firma auf die Kundschaft hört und dementsprechend reagiert. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐

 

Die Wischplatte und die Wischtücher

Die Wischplatte und das Mikrofasertuch des Deebot Ozmo 950, ähneln sich sehr zu der des Deebot Ozmo 900. Durch eine einzige Besonderheit, kann man diese auseinander halten. Die Platte des Deebot Ozmo 950 hat optimierte Halterungen, die an dem Wassertank befestigt werden. Somit ist das Abziehen dieser leichter geworden, meiner Meinung nach aber noch nicht optimal gelöst. Zusätzlich wurden dem Deebot Einmaltücher beigelegt. Die Einmaltücher finde ich jedoch umweltbelastend und auf Dauer kostenintensiv und tendiere somit zum waschbaren Mikrofasertuch.

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐

 

Der Direktansaugungsschacht

Dem Deebot Ozmo 950 wurde ein zusätzlicher Direktansaugungsschacht beigelegt. Dieser ist ganz einfach gegen die eingelegte Bürste austauschbar und verhindert das Aufwickeln von Haaren in dieser. Jedoch stellt dieser Schacht für eine ausreichende Reinigung bei starker Verschmutzung keine Lösung dar. Eine Bürste, vor allem auf Teppichboden, nimmt noch einmal viel mehr Schmutz auf.  

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Navigation

Eines der wichtigsten Eigenschaften eines guten Saugroboters ist seine Navigation. Wenn diese nicht stimmt und Mängel aufweist, dann bringt einem eine noch so gute Reinigungsleistung überhaupt nichts. Der Deebot Ozmo 950 setzt auf einen LDS (Laser-Distanz-Sensor). Ebenfalls wie bei seinen Vorgängern, sitzt dieser auf der Oberseite und vermisst die Räumlichkeiten exakt mit einem rotierenden Laserstrahl. Das erlaubt ein genaues Kartieren der Umrisse des Zuhauses. Ebenso kann der Roboter nun eine genaue Bahn erstellen, die er dann abfährt. Diese Bahn erstellt der Deebot Ozmo 950 so perfekt, dass er dabei jede Stelle erreicht. Außerdem plant der Deebot seinen Weg selbst und das immer sehr effektiv. Der Roboter fährt Bahn für Bahn die Räume ab und das so schnell und gut, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe. 

Der Deebot Ozmo 950 hat eine vorbildliche Geschwindigkeit während der Reinigung. Er saust in unter 15 Minuten ganze 15 Quadratmeter ab. Er beginnt mit den Rändern und saugt danach die Mitten. Dieses Prinzip hat sich auch bei anderen Robotern durchgesetzt und zählt als eines der besten Systeme die es gibt. 

 

Intelligentes Planen

Wie schon angesprochen, plant der Deebot Ozmo 950 seinen Reinigungsweg selbst. Dies macht er äußerst intelligent. Er fährt nicht von einem zum anderen Ende die Bahnen durch, sondern teilt sich einen einzelnen Raum so ein, dass er so schnell wie nur möglich fertig wird. Augenscheinlich kommt es einem im ersten Moment so vor, als würde er von Anfang an schon ein paar Stellen auslassen und einfach seine Bahnen mitten drin abbrechen. Der Schein trügt in diesem Fall! Der Roboter kehrt zurück und saugt auch diese Stellen. 

 

Rückkehr zur Ladestation

Nach getaner Arbeit, fährt der Deebot Ozmo 950 autonom zu seiner Ladestation zurück um sich selbstständig wieder aufzuladen. Das funktioniert im Test in 10 von 10 Fällen zuverlässig. Hindernisse, die ihm im Weg dahin stehen, boxt er gerne mal während der Rückfahrt an. Gerade sehr dünne Hindernisse, die er nicht in der Karte einzeichnet, rammt er dann gerne. Dennoch findet er seinen Weg zurück und dockt immer an. 

 

Tolle Ausdauer

Der Deebot Ozmo 950 Reinigt dank seines 5200 mAh starken Akkus maximal 200 Minuten lang, bis er sich wieder aufmacht zu seiner Ladestation. Die einzigen Roboter, die eine so starke Akkuleistung vorweisen können, sind die Geräte von Roborock. Die Ausdauer macht ihn zu einem Saugroboter, der auch mal ganze Stockwerke saugen kann ohne vorher schlapp zu machen. Das ist ein weiteres Merkmal, dass ihn zum Leistungsstärksten Deebot aller Zeiten macht. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Reinigungsleistung

Durch seinen intelligenten Reinigungsweg und seine überlappende Bahnenfahrt, müsste man meinen, dass die Reinigung sehr effektiv von statten gehen muss. Eine gute Reinigung bedarf aber auch einer guten Saugleistung in Kombination mit einer effektiven Bürste. Das ist dem Deebot Ozmo 950 absolut gegeben. Diese perfekt abgestimmte Kombination führt zu einer sehr guten Reinigungsleistung. Zu der Saugleistung gibt es keine genauen Angaben, jedoch ist diese augenscheinlich enorm und mindestens doppelt so stark, wie die seiner Vorgänger.

Tierhaare, Katzenstreu, grober Dreck und sogar kleine Kieselsteine sind überhaupt kein Problem für das Gerät. Eine Überfahrt ist meistens schon ausreichend um alles blitze blank zu Putzen. Sogar auf Teppichboden! Außerdem ist er mit 66 dB maximaler Lautstärke relativ leise. 

 

Tolle Teppicherkennung

Der Deebot saugt schon in der Standardeinstellung einen Hartboden zuverlässig sauber, auf Teppichboden reicht diese Einstellung leider nicht aus um auch tiefsitzenden Schmutz herauszusaugen. Das Problem hat der Hersteller mit einer vorbildlichen Teppicherkennung gelöst. Diese reagiert Sekundenschnell und absolut zuverlässig. Auch seine Vorgänger haben eine Erkennung des Teppichbodens gehabt, diese war aber noch nicht so optimiert wie die des Deebot Ozmo 950. Diese haben auch mal auf Hartboden einen Teppich erkannt, obwohl dort keiner lag. Das ist nun mit dem neuen Gerät Vergangenheit! Der Roboter erhöht seine Leistung auf die maximale Leistung, wenn er auf Teppichboden fährt. Auch verhindert diese das Auffahren auf Teppichboden beim Wischvorgang. 

 

Starke Eck- und Randreinigung

Der Deebot Ozmo 950 hat perfekt angebrachte Seitenbürsten, die tief in die Ecken kommt. Ränder werden zuverlässig gereinigt, da seine Navigation ihn sehr dicht an den Wänden entlangfahren lässt. Ich habe schon lange nicht mehr eine so zuverlässige Reinigungsleistung in Ecken und an Rändern gesehen wie bei diesem Modell. Allein D-Förmige Roboter können ihn darin übertrumpfen. 

 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Wischleistung

Zu der Wischleistung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Der Deebot Ozmo 950 kommt wieder mit der bewährten Ozmo-Technologie auf den Markt. Der Wassertank besitzt eine Pumpe, die das Wasser in den Roboter pumpt. Dieser sprüht es dann durch Düsen auf das Wischtuch. Das führt zu einem gleichmäßig nassen Tuch und einem schön gleichmäßigen Wischbild. Jedoch darf man nicht vergessen, dass dies nur ein nasses Tuch ist, dass der Roboter hinter sich her zieht. Das nimmt zwar den letzten Staub auf, kann aber eingetrocknete Flecken nicht auf Anhieb entfernen und ist somit nicht mit dem Wischen von Hand zu vergleichen. 

Durch die patentierte Ozmo-Technologie ist es mittels der App möglich, die Wassermenge, die auf das Wischtuch gesprüht wird, zu regulieren. Somit ist der Roboter auch für empfindliche Böden geeignet. Außerdem überfährt der Deebot Ozmo 950 keinen Teppichboden im Wischvorgang. Das ist absolut vorbildlich, kann aber auch zum Verhängnis werden. Wenn ein Teppich zwischen zwei Räumen liegt, wischt der Roboter nur einen Raum, da er ja den Teppichboden nicht überfährt und so nicht in den nächsten Raum kommt. Auch bin ich immer noch der Meinung, dass der Deebot Ozmo 930 ein besseres Wischergebnis liefert. Das liegt meines Erachtens an der Wischplatte und dem größeren Wischtuch, das sich sogar auf unebenem Boden bewährt hat.

 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Hindernisse

Der Deebot Ozmo 950 hat eine außerordentlich vorsichtige Navigationsweise. Dadurch rammt er kaum mal ein Hindernis mit voller Wucht, außer es ist etwas Tiefer gelegen oder komplett schwarz. Schwarze Wände oder Gegenständer erkennt er, wie fast jeder Roboter, nicht zuverlässig und brettert gerne mal dagegen. Der Bumper, der zusätzlich mit einer Gummilippe versehen ist, schützt Möbel und Roboter jedoch zuverlässig vor Schäden. 

Kaum etwas kann den Deebot Ozmo 950 stoppen. Auch direkte Sonneneinstrahlung tendiert ihn eher peripher. Sehr enge Stellen werden, dank seiner präzisen Navigation, genau an- und abgefahren. 

 

Türschwellenüberwindung eher schwach

Laut Hersteller, soll der Roboter 2 cm hohe Türschwellen überwinden können. Das kann er auch, jedenfalls wenn diese abgerundet sind. Sobald sie einen scharfen 90 Grad Winkel aufweisen, schafft der Deebot gerade einmal 1,3 cm Höhenunterschied. Das ist ein eher schwaches Ergebnis, da seine Konkurrenten teilweise 2,4 cm hohe und scharfe Kanten überwinden können. In einem normalen Haushalt mit normalen Türschwellen fällt das aber nicht sonderlich ins Gewicht. 

 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – App

Der Deebot Ozmo 950 verfügt über die beste und umfangreichste Appsteuerung, die ich jemals gesehen habe bei einem Saug- und Wischroboter. Natürlich hat man auch hier ein paar Dinge besser lösen können, aber im Großen und Ganzen ist diese unschlagbar. Sie funktioniert stabil, ist vollgestopft mit verschiedensten Funktionen und macht auch vom Design was her. Die App nennt sich Ecovacs Home!

Die typischen Grundfunktionen sind, wie schon angenommen, auf jeden Fall mit an Bord. Damit meine ich das Kartieren der Räume, das setzen von virtuellen Sperrzonen, die Zeitsteuerung, die benutzerdefinierte Reinigung, die Einzelraumreinigung, das verändern der Saug- und Wischleistung, das Einstellen der fortgesetzten Reinigung, das einsehen in die Reinigungshistorie und das einsehen in die Verbrauchsanzeige.

 

Neue und fehlende Funktionen

Was hinzu kam und sehr praktisch ist, ist das speichern mehrerer Karten, was den Roboter für mehrer Stockwerke eignet. In diesen Karten kann man jeweils verschiedene Sperrzonen einrichten. Auch eine Sperrzone für den Wischvorgang ist nun einstellbar. Somit wischt der Roboter nur dort, wo er auch wischen soll. Leider teilt sich der Roboter immer noch selbst die Karte in Räume ein. Das heißt, der Roboter bestimmt selbst, wo das Wohnzimmer aufhört und der Flur beginnt. Das stimmt nicht immer ganz mit der Wirklichkeit überein. Manchmal verschmelzen auch zwei Räume und werden zu einem. Das ist im nachhinein auch nicht bearbeitbar und auch das benennen von Räumen ist nicht möglich. Da muss der Hersteller unbedingt noch nachbessern. Dafür sind die festgelegten Bereiche einzeln ansteuerbar. 

Im Test gewonnene Sterne (insg. 5) ⭐⭐⭐⭐⭐

Deebot Ozmo 950 – Fazit

Mit dem Deebot Ozmo 950 ist dem Unternehmen Ecovacs Robotics ein wahrer Geniestreich gelungen. Ein überaus geniales Gerät, welches eine gigantische Saugleistung, eine geniale Bürstenkombination und eine extrem umfangreiche Appsteuerung präsentiert. 

Der Deebot reinigt den Haushalt in einer so außerordentlichen Geschwindigkeit, Präzession und Reinigungsleistung, dass dieser endlich als wahrer Roborock s6 Konkurrent angesehen werden kann. Mit diesem Gerät hat der Hersteller alles richtig gemacht. 

Besser als Roborock?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Auf der einen Seite stellt der Deebot Ozmo 950 eine durchweg anständige Alternative zum Roborock s6 dar. Auf der anderen Seite jedoch, überwiegt die lange und gute Erfahrung mit den Roborock Modellen. Diese Funktionieren einfach. Wie der Deebot Ozmo 950 und auch die Firma Ecovacs selbst sich zukünftig zeigen werden, steht noch in den Sternen. Auf alle Fälle sind sie auf dem besten Weg! Wenn sich zukünftig herausstellen sollte, das Ecovacs weiterhin solche Geräte baut, die so gut sind wie der Ozmo 950, dann wird es die Firma Roborock schwer haben dagegen zu steuern. Mit der neuen AIVI-Technologie, die sie dieses Jahr auf der IFA 2019 vorstellen werden, wird der Firma ein weiterer schlag gegen die Konkurrenz gelingen, da diese Technologie extrem wegweisend und momentan noch einzigartig ist. 

 

Kaufen oder nicht kaufen?

Wer eines der besten Saugroboter-Geräte sein Eigen nennen möchte, dem empfehle ich blind den Deebot Ozmo 950. 599€ sind aber auch eine gewaltige Ansage. Man muss, wie immer, auch bei diesem Gerät auf die Schnäppchen abwarten. Der Black-Friday steht kurz bevor und ich kann mir vorstellen, dass das Gerät um die 200€ günstiger zu erwerben sein wird. Tritt dieser Fall ein, werde wohl sogar ich mir diesen gönnen und meinen älteren Deebot Ozmo 930 in den wohl verdienten Ruhestand schicken. Ich bekomme zwar ständig Roboter verschiedenster Firmen zum Test vorgelegt, jedoch möchte auch ich auf ein dauerhaftes Topmodell im Haushalt nicht verzichten. Das wird dann ganz klar der Deebot Ozmo 950!

Meine persönliche Auszeichnung ⭐⭐⭐⭐⭐ = Sehr gutes Gerät!

 

 

Du möchtest noch eine weitere Meinung über den Ecovacs Deebot Ozmo 950? Dann schau dir das Video meines Kollegen Karim an:

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Hinterlasse uns einen Kommentar

  1. Bert Kirchhoff am

    Mir ging es wie Matthias Eckert und habe den ecovacs nun seit Monaten in Betrieb.
    Ich bin allerdings inzwischen enttäuscht und ärgere mich ihn gekauft zu haben.
    1. vergisst ständig die Karte und ich muss alle Bereiche neu einrichten.
    2. findet öfter nicht „nach Hause“
    3. seit vor Weihnachten macht die Walze knackende Geräusche, Austausch mit neuer
    Walze brachte keinen Erfolg.
    Nun saugt er ohne dieselbe mit entsprechendem Erfolg.
    Werde ihn wohl bei MediaMarkt zur Garantiereparatur abgeben müssen.

    Hatte vorher 6 Jahre einen Roomba, der jetzt bei den Schwiegereltern weitermacht. Wäre ich doch bloß der Marke treu geblieben…

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