Kärcher RC3 Premium im Test – Saugroboter des Weltmarktführers für Reinigungsgeräte

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Navigation & Hindernisse

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Laser-Navigierende Saugroboter sind meistens mit einem Laser-Turm auf der Oberseite bestückt. Diese haben den Vorteil, dass sie einen exakten Grundriss des Heimes erstellen können und mit diesem dann sogar interagiert werden kann. Der Kärcher RC3 Premium hat einen Kamera-Laser-Sensor verbaut, doch von einem Laser-Turm fehlt jede Spur. Der Sensor sitzt bei diesem Modell in der Front hinter schwarzem Kunststoffglas versteckt. Das erspart dem Roboter den hohen Turm, jedoch zeigte sich schon beim Lidl-Saugroboter, dass die Navigation damit noch nicht ganz ausgereift ist.

Der Kärcher hat eine ganz spezielle Art zu navigieren. Zuerst fährt dieser aus seiner Station heraus, dreht sich einmal um seine eigene Achse und fährt dann putzmunter durch die Gegend und schaut sich um. Das hab ich so bei einem Saugroboter noch nicht gesehen. Bevor man ein Reinigungssystem erkennen kann, schaut sich der Roboter überall mal um. Es scheint fast so, als wolle er zuerst sein zu reinigendes Objekt kennen lernen, bevor er wirklich anfängt nach System zu reinigen. Das kann dann schon einmal eine Weile dauern, doch irgendwann bewegt er sich an eine Wand und fährt die Ränder in einem eigens erstellten Quadranten ab. Es ist fast schon interessant ihm dabei zuzuschauen. 

 

Exakte Navigation

Nachdem er die Ränder des ersten Quadranten abgefahren hat, widmet er sich der Mitte. Dabei denkt er selbstständig nach und analysiert die beste Anfangsposition. Zu dieser bewegt er sich dann hin, was auch sehr amüsant aussieht, da er teilweise durch den ganzen Raum zielstrebig zu dieser hindonnert. Dann, oh wow, eine exakte bahn nach der anderen. Die Mitte des Raumes wird wirklich fein säuberlich, bahn für bahn, abgefahren. Dabei stößt der Roboter an keine Wand mehr, sondern bremst vor dieser ab und biegt in die nächste ein. Die Exaktheit der gefahrenen Bahnen hat mich an die Roborock-Modelle erinnert, da diese ebenfalls eine exakte Navigationsart innehaben. 

Sobald der erste Quadrant gesaugt wurde, fängt der Kärcher RC3 Premium wieder an sich interessiert umzuschauen. Er analysiert augenscheinlich den nächsten selbst festgelegten Quadranten und fängt von neuem an diesen nach genanntem Prinzip abzuarbeiten. Das macht er so lange, bis jeder Winkel im Zuhause erreicht und gesaugt wurde. Durch das ständige Umschauen, zieht das Gerät die Reinigung sehr in die Länge. Das kann einen auf die Dauer stören, jedenfalls wenn man selbst zuhause ist. Ebenso ist das Fahrgeräusch der Räder sehr aufdringlich und laut, was ebenfalls auf die Dauer an den Nerven zehren kann. 

Nach getaner Arbeit, fährt der Roboter zielstrebig und ohne irgendwo anzustoßen in Richtung seiner Ladestation, findet sie immer und dockt in 10 von 10 Fällen kerzengerade an diese an. Top! Wenn der Akku die Quadratmeter eures Zuhauses nicht vollständig schafft, kehrt der Roboter zur Station zurück, Ladet sich auf und reinigt an abgebrochener Stelle wieder weiter. 

 

Hindernisserkennung

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Und nun wird es interessant, denn hier zeigt das Gerät schnell seine Schwächen. Hindernisse werden meist frühzeitig erkannt und bei der Reinigung nicht einmal berührt. Diese werden einfach umfahren, solange sie nicht tiefer als die eigene Kurnststoffglas-Front ist. Sobald diese Hindernisse Tiefer liegen, wie beispielsweise Tisch-Fußplatten, donnert der Roboter mit voller Wucht dagegen. Man mag meinen, das macht nichts, doch das Gerät hat eine gewaltige Kraft, die sogar Tische verrücken kann. Beobachtet habe ich, dass er nicht bei der kleinsten Berührung des Bumpers auch sofort anhält. Das dauert gefühlt eine halbe Sekunde, bis der Roboter den Druck auf den Bumper spürt und stoppt. Ebenso ist dieser mit keiner Gummilippe oder ähnlichem versehen, was das Gerät auf dauer verkratzen könnte. Dünne Hindernisse werden auch gerne mal einfach ignoriert.

Bei der Randreinigung konnte ich feststellen, dass das Gerät immer versucht, auf gar keinen Fall etwas zu berühren. Das führt zu einem etwas weiteren Abstand zur Wand, was durch die Seitenbürste dann nicht mehr zu bewältigen ist. Da hätte man den Roboter ein wenig gröber einstellen können. Schwarze Untergründe wie Teppichboden sind auch für dieses Gerät ein Abgrund. Somit hat er massive Probleme darauf. Teilweise schaltet er sogar ab. Auch schwarze Möbel oder Wandleisten werden gekonnt ignoriert. 

 

Kantenüberwindung

Im test zeigte sich, dass der Roboter ein kleiner kletterer ist. Harte kanten werden mit bis zu 1,8 cm noch überwunden. Bei abgerundeten Kanten schafft er sogar deutlich mehr. Das ist, meiner Meinung nach, der Kraft des Roboters geschuldet. Er schiebt sich einfach die Kante herauf, ob der Bumper von der Höhe her nun im Weg ist oder nicht. Auch scheint mir der Schwerpunkt des Roboters nicht richtig austariert zu sein. Während der Reinigung und vor allem des vorherigen Umsehens, scheint der Roboter immer wieder nach hinten zu kippen. Plötzliche Stopps begünstigen das Kippen und so poltert es ab und an mal. 

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Über den Autor

Christoph Schumacher

Als Saugroboter- und Wischroboter-Experte unterstütze ich das SmarthomeAssistent Team seit 2019. Wenn ich mich nicht gerade mit Saug- und Wischrobotern beschäftige, bin ich hauptberuflich Werbetechniker und betreibe nebenher ein Tattoostudio. Ebenso betreibe ich verschiedene Webseiten für große Unternehmen. Meine Aufgabe besteht darin, euch mit Wissenswertem, Testberichten und Deals auf dem Laufenden zu halten.

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