Apple plant offenbar, die kommende KI-Version von Siri teilweise oder vollständig auf Servern von Google Cloud laufen zu lassen. Das berichten unter anderem The Information und weitere US-Medien. Hintergrund: Die eigene Cloud-Infrastruktur scheint für die wachsenden KI-Anforderungen nicht optimal aufgestellt zu sein.
Private Cloud Compute stößt an Grenzen
Aktuell verarbeitet Apple komplexere KI-Anfragen über das eigene System Private Cloud Compute (PCC). Dabei kommen Server mit Apple-Silicon-Chips zum Einsatz, die Apples hohe Datenschutzstandards gewährleisten sollen. Das Problem: Diese Chips wurden ursprünglich für Verbrauchergeräte entwickelt und sind nicht ideal für rechenintensive KI-Modelle wie Googles Gemini ausgelegt. Zwar liegt die Auslastung der bestehenden PCC-Kapazitäten Berichten zufolge nur bei rund zehn Prozent, doch mit der nächsten Siri-Generation könnte sich das schnell ändern. Einige für KI vorgesehene Server sollen sogar noch ungenutzt in Lagerhäusern stehen.
Zweistufiger Plan für die neue Siri
Laut den Berichten ist ein gestaffeltes Vorgehen vorgesehen:
Zunächst soll eine vereinfachte Gemini-Version auf Apples eigener Infrastruktur laufen. Mit einer späteren Systemgeneration, etwa ab iOS 27, könnte die neue „Chatbot-Siri“ dann direkt auf Googles Cloud-Server mit Tensor-Architektur und aktuellen Gemini-Modellen betrieben werden. Apple habe Google gebeten zu prüfen, wie sich Siri unter Apples Datenschutzvorgaben in Googles Rechenzentren betreiben lässt.
Google-Cloud-Nutzung ist kein Neuland
Eine Zusammenarbeit mit Google Cloud wäre für Apple nicht neu. Schon seit Jahren nutzt der Konzern neben eigenen Rechenzentren auch externe Anbieter wie Google Cloud, Microsoft Azure und Amazon Web Services für Teile seiner Infrastruktur. Auch beim KI-Training soll Google Cloud bereits im Einsatz sein.
Datenschutz bleibt zentrale Frage
Offen bleibt, wie Apple seine strengen Datenschutzversprechen in Googles Rechenzentren technisch umsetzen will. Um moderne Gemini-Modelle voll auszuschöpfen, müsste Apple auf Googles eigene Tensor-Hardware setzen. Wie sich das mit Apples Konzept von Private Cloud Compute oder vergleichbaren Schutzmechanismen verbinden lässt, ist bislang unklar. Apple hatte im Zusammenhang mit der Gemini-Partnerschaft mehrfach betont, dass die Zusammenarbeit keine Abstriche beim Datenschutz bedeuten soll.
Neue Siri soll 2026 erscheinen
Die personalisierte, deutlich leistungsfähigere Siri-Version wird voraussichtlich noch dieses Jahr eingeführt. Geplant sind unter anderem ein besseres Kontextverständnis, Bildschirm-Erkennung und tiefere App-Integration.
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