Apple | EU-Kommission schießt im Streit um Siri AI zurück

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Apple bringt die neuen KI-Funktionen von Siri vorerst nicht in die EU und beschuldigt die EU-Kommission. Diese lässt das nicht auf sich sitzen.

Apple hält Siri AI in der EU zurück

Am Montag hatte Apple seine neue, überarbeitete Siri vorgestellt, die jetzt endlich als ganzheitliche KI-Assistentin im Ökosystem auf iPhone, Mac und Co. Einzug halten soll. Doch das große Problem für uns in Deutschland: Weiterhin ist Warten angesagt, auch zwei Jahre nach der ersten Ankündigung von Apple Intelligence. Denn das Unternehmen aus Cupertino hält viele der neuen Funktionen zunächst in der EU zurück. Als Grund nennt Apple den Digital Markets Act (DMA) der EU, der dazu verpflichte, „jedem KI-System einen nahezu unbegrenzten Zugriff auf das Gerät“ zu geben.

Apple sieht darin ein zu großes Datenschutzrisiko, da auch das Lesen von Nachrichten, der Zugriff auf Dateien oder das Tätigen von Käufen durch die KI möglich seien. KI-Systeme würden immer leistungsfähiger und das Risiko, dass personenbezogene Daten gehackt würden, nehme rasch zu. Deshalb habe das Unternehmen eine Lösung namens „Trusted System Agent“ entwickelt, die als Mittler dem virtuellen Assistenten dieselben Features und Fähigkeiten wie Siri AI geben würde.

EU: Ausnahme für Apple ist „keine Option“

Doch die EU habe diesen und weitere Vorschläge von Apple abgelehnt, schreibt der US-amerikanische Hersteller in einer eigenen Pressemitteilung. Diesen Vorwurf will sich die Kommission in Brüssel allerdings nicht gefallen lassen. Thomas Regnier als Sprecher der EU-Kommission, gab an, dass Apple es versäumt habe, Interoperabilitätslösungen zu entwickeln, die den EU-Datenschutz- und Sicherheitsstandards entsprächen. Stattdessen habe Apple um eine Ausnahmeregelung gebeten. „Die Entscheidung, Siri AI nicht in der EU einzuführen, liegt allein bei Apple“, sagte der Sprecher gegenüber Reuters. Und eine Ausnahmegenehmigung sei „keine Option“.

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Mit dem Verzug der neuen KI-Funktionen in der EU schreibt Apple ein neues Kapitel seiner KI-Entwicklung. Mit vielen Funktionen hinkt der Tech-Konzern weit hinter der Konkurrenz zurück. Auf die intelligente Siri warten Nutzer schon zwei Jahre lang, seit der Ankündigung auf der WWDC 2024. Dass es Apple in dieser Zeit nicht geschafft hat, die KI-Assistentin fit für die EU-Regularien zu machen, wirft Fragen auf. Und einen Zeitplan für die Einführung der Siri AI in der EU gibt es laut Apple nicht. Für iPhone- und iPad-Nutzer heißt es also weiter, sich in Geduld zu üben.

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David Wellenbrock

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