Nächster “Datenschutz-Skandal” bei Amazons Alexa – Mitarbeiter kennen auch die Adresse

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Erst vor ein paar Wochen berichtete ich über den von Bloomberg aufgedeckten Fall des Umganges mit persönlichen Daten, die von Amazon über Alexa gesammelt wurden. Nun hat Bloomberg weitere interessante Fakten aufgedeckt.

 

Amazon Mitarbeiten kennen die Adressen der Nutzer

Vor ein paar Wochen ging es noch darum, dass die Daten der Nutzer, auch von Amazons Mitarbeitern ausgewertet und angehört werden konnten. Diese Einstellungen kann übrigens jeder selbst in derAlexa App zulassen oder aber auch unterbinden.

Hier noch einmal kurz die Anleitung, dich damals schon geschrieben hatte:

Ihr könnt in den Einstellungen der Alexa App, die Auswertung eurer Daten unterbinden!

  1. Geht in die Einstellungen
  2. Navigiert zu eurem Alexa-Konto
  3. Geht auf Alexa Datenschutz
  4. Dort findet ihr dann den Punkt: Legen Sie fest, wie Ihre Daten Alexa verbessern sollen.

Nun deckte Bloomberg aber ausserdem auf, dass die Mitarbeiter nicht nur Daten wie die eigentliche Konversation anhören können, sondern sogar Zugriff auf weitere personenbezogene Daten haben. Darunter den Standort und die Konten der Nutzer. Somit ließen sich diese ortsbezogenen Daten in eine Karten-App eingeben und der genaue Standort des Nutzers bestimmen. 

Diese Infos kommen laut Bloomberg von 5 Mitarbeitern, die eigentlich eine Verschwiegenheitserklärung zu dem Programm unterzeichnet hatten. Es gibt allerdings auch keine Informationen dazu, dass es unrechtmäßige Machenschaften mit diesen Daten gab. 

Gegenüber Bloomberg gab Amazon auch ein Statement ab, das sich vor allem auf die Sicherheit der Daten bezog. Es gäbe lediglich eine “limitierte Anzahl an Mitarbeitern”, die Zugriff auf diese Daten hätten und selbstverständlich würden diese “hochgradig kontrolliert”. Was die Mitarbeiter im Umgang mit den Daten anginge, gäbe es “keinerlei Toleranz”. Nach dem von vor ein paar Wochen aufgedeckten Fall, wurde wohl auch schon einigen Mitarbeitern, der Zugriff auf das System entzogen.

Ich bin ja offensichtlich Freund und Nutzer von Sprachassistenten und auch dafür, dass diese weiterentwickelt werden. Dennoch finde ich es wichtig, dass im Umgang mit den Daten seitens Amazon transparenz herrscht und jeder wissen sollte, welche Daten wo, wie und wann verwendet werden.

Besonders die Tatsache, dass Mitarbeiter eine Verschwiegenheitserklärung zu diesem Projekt unterzeichnen müssen, macht mich betrübt und nachdenklich. Das ist nicht unbedingt förderlich, was das Vertrauen in die Firma Amazon angeht.

Wie denkt ihr darüber?

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Quelle

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  1. becksblues am

    Ich bin genau deiner Meinung. Spätestens wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, kann er mit den Daten handeln. Sehr bedenklich.

  2. Ernst Böckli am

    Hier sieht man wieder deutlich wie Datenschutz zu verstehen ist: Alle deine daten werden vor dir geschützt aber alle anderen kennen sie!!! Dieser lockere Umgang und die von Dir angemahnte Intransparenz ist eine unglaubliche Schweinerei: Hinz und Kunz bei Amazon haben Zugriff darauf wo ich wohne,was ich sage etc. Dumm wenn Du in einem Telefonat Kontonummern oder Passwörter erwähnst und Alexa gerade mithört…klar ist das diese Mitarbeiter Daten durchstechen, zum ordentlichen Preis. Das ganze schadet der weiteren Ausbreitung von Sprachassistenten!!! Die Optionen müssen unterteilt werden zB. ich stimme zu das Mitarbeiter gehörtes auswerten dürfen aber keinen Zugriff auf weitere Daten haben…was mich betrifft werde ich als Konsequenz jetzt jedenfalls die Auswertung unterbinden. Geht mir gegen den Strich weil ich ja will das Alexa verbessert wird….aber so nicht. Mich als Kunden hintergehen ist kein guter Schachzug von Amazon. Erst wenn klar wird was weiter in dieser Sache unternommen wird entscheide ich ob ich wiueder aktiviere….

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