Peloton schreibt überraschend schwarze Zahlen und fokussiert sich nun auf die „Gesundheitsspanne“ der Kunden für nachhaltigen Erfolg.
Peloton im Aufschwung: KI soll individuelle Trainingspläne erstellen
Während der Corona-Pandemie der Boom, nach der Pandemie der Absturz. So lässt sich die Geschichte von Peloton vielleicht ganz gut zusammenfassen. Wegen der Lockdowns erlebte das Geschäft mit den Hometrainern und den dazugehörigen Kursen einen Aufschwung, doch nachhaltig etablieren konnte sich das Modell nicht. Anleger verloren viel Geld und auch ein Verkauf stand im Raum.
Doch nun machte die Peloton in diesem Quartal überraschend Gewinn, wie das US-amerikanische Unternehmen bekannt gab. Die Aktie legte daraufhin um über 19 Prozent zu, weshalb sich die neue Strategie auszuzahlen scheint. Denn der Fokus richtet sich nun stark auf die „Gesundheitsspanne“ der Kunden, wie der neue CEO Peter Stern betonte. „Die Definition eines erfüllten Lebens befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel. Das ultimative Ziel ist nicht mehr nur ein langes Leben, sondern ein gesünderes, erfüllteres Leben“.
Daten von Fitnesstrackern oder Smartwatches sollen gezielt genutzt werden, um Gesundheit und Fitness zu optimieren. Firmen wie Whoop und Withings, aber auch die großen Player wie Google, Samsung und Apple haben diesen Trend längst erkannt. Nun will Peloton nachziehen: Mithilfe von KI sollen die Daten ausgewertet und so individuelle Trainingspläne erstellt werden können.
Peloton kürzt Stellen
Stern hat diese Maßnahme zur Kundenbindung als einen wichtigen Faktor bei der Wiedergenesung seines Unternehmen ausgemacht. Denn die Lage bei Peloton ist trotz der guten Zahlen im letzten Quartal alles andere als rosig. Rund 6 Prozent der Stellen weltweit werden gestrichen, auch ansonsten der Sparstift angesetzt. „Unsere Betriebskosten sind nach wie vor zu hoch, was unsere Investitionen in die Zukunft behindert“, so Stern. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, (…) aber wir glauben, dass sie für die langfristige Gesundheit unseres Unternehmens notwendig ist.“
Wie genau die angekündigten Neuerungen umgesetzt werden und ob die Strategie wirklich zum nachhaltigen Erfolg führt, bleibt aber erstmal abzuwarten.
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