Raspberry Pi erweitert die Touch-Display-2-Reihe um eine deutlich größere Variante. Nach den Versionen mit 5 und 7 Zoll (ca. 18 cm) steht nun ein 10-Zoll-Modell bereit, das sich vor allem für größere Steuerzentralen im Smarthome eignet.
Größeres Display, höhere Auflösung, mehr Touchpunkte
Das neue Modell misst 10,1 Zoll (ca. 26 cm) in der Diagonale, umgerechnet knapp 25 Zentimeter. Damit setzt sich das Display deutlich von den kleineren Geschwistern ab und richtet sich an Projekte, bei denen mehr Fläche zum Ablesen und Bedienen gebraucht wird, etwa Kiosk-Systeme, Werkstatt-Terminals oder eben Steuerpanels für die Haussteuerung.

Bild: Raspberry
Neben der Größe hat Raspberry Pi auch an der Technik gearbeitet. Das Panel löst mit 1200 × 1920 Pixeln im Hochformat auf und bietet damit ein schärferes Bild als die 5- und 7-Zoll-Ausführungen. Der Blickwinkel liegt bei 85 Grad, die Anzeige nutzt IPS-Technik mit 24-Bit-RGB-Farbtiefe und eine matte, entspiegelte Oberfläche. Die maximale Helligkeit gibt Raspberry Pi mit 400 cd/m² an.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Touch-Erkennung: Das 10-Zoll-Display erkennt bis zu zehn Finger gleichzeitig, bei den kleineren Varianten sind es fünf. Für Steuerpanels mit mehreren Bedienelementen auf einem Bildschirm macht das einen praktischen Unterschied, etwa wenn mehrere Schaltflächen für Rollläden, Heizung oder Beleuchtung nah beieinander liegen.
Nur mit Raspberry Pi 5 kompatibel
Die höhere Auflösung hat einen Preis bei der Kompatibilität. Das 10-Zoll-Display benötigt vier DSI-Datenleitungen statt der bisherigen zwei. Damit läuft es ausschließlich am Raspberry Pi 5 sowie an aktuellen Compute-Module-IO-Boards. Der Raspberry Pi 4, ältere Modelle und die Zero-Reihe fallen als Basis raus. Wer eine Steuerzentrale mit einem älteren Raspberry Pi plant, muss also bei den 5- oder 7-Zoll-Varianten bleiben oder zunächst auf den Pi 5 umsteigen.
Der Anschluss läuft wie bei den anderen Touch-Display-2-Modellen direkt über die Hauptplatine, sowohl für die Datenübertragung als auch für die Stromversorgung. Ein Netzteilkabel, ein Ribbonkabel sowie Montageschrauben liegen bei. Unter Raspberry Pi OS ist keine Kalibrierung nötig, das Betriebssystem erkennt Touch-Eingaben, Bildschirmrotation und Helligkeitssteuerung ohne zusätzliche Treiber.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bildschirmdiagonale | 10,1 Zoll (ca. 25 cm) |
| Auflösung | 1200 x 1920 Pixel |
| Touch | Kapazitiv, bis zu 10 Finger |
| Blickwinkel | 85 Grad |
| Helligkeit | 400 cd/m² |
| Abmessungen | 161,8 x 247,3 mm |
| Anschluss | DSI, 4 Datenleitungen |
| Kompatibilität | Raspberry Pi 5, Compute-Module-IO-Boards |
Was das Display kosten soll
Raspberry Pi nennt einen Preis von 80 US-Dollar, umgerechnet rund 73 €. Ein offizieller deutscher Preis lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei den bekannten Fachhändlern noch nicht durchgehend vor, dürfte aber wegen Steuern und Versand über dem reinen US-Preis liegen. Das Display ist über das Netzwerk der von Raspberry Pi anerkannten Fachhändler erhältlich, die Produktion ist laut Hersteller mindestens bis Januar 2030 gesichert.
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