Bissell SpinWave Robot im Test – Die starke und rotierende Wischfunktion!

Die verschiedensten Wischfunktionen bei Saug- und Wischroboter sind inzwischen schon überall bekannt. Entweder ziehen sie Wischtücher hinter sich her oder sie schrubben mit oszillierenden Wischplatten den Boden. Der Bissel SpinWave Robot hat eine etwas andere Art der Wischfunktion spendiert bekommen. Mit rotierenden Wischpads soll der Roboter auch stärkere Verschmutzungen vom Boden wischen können.

Bissell SpinWave Robot – Eine andere Art der Wischfunktion

Der Bissell SpinWave Robot sieht schon beim ersten Hinschauen interessant aus. Was direkt auffällt, sind die zwei Wischplatten am Heck des Roboters. Diese rotieren beim Wischvorgang, was für eine bessere Wischleistung sorgen soll. Jedoch besitzt der Roboter weder eine Laser-Navigation, noch ist das parallele Wischen und Saugen möglich.

Ein Saug- und Wischroboter muss nicht nur in der Wischleistung punkten, sondern als Gesamtpaket zuverlässig  funktionieren. Ich habe den Roboter nun eine ganze Weile testen können und kann euch hier meine Erfahrungen zu diesem Produkt weitergeben. Ob der Roboter, der stolze 450 € teuer ist, sein Geld wert ist, das erfahrt ihr in meinem Testbericht.

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei der Firma Bissell bedanken, die mir den Bissell SpinWave Robot für den Test zur Verfügung gestellt hat.

Bissel SpinWave Kaufen

Technische Daten und Zubehör des Bissel SpinWave

Allgemein

Erscheinungsdatum09/2020
Maße Saugroboter (L/B/H)32,7 x 32,7 x 8,5 cm
Gewicht--
Saugleistung1500 pa
Volumen Staubbehälter400 ml
Volumen Wassertank400 ml
Lautstärke55 dB

Laufzeit

Akkukapazitat--
max. Ladedauer--
max. Saugdauer130 Minuten

Saugergebnis im Test

Laminat--
Teppich--
Hindernissüberwindung (90° Kante)--

Navigationsart

Gyroskop

Wischfunktion

aktive Wasserzufuhr

Features

Oszillierende Wischfunktion
Teppicherkennung Wischen

Geeignet für

Bis 100 qm
Hartböden

Von uns getestet 

Der Lieferumfang

Der Bissell SpinWave Robot bekommt eine gute Auswahl an Lieferumfang mit auf den Weg, der für einen direkten Einsatz und einer zukünftigen Wartung gemacht ist. Im Lieferumfang befindet sich:

    • Der Roboter mit Staubbehälter
    • Eine Ladestation
    • Insgesamt 2 Filter
    • Insgesamt 4 Seitenbürsten
    • Das Netzkabel
    • Eine Unterlegplatte
    • 2 Bissell Reinigungsmittel
    • Der Wischtank
    • 4 Wischpads
    • Ein Reinigungswerkzeug
    • Ein Katalog

Schön finde ich, dass Bissell zwei Testflaschen an Reinigungsmittel mitgibt, die für eine noch tiefenreinere Wischleistung sorgen sollen. Ebenso ist ein weiteres Kit für die erste Wartung dabei, die anfallende Kosten etwas weiter in die Zukunft verschiebt. Eine Fernbedienung wäre noch wünschenswert gewesen.

Das Zubehör

Der Roboter verfügt über eine Kombibürste, die sowohl aus härteren Borsten, wie auch feinen Gummilamellen besteht. Die Seitenbürsten des Saug- und Wischroboters sehen ebenfalls sehr besonders aus, da sie aus vielen Bürstenarmen bestehen und nicht nur, wie man es eigentlich gewohnt ist, aus vier Armen. Ein Reinigungswerkzeug für die wöchentliche Bürstenreinigung ist dabei und verfügt über ein eingebautes Messer, um lange Haare entfernen zu können.

Der Roboter im Detail

Der kreisrunde und wunderbar verarbeitete Saug- und Wischroboter, kommt in einem hübschen Weiß in euer Zuhause. Abgerundet wird das edle Design mit einer auf der Oberseite aufgelegten Glasscheibe, die auf der Ladestation sogar durch einen weißen LED-Ring beleuchtet wird. Leider wird dieser nicht bei der Reinigung selbst aktiviert, sondern lediglich nur auf der Ladestation beim Andocken oder ein- und ausschalten bzw. beim Starten des Reinigungsvorganges. Auf der Oberseite befindet sich ein einziger Knopf, der durch längeres Drücken mehrere Funktionen befehligen kann. Seitlich am Roboter ist ein Powerschalter, der den Roboter komplett ausschalten kann. Über Nacht ist das eine gelungene Option, da der Knopf auf der Oberseite, im eingeschalteten Modus, dauerhaft leuchtet und nicht ausschaltbar ist. Auf der Front sitzt der gewohnte Bumper, der mit einer Gummileiste und einer Handvoll Infrarotsensoren ausgestattet ist.

Auf der Unterseite findet man 3 Absturzsensoren, die zuverlässig und immer genau arbeiten. Die Kombibürste wurde natürlich in die Mitte des Roboters eingesetzt und wird von den außergewöhnlich aussehenden Seitenbürsten bei der Reinigung unterstützt. Alle Bürsten sind für die Reinigung abnehmbar.

Der Staub- und Wasserbehälter

Es werden zwei verschiedene Behälter mitgeliefert. Der eine ist für den reinen Saugvorgang ausgelegt und verfügt über einen eingesetzten Filter. Zusätzlich wird der Filter durch ein feines und herausnehmbares Gitter vor groben Verunreinigungen geschützt. Der andere Behälter ist sichtbar nur für die Wischleistung gedacht. Jedoch besitzt auch dieser einen Schmutzauffang, der aber ohne Saugleistung nur den hereingefegten Schmutz auffängt. Am Behälter sind die zwei rotierenden Wischplatten angebracht und können auch nicht entfernt werden.

Die Ladestation & Unterlegplatte

Die Ladestation ist sehr einfach gehalten. Sie ist zwar gut verarbeitet, verfügt aber leider nicht über ein Kabelmanagement. Der Anschluss für das Ladekabel befindet sich nur rechts an der Ladestation. Wer es gerne aufgeräumt haben möchte, der sollte sich mit zusätzlichen Kabelbindern auseinandersetzen. Was ich persönlich richtig toll finde, ist die mitgelieferte und recht robuste Unterlegplatte, die einfach an die Ladestation angelegt werden kann. Diese verhindert das Ablegen der feuchten Wischpads nach der Reinigung auf dem nackten Boden und schont damit die empfindlichen Böden.

Die Navigation & Reinigungsleistung

Ein Saug- und Wischroboter ist erst richtig gut, wenn mehrere wichtige Faktoren zusammenspielen. Dabei ist die intelligente Navigation genauso Bestandteil, wie das Zusammenspiel der Bürsten mit der Saugleistung. Bei der Wischfunktion ist es wichtig sich, von Anfang an, nicht zu viel zu versprechen. Die Wischfunktion eines Saug- und Wischroboters ist dazu in der Lage, die Böden des eigenen Heims stetig von feinen Staubpartikeln und leichten Tier- bzw. Fußabdrücken zu säubern. Eine Tiefenreinigung ist nicht möglich, da der benötigte Druck auf den Boden dafür fehlt. Doch sind rotierende Wischpads hier vielleicht die Lösung für hartnäckige Flecken?

Die Navigation

Der Bissell SpinWave Robot wurde „nur“ mit der einfachsten Navigationsart ausgestattet. Das bedeutet, er verfügt leider nicht über einen Laser-Distanz-Sensor, der das Vermessen der eigenen vier Wände und eine genaue Kartendarstellung in der App ermöglicht. Er besitzt einen Gyroskopsensor, der dem Roboter zwar das Fahren von Bahnen erlaubt, jedoch kein intelligentes Handeln auf der Reinigungstour erlaubt. Genau genommen verfügt der Roboter über ein Gedächtnis, damit er weiß wo er schon war und wohin er noch muss. Diese Art der Navigation ist heute nur noch vereinzelnd bei den sehr günstigen Saugrobotern anzutreffen. Die neue und sich am besten bewährte Navigationsart ist tatsächlich die Laser-Navigation, die bei einem Preis von 450 € meiner Meinung nach mit enthalten sein sollte.

Der Roboter fährt in Bahnen durch die Räume, die jedoch mehr oder weniger etwas wackelig aussehen. Ebenso dauert es nicht lange, dann verschiebt er die Bahnen und er fährt teilweise etwas schräg durch die Zimmer. Das führt zu einer ewig langen Reinigung und viele Stellen werden sogar mehrmals befahren. Die Infrarotsensoren im Bumper des Roboters arbeiten sehr gut bei Wänden, jedoch zeigen sie ihre Schwächen bei dünnen Gegenständen wie Stuhlbeinen oder ähnlichem. Da rauscht er dann mit Kraft dagegen. Da bekam ich regelrecht Angst um meine Möbel, denen jedoch nichts passierte. Ebenso kleine Dinge wie Spielzeug oder Katzennäpfe stellen für den Roboter keine Herausforderung dar. Er fährt sie über den Haufen, verschiebt sie im Zimmer oder kracht mit Schwung dagegen. Da hätte ich mir eine viel feinere Sensorik im Bumper gewünscht.

Für meine ca. 70 qm große Wohnung brauch ein Saugroboter durchschnittlich 25 – 35 Minuten, um einen Reinigungsdurchgang abzuschließen. Der Bissell SpinWave Robot hat teilweise 1,5 Stunden dafür benötigt. Türschwellen und Kanten mit einer Höhe von 2 cm werden erfolgreich überwunden. Wenn die Türschwellen abgerundete Kanten besitzen, dann kann der Roboter sogar mehr schaffen!

Die Rückkehr zur Ladestation

Nach getaner Arbeit sollte der Roboter von allein an seine Ladestation fahren. Das macht der Bissell SpinWave Robot auch ganz zuverlässig, wenn die Station in dem Raum steht, in der er aufhört, mit reinigen. Sobald der Roboter sich etwas weiter weg von der Station befindet, findet er zu 80 % nicht mehr zurück. Dabei endet der Reinigungsvorgang in einem lauten Piepsen, welches der Roboter von sich gibt. Ebenso ist scheinbar ein intelligentes zurückfinden nicht möglich, da er nach der Reinigung plötzlich seine Wege völlig vergisst. Er irrt dann wild durch die Räume, bis die Ladestation in Sichtweite ist. Das kann aber wirklich sehr lange dauern und, wie schon erwähnt, in einem Streik mit rotem Lämpchen enden.

Was ich auch bemerkt habe ist, dass der Roboter, beim Anfahren auf die Ladestation, die angelegte Unterlegplatte verschiebt und somit die ganze Ladestation mit. Die Unterlegplatte verfügt zwar über Gummifüßchen, die aber durch die Kraft des Roboters nicht ausreichen. Ich musste die Platte mit doppelseitigem Klebeband auf dem Boden fixieren. Auch während der Reinigung kam es oft vor, dass der Roboter seine Ladestation völlig ignoriert und durch Anstoßen vor sich her schob. Das Gegenteil kann aber genauso passieren und er macht einen großen Bogen darum. Sehr schade! Beim Start einer Reinigung fährt der Roboter meistens schon so schräg von der Station herunter, dass er keine parallel zur Wand führenden Bahnen fahren kann.

Die Saugleistung

In meiner ca. 70 qm großen Wohnung, die von zwei Hauskatern bewohnt wird, stauen sich täglich Reste von Katzenstreu, Katzenfutter und Haaren, die durch die ganze Wohnung verteilt werden, an. Ich besitze privat einen Roboter einer anderen Firma, der über eine Absaugstation verfügt und der mit diesem Schmutz täglich wunderbar zurechtkommt. Somit ist mir bekannt, was möglich ist und was nicht.

Die Saugleistung des Bissell SpinWave Robot ist in 3 unterschiedlichen Stufen einstellbar. Auf der höchsten Stufe erreicht er laut Herstellerangaben 1500 pa. Das sollte schon ausreichen, um die Böden von grobem Schmutz zu befreien. Der Roboter ist selbst auf der höchsten Saugstufe noch angenehm leise, was mich sehr überrascht hat. Jedoch kam die Quittung schnell.

Wie ich leider feststellen musste, lässt der Roboter auf Hartboden immer wieder Schmutz liegen. Auf Teppichboden ist das Entfernen von tiefsitzendem Schmutz fast unmöglich für ihn. Das Ergebnis hat mich etwas enttäuscht und ich dachte erst, der Roboter sei vielleicht kaputt. Jedoch findet man immer wieder etwas im Staubbehälter, was diese Theorie widerlegte. Die Saugleistung finde ich persönlich für ein so teures Gerät zu schwach. Die Kombination aus Saugleistung und Hauptbürste scheint hier nicht zu harmonieren. Das sieht man dann im Endergebnis und man muss nochmals selbst saugen. Mit Haaren kommt er relativ gut zurecht, jedoch scheint ihm gröberer Schmutz wie Katzenstreu nicht zu gefallen.

Die Ecken- und Randreinigung

Bei der Ecken- und Randreinigung sieht es leider nicht anders aus. Die Seitenbürsten sind so kurz, dass sie nicht den Rand berühren, geschweige in eine Ecke kommen. Der Roboter fährt auch leider nicht wirklich sauber an einer Wand entlang, sondern stößt immer wieder mit dem Bumper dagegen, was ein Ausscheren des Roboters zufolge hat. Wenn er es mal geschafft hat, am Rand den Schmutz in die Mitte des Raumes zu kehren, dann scheitert meistens die Hauptbürste daran. In meinen Augen eine nicht ausreichende Leistung.

Die Wischleistung

Jetzt kommen wir zu dem spannendsten Teil, die Wischleistung! Und diese hat mich positiv überrascht. Nachdem der Roboter den Wischaufsatz angelegt hat und der Wassertank befüllt ist, geht der Spaß auch schon los. Auf der Oberseite des Tanks lässt sich kinderleicht Wasser einfüllen. Eine Anzeige an der Seite des Tanks weist sogar darauf hin, wie viel Wasser und wie viel Reiniger in den Tank sollen. Auf der Rückseite des Tanks befindet sich eine Öffnung, die für eingekehrten Schmutz gemacht wurde. Die Wasserausgabe ist in 3 Stufen regelbar, was das Gerät auch für empfindliche Böden eignet.

Sobald der Roboter aus der Station fährt, hält er zunächst an und sprüht aus der Mitte beider Wischpads Wasser auf den Boden, und zwar so ausreichend, dass ein vorheriges Befeuchten der Wischpads unnötig ist. Die Wischpads sind von Anfang an mit Wasser benässt und ziehen von der ersten Minute ab ein gleichmäßiges Wischbild hinter sich her. Dieses Wischbild ändert sich auch nicht, es bleibt bis zum Ende der Reinigung gleichmäßig befeuchtet. Sieht hervorragend aus und hinterließ bei mir ein streifenfreies Bild.

Der Tank ist dafür konzipiert, Reinigungsmittel der Firma aufzunehmen. Jedoch habe ich bei den zwei mitgelieferten Probefläschchen den gut duftenden Geruch vermisst. Irgendwann bin ich auf die BotClean-Variante umgestiegen, die ebenso einwandfrei funktionierte und schön duftete.

Ersetzt die Wischfunktion das Wischen von Hand?

Der Roboter schafft es, mit seinen zwei rotierenden Wischpads, sogar stärker verschmutzte Böden wieder rein zu wischen. Kaffeeflecken, Abdrücke von Katzenpfoten, sowie Regenwetter, dass man versehentlich mit in die Wohnung gebracht hat, bekommt der Roboter restlos sauber. Auch unebene Böden werden einwandfrei gewischt. Die Wischpads haben eine ausreichende Dicke, was das Ergebnis ausgezeichnet macht und das Wischen von Hand schon fast ersetzen könnte. Jedoch kommt der Roboter damit nicht ganz an die Ränder und die Navigation der Randreinigung ist mit den Wischpads auch nicht viel besser. Da muss dann von Hand nachgebessert werden. Leider ist die Navigation, wie schon angesprochen, nicht so gut und so wischt der Roboter auch gern mal kreuz und quer durch die Räume.

Dennoch finde ich, ist das die beste Wischleistung eines Kombigerätes, das ich je gesehen habe. Vorteilhaft stellte sich auch heraus, dass der Roboter bei einem leeren Wassertank die Reinigung beendet und das mit einem lauten Piepsen signalisiert.

Die Teppicherkennung

Wir sind es von früheren Saug- und Wischrobotermodellen gewohnt, Teppiche aus dem Weg zu räumen oder sogar Nichtwischzonen für den Roboter in der App einzurichten, damit dieser mit seinem nassen Wischtuch nicht über Teppiche fährt. Viele Geräte von Ecovacs können sogar so weit schon eigenständig agieren, dass sie Teppichböden durch einen eingebauten Ultraschallsensor erkennen und während des Wischvorgangs automatisch nicht befahren. Auch Roborock ist inzwischen auf die Ultraschallvariante umgestiegen. Dieses Prinzip hat auch der Bissell SpinWave Robot eingebaut bekommen und das funktioniert tadellos. Der Roboter meidet, bei eingesetzter Wischfunktion, streng das Befahren von Teppichböden. Dabei spielt es keine Rolle, wie dick oder dünn ein Teppichboden ist. Mit diesem Gerät wird es niemals nasse Teppichböden geben! Leider ist eine Verstärkung der Saugleistung auf Teppichböden nicht mit im Programm.

Die App

Die Saug- und Wischroboter der heutigen Zeit verfügen meistens über eine App, mit der man den Roboter steuern und verschiedene Aufgaben befehligen kann. Auch der Bissell SpinWave Robot hat eine App mitgeliefert bekommen, die jedoch sehr einfach gestrickt ist und funktional nicht sehr hoch angesetzt wurde.

Das Einrichten ins hauseigene WLAN-Netzwerk stellte sich als sehr einfach heraus. Man wird Schritt für Schritt durch ein bebildertes Tutorial geleitet, das zwar etwas falsch übersetzt wurde, jedoch jedem schlussendlich das Einrichten ermöglicht. Wenn das vollzogen ist, kommt man auf eine Hauptseitenansicht, die sofort einige Informationen bereitstellt. So ist es direkt möglich, die Reinigungshistorie anzusehen oder durch kleine Videos zu streifen, die den Roboter und seine Funktionen erklären.

Die Steuerung

Wenn man auf der Hautseite mit dem Finger von unten nach oben wischt, kommt man in ein Menü, das die Steuerung des Roboters erlaubt. Dort sieht man auch sofort, dass der Roboter keine Karte anlegen kann. Man kann ihn also nicht in verschiedene Zimmer schicken, noch sind Sperrzonen oder Nichtwischzonen einsetzbar. Man findet lediglich ein großes Rundes Play Zeichen, mit dem man den Roboter starten kann. Unter diesem sind dann die Einstellungen zur Reinigung möglich. Es ist sowohl einstellbar mit welcher Saugleistung der Roboter saugen soll oder wie viel Wasser er auf die Wischpads abgeben soll. Ebenso kann man die Reinigung einfach pausieren oder ihn zur Ladestation zurückschicken. Der Spot-Clean-Modus ist ebenfalls aktivierbar. Das war’s auch schon.

Am oberen Bildschirmrand ist die Akkuanzeige eingesetzt, die leider mehr als verwirrend ist. Nach 5 Minuten Fahrt, zeigt er schon einen niedrigen Akkustand an, hält jedoch noch mehr sehr lange durch. Ebenso ist es nicht möglich, zu sehen wann der Roboter wieder voll aufgeladen ist. Das Akkusymbol zeigt auf der Station immer einen grünen Akku an, der geladen wird. Schade.

Einen Reinigungsplan erstellen

Der Bissell SpinWave Robot ist in der Lage, durch einen zuvor eingestellten Zeitplan, seine Reinigung automatisch zu beginnen. Dabei ist es durchaus machbar, ihn zu verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Tagen, mit verschiedenen Saug- und Wischleistungen starten zu lassen. Das vollführt der Roboter auch wunderbar zuverlässig, jedoch findet er oft nicht mehr zur Ladestation zurück und die nassen Wischpads parken dann auf dem empfindlichen Laminatboden, bis man ihn zur Ladestation zurückträgt.

Die Instandhaltung

In der App ist ebenfalls eine Instandhaltung des Roboters einsehbar. Dort wird einem angezeigt, wie lange die Verbrauchsgegenstände wie Filter, Bürsten, Wischpads, ja sogar das eingefüllte Reinigungsmittel noch hält. Somit ist das rechtzeitige Nachbestellen der Ersatzteile kein Thema mehr.

Mein persönliches Fazit

Die Firma Bissell schickt einen sehr hochwertig verarbeiteten Reinigungsroboter ins Rennen, der autonom die Arbeit seiner Besitzer abnehmen soll und mit einer selten gesehenen Wischfunktion glänzt. Diese funktioniert auch super toll. Durch die Rotation und der Dicke der Wischpads schafft der Roboter den Boden sogar von hartnäckigeren Verschmutzungen zu befreien. Das Meiden von Teppichböden während der Wischfunktion ist zuverlässig, das Einfüllen von Reinigungsmitteln in den Wassertank möglich! Der mitgelieferte Zubehörumfang stellt sich auch als sehr zufriedenstellend heraus und eine robuste Unterlegplatte für den Roboter ist auch dabei.

Jedoch muss ein Saug- und Wischroboter nicht nur ausgezeichnet wischen können, sondern sollte ein gelungenes Gesamtpaket darstellen. Da sehe ich große Schwächen, da der Roboter eine veraltete Navigation besitzt, die nicht mal älteren Geräten das Wasser reichen könnte. Die Reinigungsleistung beim Saugen ist leider sehr verbesserungswürdig, die Ecken- und Randreinigung nicht wirklich vorhanden. Der Umgang mit der eigenen Ladestation sollte feiner eingestellt werden und dem Roboter sollte ein Lageplan für den Rückweg dorthin mitgegeben werden, da er sie sonst gar nicht erst wiederfindet. Die Appsteuerung ist nur minimalistisch, die Funktionsfülle viel zu klein.

Der Bissell SpinWave Robot stellt sich im Test eher als Wischroboter mit ausgezeichnetem Wischbild dar, der eine Saugfunktion als positiven „Ab und zu mal“ Zusatz spendiert bekommen hat. Von einer zuverlässigen Saug- und Wischkombination kann man hier jedoch leider nicht sprechen.

Kaufen oder nicht kaufen?

All die aufgezeigten Punkte sind an sich vertretbar, wenn der Roboter für einen Preis um die 200 – 250 € angeboten wird. Jedoch ist das nicht der Fall! Der Bissell SpinWave Robot ist für eine UVP von 449 € zu erwerben, was in meinen Augen viel zu überteuert ist. Natürlich sprechen wir hier von einem Markenprodukt, welches eben seinen Preis kostet. Jedoch gibt es in diesem Preissegment andere Saug- und Wischroboter, die nicht nur mit einer besseren Saugleistung, Navigation und Appsteuerung daherkommen, sondern auch recht gute Wischfunktionen bereitstellen.

Wer seinen Fokus auf die Wischfunktion legen möchte, sich jedoch im Klaren ist, dass ein Wischen von Hand nicht komplett ersetzt werden kann, eine Saugfunktion weniger benötigt und bereit ist, knapp 450 € dafür auszugeben, für den ist das Gerät eine Option. Man muss aber auch bedenken, dass die Wohnung nicht größer als 2 Zimmer betragen darf, da der Roboter ja nicht mehr zur Station zurückfindet. Ich persönlich kann hier leider keine Kaufempfehlung aussprechen, auch wenn mir das Design und die Wischfunktion sehr gefallen. Die schlechten Eigenschaften des Geräts sind leider überwiegend. Da würde ich noch auf den bald kommenden Ecovacs Deebot N9 warten, der ebenfalls zwei rotierende Wischpads an Bord haben soll und sicherlich mit einer besseren Saugleistung und Navigation auftrumpfen wird.

Ihr wollt mehr über Saug- & Wischroboter wissen? Dann tretet doch unserer „Saug- & Wischroboter-Gruppe“ auf Facebook bei. Dort findet ihr eine riesige Community, mit der ihr euch zu dem Thema austauschen könnt! Falls du auf der Suche nach einem neuen Saugroboter bist, hilft dir unser Tool der Saugroboter Finder weiter!

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