Mit dem Roborock Q7 L5+ hat der Hersteller einen besonders günstigen Saugroboter mit Wischfunktion im Portfolio. Wir haben das Low-Budget-Gerät ausführlich getestet.
KURZFAZIT | So gut ist der Roborock Q7 L5+
Der Roborock Q7 L5+ überzeugt im Test als echter Preis-Leistungs-Tipp. Für rund 200 € bietet er eine zuverlässige Lasernavigation, eine Absaugstation und eine solide Wischfunktion – Features, die in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich sind. Besonders die gute Saugleistung auf Teppich sowie die intuitive App-Steuerung stechen positiv hervor. Abstriche gibt es bei der fehlenden Hinderniserkennung, der Haarverwicklung an der Bürste und der Randreinigung beim Wischen. Insgesamt ist der Q7 L5+ eine starke Wahl für aufgeräumte Haushalte mit begrenztem Budget.

Preise aktualisiert 29.04.26
SCHNELL-CHECK | Für wen lohnt sich der Saugroboter?
- Ideal für: Preisbewusste Haushalte, die auf den Komfort einer Absaugstation nicht verzichten möchten
- Geeignet für: Wohnungen mit gemischten Böden, die vor allem saugen möchten
- Weniger geeignet für: Haushalte mit vielen herumliegenden Gegenständen, vielen Haaren (Tiere) oder hohem Anspruch an Rand- und Wischleistung
- Highlights: Schnelle Navigation, Saugleistung auf Teppich, geringer Preis
VOR- & NACHTEILE | Roborock Q7 L5+
- Zuverlässige Lasernavigation
- Kompaktes Format
- Gute Saugleistung
- Wischfunktion mit aktiver Wasserzufuhr
- Absaugstation
- Günstiger Preis
- Keine Hinderniserkennung
- Kleiner Staubbehälter
TEST | Gut und günstig?
Roborock ist bekannt für seine zahlreichen Top-Modelle, doch was können die Saugroboter in den unteren Preisklassen? Der Q7 L5+ ist bei einem Preis von rund 200 € naturgemäß nicht mit allen Premium-Features gesegnet, kommt aber dennoch mit Absaugstation, Lasernavigation und Wischfunktion. Wie sich das Low-Budget-Gerät im Alltag schlägt, zeigt unser ausführlicher Test.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Roborock, die uns den Q7 L5+ für unseren Test zur Verfügung gestellt haben.
TECHNISCHE DATEN & ZUBEHÖR | Roborock Q7 L5+
Allgemein
Laufzeit
Saugroboter
Saugen & WischenAktive Wasserzufuhr
Teppicherkennung Saugen
Teppicherkennung Wischen
Keine Kamera (RGB)
Keine Kamera (dTOF/SLAM)
Reinigungsstation
Absaugstation inklusiveNavigationsart
LDS (Laserdistanz)Geeignet für
HartbödenHaustiere / viele Haare
Teppichböden
Über 100 qm
Apps & Software
Ja, eine AppMehrere Karten
Virtuelle Grenzen
Virtuelle Raumeinteilung
3D-Karte
Amazon Alexa
Google Assistant
Siri
Herstellerangaben ohne Gewähr
Wie sich die Testnote zusammensetzt, zeigen wir anhand der folgenden Tabelle transparent auf. Die Infosymbole helfen dir dabei, unsere Bewertung nachvollziehen zu können.
TESTERGEBNISSE | So gut hat der Roborock Q7 L5+ abgeschnitten!
| Test Performance 3,8 (Ausreichend) - Preis Leistung 2,0 (Gut) | Ergebnis |
|---|---|
| Note Saugen: 2,6 (Befriedigend) | |
| Saugleistung Laminat | 97,02 von 100 |
| Saugleistung Teppich | 86,02 von 100 |
| Saugleistung Teppich hoch | 61,7 von 100 |
| Saugleistung Haare Laminat | 6,9 von 10 |
| Saugleistung Haare Teppich | 6,8 von 10 |
| Saugleistung Haare Teppich hoch | 4,1 von 10 |
| Fugen | 0,75 von 56 |
| Ecken Maiskörner | 3 von 5 |
| Ecken Kaffee | 0,5 von 4 |
| Note Wischen: 5,5 (Mangelhaft) | |
| Wischleistung Fläche Schmutz entfernen | 2,5 von 4 |
| Wischleistung Fläche Schmutz aufnehmen | 1,5 von 4 |
| Wischleistung Rand | 0 von 4 |
| Wischleistung Struktur aufnehmen | 1,5 von 4 |
| Wischleistung Kaffee | 0 von 4 |
| Note Navigation: 3,6 (Ausreichend) | |
| Navigation | 3,75 von 5 |
| Navigation Teppich | 15,5 von 21 |
| Navigation Dauer Testraum | 71 von 80 / 49 min |
| Wisch Dauer | 40 von 40 / 7 min |
| Stühle | 8 von 15 |
| Hinderniserkennung | 0 von 53 |
| Klettern | 2,1 von 6 |
| Note Technik: 3,9 (Ausreichend) | |
| Reinigungsstation | 5 von 15 |
| Wischtechnologie | 2 von 10 |
| Verbrauch Testraum | 33 von 45 / 27 % |
| Bauform | 4 von 5 |
| App | 4 von 4 |
| Qualität | 4 von 4 |
| Besonderheiten | -5 |
| — Testbilder 1/17 Tipp: Pfeiltasten ◀▶ oder wischen (mobil) | |
Weitere Infos
| |
Testergebnisse ohne Gewähr
LIEFERUMFANG | Mit Absaugstation
Der Roborock Q7 L5+ wird mit einer Absaugstation geliefert, die einen Großteil des Lieferumfangs einnimmt. Ansonsten liegen noch ein Staubbeutel für die Station, die Bedienungsanleitung und eine Unterlage bei. Diese kann vor der Station auf den Boden geklebt werden, damit das feuchte Wischtuch nicht auf den Untergrund tropft.

DESIGN | Ein kompakter Haushaltshelfer
Beim Blick auf das Gerät fällt sofort auf, dass der Q7 L5+ kleiner ist als andere Modelle. Oft haben Saugroboter Durchmesser von ca. 35 cm, hier sind es 32,5 cm. Somit ist das Gerät schön kompakt und dürfte sich auch in engeren Haushalten wohlfühlen. Ob die Größe auch Nachteile in sich birgt, finden wir später heraus. Der Saugroboter samt Station sind wie gewohnt größtenteils aus Kunststoff gefertigt und für diese Preisklasse hochwertig verarbeitet.

Oberseite | Laserturm und Tastensteuerung
Auf der Oberseite des Geräts sitzt der fest verbaute Laserturm, der die Navigationstechnik beherbergt. Davor dienen zwei Tasten der manuellen Steuerung. Ansonsten aber ist die Oberseite blank gehalten, lediglich das Roborock-Logo und ein Sticker mit QR-Code zur Ersteinrichtung sind noch zu finden. Einen Deckel oder eine Abdeckung gibt es hier nämlich nicht.

Front, Seite, Heck | An den Sensoren wird gespart
Der Blick auf die Seiten des Geräts offenbart die Preisklasse, hier spart Roborock an einigen Stellen. Der klassische Bumper in der Front wird nämlich nicht von einer Hinderniserkennung unterstützt, wie es die schwarze Aussparung vorn zunächst vermuten lassen könnte. Außerdem verzichtet der Hersteller auf einen Wandabstandssensor, der präzisere parallele Fahrten ermöglichen würde. Wie sich die fehlende Sensorik des Q7 L5+ auswirkt, sehen wir später im Test.

Am Heck sind dann die Ladekontakte zu sehen sowie der nach hinten herausnehmbare Kombitank, an dem auch die Wischeinheit befestigt ist. Mittig befindet sich der Absaugschacht, über den der Staubbehälter entleert wird.
Unterseite | Einfache Wischplatte
Auf der Unterseite kommen dann die wichtigen Reinigungskomponenten zum Vorschein. Mittig sitzt die Saugeinheit mit der Hauptbürste, die von einer kleinen Seitenbürste unterstützt wird. Die Wischeinheit besteht aus einem Tuch, das auf einer Platte befestigt ist. Vorn am Rand sind dann noch die Absturzsensoren zu sehen.

KOMBITANK | Staubbehälter und Wassertank in einem
Der große Kombitank kann über die Rückseite des Roboters entnommen werden. Hier wird zum einen der aufgesaugte Schmutz zwischengelagert, bis er von der Station abgesaugt wird. Zum anderen kann in die 270 ml fassende Kammer Frischwasser eingefüllt werden, um das Wischtuch während der Fahrt zu befeuchten.

WISCHPLATTE | Manuell entfernbar
Die Wischeinheit ist recht rudimentär aufgebaut und besteht aus einer einfachen Platte samt Tuch, das über den Boden geführt wird. Dabei gibt es allerdings keinerlei mechanische Bewegung, um Flecken besser zu lösen. Durch den direkten Kontakt zum Kombitank wird der Wischmopp während der Fahrt mit Wasser beträufelt.

Vor dem Reinigungsdurchgang solltest du das Tuch aber unter fließendem Wasser nass machen. Im Anschluss an die Aufgaben musst du das Wischpad dann eigenhändig wieder reinigen. Um den Roboter im reinen Saugmodus zu nutzen, kann die Platte, an der das Wischtuch per Klett haftet, auch einfach abgenommen werden.

Preise aktualisiert 29.04.26
HAUPTBÜRSTE | Kombination aus Borsten und Gummilamellen
Die Bürste der Saugeinheit lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen. Sie ist abwechselnd mit Borstenreihen und Gummilamellen geformt. So soll der Schmutz effektiv vom Boden aufgenommen werden. Wie gut das funktioniert und ob sich Haare verheddern, sehen wir später im Test.

Seitenbürste | Klein, aber fein
Die kleine Seitenbürste soll den Dreck aus Ecken und vom Rand vor den Saugschacht kehren. Sie ist speziell gegen das Verheddern von Haaren konzipiert und kann weder ausgefahren noch angehoben werden. Das ist in dieser Preisklasse jedoch alles andere als ungewöhnlich.

BASISSTATION | Mit Absaugfunktion
Für zusätzlichen Komfort sorgt die Basisstation, an der der Roborock Q7 L5+ nicht nur lädt, sondern auch seinen Staubbehälter entleeren kann. Die Station ist in der Farbe des Roboters gehalten und ebenfalls schön kompakt, sodass sie leicht einen Platz in der Wohnung findet.

Andocken | Laden und entleeren
Im unteren Bereich sitzen die Kontakte, über die der Akku des Saugroboters geladen wird. Dazwischen ist die große Öffnung zu sehen, über die der Schmutz abgesaugt wird.

Staubbeutel | Unter dem Deckel
Der Schmutz landet dann in einem Beutel, der unter dem Deckel auf der Oberseite sitzt. Bei Entnahme verschließt sich der Staubbeutel direkt, ohne dass du mit dem Dreck in Berührung kommst. Je nach Nutzungsverhalten muss der Beutel regelmäßig gewechselt werden.

STROMVERBRAUCH | So viel benötigt der Roborock Q7 L5+
Während des Ladens, Absaugens und im Stand-by verbraucht der Roborock Q7 L5+ natürlich Strom. Diese Werte, die naturgemäß schwanken und daher als Richtwerte zu verstehen sind, haben wir bei den unterschiedlichen Vorgängen ermittelt:
| Roborock Q7 L5+ | Stromverbrauch (ungefähr) |
| Stand-by | 1,8 W |
| Laden | 15,3 W |
| Absaugen | 450 W |
NAVIGATION | Die Stärke der Roborocks?
Nach dem ausgiebigen Blick auf das Gerät schauen wir nun darauf, wie sich der Roborock Q7 L5+ in unserem Praxistest schlägt. Für die Navigation nutzt der Roborock die LDS-Technik, die in einem Turm auf der Oberseite sitzend mit seinen Sensoren die Umgebung scannt. Daraufhin erstellt der Roboter eine detaillierte Karte des Haushalts und findet sich so zurecht.

Praxis | So gut navigiert der Q7 L5+
In unserem großen Testraum mit vier unterteilten Räumen fährt der Roborock Q7 L5+ alle Bereiche nacheinander ab. Dabei bewegt er sich in geraden Bahnen, geht logisch und nachvollziehbar vor und bearbeitet die Bereiche jeweils von außen nach innen. Allerdings lässt der Saugroboter den kleineren Bereich unter dem Schreibtisch teilweise aus, was den Gesamteindruck etwas trübt. Auch der fehlende Wandabstandssensor macht sich gelegentlich bemerkbar, wenngleich er keine gravierenden Schwächen offenbart.

Flache Möbel | Maßarbeit unter dem Couchtisch
Mit einer Bauhöhe von 9,9 cm bleibt der Roborock unter der magischen Grenze von 10 cm. Somit ist der Saugroboter noch flach genug, um auch unter einigen Möbeln zu reinigen. Wir testen das mit einem Couchtisch in unserem Wohnzimmer, dessen Streben 10 cm hoch sind. Der Q7 L5+ passt exakt darunter und kann so ununterbrochen reinigen.

Akkulaufzeit | Schnell unterwegs
Für den 25 Quadratmeter großen Raum benötigt der Roborock Q7 L5+ in unserem Test nur 49 Minuten (1,96 min/m²) und ist damit ziemlich zügig unterwegs. Der Akkuverbrauch lag bei 27 % (1,08 %/m²). Somit ist das Gerät auch für größere Haushalte geeignet.

Teppiche | So gut kommt er zurecht
Mit den vier ausgelegten Teppichen kommt der Saugroboter insgesamt sehr gut zurecht. Den blauen hochfloorigen Teppich verschiebt der Q7 L5+ in einem Durchgang zwar, beim zweiten Mal kann er aber auch diesen Teppich gut saugen. Auch die anderen drei meistert er vorbildlich. Eine starke Leistung.

In einem weiteren Testraum testen wir den Umgang mit einem runden und einem schwarzen Teppich. Auch hier zeigt der Roboter keine Schwächen beim Saugen. Allerdings zeichnet er keinen der Teppiche in der App ein – das gibt daher keine Punkte.

Schwingstühle | Sind die Streben ein Problem?
Im gleichen Raum stehen auch vier Schwingstühle, die jeweils anders geformte Beine haben. Hier testen wir, ob der Saugroboter schön an den Stuhlbeinen entlangfahren und auch unter der Sitzfläche reinigen kann. Bei drei Schwingstühlen geht der Q7 L5+ recht vorsichtig vor, verschiebt sie nur leicht oder gar nicht und fährt bei den abgerundeten Streben sogar in den Zwischenraum hinein.

Beim Schwingstuhl mit schwarzen, eckigen Stuhlbeinen (rechts oben) allerdings fährt er auf die Streben rauf. Das gleiche gilt für den Barhocker, der mit seinem glänzenden, leicht angeschrägten Standfuß dem Roborock Q7 L5+ einige Probleme bereitet.

Preise aktualisiert 29.04.26
HINDERNISSE | Keine Obstacle Avoidance
Ein wichtiger Bestandteil bei der Fahrt durch den Haushalt ist die Hinderniserkennung, um herumliegenden Objekten ausweichen zu können. Der Roborock Q7 L5+ hat allerdings keine spezifische Obstacle Avoidance, die Gegenstände erkennen könnte. Man sieht auch gut auf den Infrarotaufnahmen, dass der Roboter keinerlei Licht oder Laser nach vorn ausstrahlt. Daher solltest du vor der Reinigungsfahrt gut aufräumen. Auf unseren Hindernistest haben wir mangels entsprechender Funktion an dieser Stelle verzichtet.

Klettern | So hohe Hürden meistert der Roboter
Manche Hindernisse können aber nicht umfahren, sondern müssen überwunden werden. Im Testraum sind daher zwei unterschiedlich hohe Rohre angebracht, die der Roborock Q7 L5+ auch beide überqueren kann. Beim etwas höheren Rohr sieht man ihm die Anstrengung aber förmlich an.

Wir testen daher, wie hoch eine Schwelle maximal sein darf, damit der Roboter sie noch meistern kann. Wir erhöhen schrittweise unsere 90°-Kante und ermitteln: 2,1 cm schafft der Q7 L5+. Das ist angesichts der verbauten Hardware ein ordentlicher Wert.

SAUGEN | Reichen 8.000 Pa Saugkraft?
Die Navigation weiß also, Roborock-typisch, durchaus zu überzeugen. Interessant wird es nun bei den Reinigungsaufgaben. Wir stellen den Roborock Q7 L5+ vor die gleichen Herausforderungen wie alle anderen Saugroboter. Während aktuelle Flaggschiffe laut Datenblatt eine enorme Saugkraft von 30.000 bis 40.000 Pa aufweisen, kommt dieses Einsteigergerät mit „nur“ 8.000 Pa daher. Wie groß der Unterschied wirklich ist, testen wir normalerweise mit 100 g Schmutz, bestehend aus Vogelsand, Katzenstreu und Holzspänen.

Im ersten Anlauf zeigte sich allerdings schnell, dass diese Testmenge zu viel für den Staubbehälter des Roborock Q7 L5+ ist. Deshalb halbieren wir die Testmenge und verdoppeln im Anschluss das Ergebnis, um eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Saugrobotern zu gewährleisten. Den Nachteil des kleinen Staubbehälters bestrafen wir schließlich separat mit Punktabzug.
Hartboden | So gut saugt der Roborock Q7 L5+ auf Laminat
Der Saugroboter nutzt wie gewohnt seine höchste Saugstufe und fährt das kleine Testareal im Schachbrettmuster ab. Durch die gründliche Reinigung landen schließlich 97,02 % des auf Laminat verteilten Schmutzes im Behälter.

Teppich | So gut saugt der Roboter auf Kurz- und Hochflor
Auf dem Teppich geht der Roborock Q7 L5+ ähnlich vor und saugt so 86,02 % wieder auf. Das ist ein richtig starkes Ergebnis – vor allem in Anbetracht der Preisklasse.

Auch auf dem hochflorigen Teppich müht sich das Gerät durch die dichten Fasern und sammelt im Schachbrettmuster insgesamt 61,70 % wieder auf. Insgesamt also eine gute Saugleistung.

Haare | Wickeln sich Haare um die Bürsten?
Anschließend testen wir den Umgang mit Haaren und schauen, ob sie sich im Gerät verfangen oder problemlos aufgesaugt werden. Dazu verteilen wir 1 g Echthaar auf den drei Untergründen und schicken den Roboter wieder los.

Auf Laminat und auf Teppich kann der Roborock Q7 L5+ zwar alle Haare vom Boden aufnehmen. Beim Blick unter das Gerät zeigt sich aber, dass sich einige Haare um die Hauptbürste gewickelt haben.

Auf dem Hochflor-Teppich bleiben dann auch vereinzelt Haare im Testareal zurück, zudem verheddern sich auch hier viele Haare am Gerät. Die Hauptbürste bringt also Vorteile bei der Schmutzaufnahme mit, was die guten Saugergebnisse erklärt, hat aber Nachteile bei der Antihaaraufwicklung.

Eckenreinigung | So gut kommt der Q7 L5+ in Ecken
Um auch in Ecken besser zu reinigen, nutzt der Roborock Q7 L5+ eine kleine Seitenbürste. Die macht einen ordentlichen Job, angesichts der Tatsache, dass sie nicht zur Seite ausfahren kann. Im Test holt der Roboter drei der fünf diagonal in einer Ecke ausgelegten Maiskörner heraus. Ein Maiskorn schleudert er zwar wieder etwas zurück, da der Roboter es aber eigentlich schon erreicht hatte, lassen wir das noch zählen. Dafür gibt es beim ausgestreuten Kaffeepulver starken Punktabzug.

Fugen | Der aktuelle Härtetest
Als zusätzliche Herausforderung für die Saugroboter haben wir einen neuen Fugentest entwickelt. Dazu haben wir Fugen unterschiedlicher Form, Breite und Tiefe in ein Brett gefräst. Damit simulieren wir tiefe Fugen, etwa im Dielenboden einer Altbauwohnung. Die neue Aufgabe offenbart sich als echter Härtetest für die Geräte, die das Kaffeepulver aus den Fugen saugen sollen.

Der Roborock Q7 L5+ holt nur aus den linken, ziemlich breiten Fugen ein bisschen Kaffee heraus. Die weiteren Fugen bleiben quasi unberührt. Hier macht sich also die relativ geringe Saugkraft bemerkbar. Aber auch viele weitere Saugroboter haben in diesem Test noch viel Luft nach oben.

Preise aktualisiert 29.04.26
WISCHEN | Reicht eine starre Platte?
Der Roborock Q7 L5+ ist kein reiner Saugroboter, sondern verfügt auch über eine Wischfunktion. Auch wenn diese mit einer starren Platte recht einfach gehalten ist, durchläuft sie unseren Härtetest. Dazu lassen wir Kaffee-, Matsch- und Ketchupflecken auf der Fläche festtrocknen und schreiben mit Kreidestift auf den strukturierten Boden und zeichnen Linien an den Rand. So stellen wir die Wischeinheit vollumfänglich auf die Probe.

Flecken entfernen | Ordentliche Leistung
Vor Beginn des Tests haben wir das Wischtuch wie vorgegeben befeuchtet, da das Gerät keine eigene Multifunktionsreinigungsstation besitzt. Auch eine KI-Schmutzerkennung hat der Roborock Q7 L5+ erwartbarer Weise nicht, weshalb er das Areal einmal abfährt. Dabei kann er einige Flecken lösen, die hartnäckigeren bleiben aber noch zurück – ein durchaus überraschendes Ergebnis angesichts der verbauten Technik.

Schmutzaufnahme | Geht schlechter
Um zu überprüfen, ob der Schmutz auch wirklich vom Boden aufgenommen oder nur verteilt wird, wischen wir mit einem weißen, feuchten Tuch nach. Und hier sind dann noch einige Rückstände zu sehen. In Relation zur Preisklasse ist aber auch das durchaus ein starkes Ergebnis. Das haben wir schon deutlich schlechter gesehen – auch bei Geräten, die ein Vielfaches kosten.

Randreinigung | Kommt nicht ran
Zu den Schwächen zählt dann allerdings die Randreinigung. Da das Wischtuch nicht zur Seite ausfahren kann, erreicht der Roborock Q7 L5+ keinen der aufgemalten Striche. Hier musst du also Abstriche machen.

Das Gleiche gilt für die Moppreinigung: Das Wischtuch muss im Anschluss an die Reinigungsaufgaben natürlich händisch bzw. in der Waschmaschine gereinigt werden. Eine Multifunktionsreinigungsstation würde hier den Komfort deutlich erhöhen. Auch auf den Test mit dem flüssigen Kaffee haben wir bei diesem Modell verzichtet, da es keine entsprechende Funktion zur Erkennung und Meidung von Flüssigkeiten besitzt.

APP | Gut aufgebaute Steuerung
Was hingegen wieder zu den Stärken des Roborock Q7 L5+ zählt, ist die digitale Steuerung. Eingebunden in die Roborock-App kannst du einige Einstellungen vornehmen, um die Reinigung zu optimieren. Die Anwendung ist intuitiv aufgebaut und zählt zu den besten am Markt.
Karte
| Kartenerstellung | Der Roboter kann durch kurzes Umschauen oder durch den Start einer ersten Reinigungsaufgabe, den Haushalt detailliert kartieren und abbilden. |
| Kartenbearbeitung | Man kann die Karte in Räume einteilen, Sperrzonen errichten und Flächen bearbeiten. |
| Ansicht | Es ist möglich, sich verschiedene Einstellungen direkt auf der Karte anzeigen zu lassen. |
| Mehrere Karten | Der Roboter kann bis zu vier verschiedene Karten speichern und damit mehrere Etagen abdecken. |
| Wiederherstellung | Sollte eine Karte verloren gehen, kann eine gespeicherte Version wiederhergestellt werden. |

Reinigungseinstellungen
| Alles, Räume, Zonen | Der Roboter reinigt den gesamten Haushalt oder lediglich einzelne Räume oder selbst eingezeichnete Zonen. |
| Saugstufen | Es ist möglich, aus fünf verschiedenen Saugstufen auszuwählen. |
| Wasserdurchfluss | Es ist möglich, aus drei verschiedenen Durchflussstufen für die Wischplatte zu wählen. |
| Reinigungsanzahl | Jeder Raum kann einmal oder zweimal gereinigt werden. |
| Strecke | Die Überlappung der Bahnen kann eingestellt werden. |
| Modi | Man kann auswählen, ob der Roboter nur saugen, saugen & wischen oder nur wischen soll. |
| Individuelle Leistung | Jeder Raum ist mit einer individuell einstellbaren Leistung belegbar. |

Boden- und Stationseinstellungen
| Ablauf |
Man kann die Reihenfolge der Räume einstellen. |
| Reinigungsmuster | Es kann ausgewählt werden, ob der Saugroboter entlang der Bodenrichtung reinigen soll. |
| Teppichstrategie |
Man kann die Saugleistung auf Teppich erhöhen und dem Roboter befehlen, Teppiche mit angelegtem Mopp zu meiden. |
| Auto-Entleerung | Die Schmutzabsaugung kann ein- oder ausgestellt und in ihrer Häufigkeit angepasst werden. |

Einstellungen
| Pläne | Man kann eine automatische Reinigungsaufgabe individuell programmieren. |
| Wartung | Man kann einsehen, wann Verschleißteile gewechselt werden müssen. |
| Stimme | Die Sprachausgabe des Roboters kann eingestellt werden. |
| Fernsteuerung | Man kann den Roboter mit einer virtuellen Fernbedienung navigieren. |
| Updates | Sie können manuell oder automatisch erfolgen. |
| Nicht-stören-Modus | Zu festgelegten Zeiten können bestimmte Vorgänge (z. B. die Absaugung) unterbunden werden. |
| Laden | Der Roboter kann außerhalb von Spitzenzeiten laden. |
| Kindersicherung | Sperrt die Tasten am Roboter. |

FIRMWARE-UPDATES | Wie aktuell ist der Saugroboter?
Neben der Hardware spielt natürlich auch die Software für die Funktionen des Saugroboters eine entscheidende Rolle. Für viele Nutzer ist daher wichtig, wie zuverlässig die Geräte mit Updates versorgt werden. Mit regelmäßig aktualisierter Firmware können die Hersteller bekannte Probleme beheben, Sicherheitslücken schließen und Funktionen verbessern oder nachreichen. Deshalb listen wir hier regelmäßig die Firmware-Versionen und das jeweilige Changelog des Roborock Q7 L5+ auf.
- Roborock Q7 L5+ Firmware
-
2026/02: V03.01.72 (aktuelle Version)
FAZIT | Unsere Meinung zum Roborock Q7 L5+
Der Roborock Q7 L5+ liefert in unserem Test eine ansprechende Leistung ab und überzeugt mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Saugleistung beeindruckte vor allem auf dem Teppich, zudem überraschte uns der Wischtest mit ordentlichen Ergebnissen. Da muss es sich vor deutlich teureren Modellen nicht verstecken. Gepaart mit der von Roborock gewohnt zuverlässigen und schnellen Navigation, der hohen Verarbeitungsqualität und der intuitiven App-Steuerung macht der Low-Budget-Saugroboter einen runden Eindruck.

Natürlich musst du bei einem Gerät dieser Preisklasse auch Abstriche machen, die beschränken sich aber größtenteils auf Teildisziplinen, wie der Antihaaraufwicklung, der Randreinigung oder der Flüssigkeitserkennung. Am meisten dürften da noch die fehlende Hinderniserkennung und der kleine Staubbehälter ins Gewicht fallen, wobei dieser Nachteil durch die vorhandene Absaugstation wieder relativiert wird.
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Absolutes Highlight des Saugroboters ist natürlich der Preis: Mit rund 200 € ist der Roborock Q7 L5+ sehr erschwinglich und verrichtet dafür eine gute Arbeit. Für aufgeräumte Haushalte, die nicht viel Geld für einen Saugroboter ausgeben wollen, ist das Gerät also eine erstklassige Wahl. Wenn du mehr Wert auf Komfort in Form einer Multifunktionsreinigungsstation legst, eine Hinderniserkennung benötigst oder bessere Reinigungsleistungen wünschst, lohnt sich ein Blick in unseren Finder, um die beste Alternative zu finden. Dann landest du aber automatisch auch in höheren Preisregionen.
KAUFEN | Hier findest du den Roborock Q7 L5+

Preise aktualisiert 29.04.26
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