Tesvor M1 im Test – 4000 Pascal starker Nachfolger des Tesvor X500

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Die Navigation

Der Tesvor M1 ist wie sein Vorgänger mit einem Gyroskop-Sensor bestückt, der es dem M1 erlaubt, in geraden Bahnen zu fahren. Der sogenannte SLAM-Algorithmus sorgt außerdem dafür, dass der Roboter nur einmal an einer Stelle saugt und in der dazugehörigen App sogar eine Karte der Wohnung erstellt. Das hört sich im ersten Moment recht gut an, ist aber leider nicht mehr das Non-Plus-Ultra heutzutage. Die besten Saugroboter auf dem Markt besitzen einen Laser-Distanzsensor, der den Geräten erlaubt, relativ intelligent zu handeln. Davon ist eine Navigation durch einen Gyro-Sensor noch weit entfernt. 

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Jedoch kann man auch mit einer Gyroskop-Navigation etwas anfangen. Der M1 fährt Bahn für Bahn durch die Räume, stoppt vor jeder Wand und kehrt in eine neue Bahn ein. Das macht er solange, bis die ganze Wohnung gesaugt ist. Dabei sollte man beachten, dass ein 250€ teurer Saugroboter nicht für die größten Wohnungen geeignet ist. Die Gyroskop-Navigation ist nämlich ziemlich anfällig, wenn es um eine große zu reinigende Quadratmeterzahl geht. Irgendwann ist die Bahn des Roboters einfach nicht mehr so kerzengerade von einer Wand zu der gegenüberliegenden sondern etwas schräg, was dann auch die Karte des Roboters durcheinander bringen kann. Ich empfehle hier bei einer größeren Wohnung mit über 70 – 100 qm einen Laser-Navigierenden Saugroboter zu wählen. 

 

Schwarze Hindernisse

Die Infrarotleiste auf seiner Front, erlaubt es dem Sauger, vor jedem Hindernis zuverlässig abzubremsen. Ab und an tippt er das Hindernis an, wechselt aber dann immer die Richtung. Sobald die Hindernisse jedoch tiefschwarz sind, erkennt er sie nicht mehr. Das führt ab und an zu einem groben Aufprall. Zwar hat der Roboter zum Schutz für Möbel eine Gummilippe auf der Front, erschrecken wird man sich dennoch immer wieder. Schwarze Möbel, Wandleisten oder Hindernisse im allgemeinen erkennt der Roboter nicht und sie bringen den Gyro-Sensor völlig durcheinander. Der Roboter denkt immer, da geht es noch weiter, was aber nicht der Fall ist und verschiebt somit sehr oft seine Karte. 

 

Navigation auf Teppichboden

Wie schon beim Tesvor X500 beobachtet, kann es passieren, dass der Roboter auf weit verlegten Teppichboden ins hüpfen kommt. Das sorgt regelmäßig dafür, dass der Gyroskop-Sensor durcheinander kommt. Wenn dann auch noch schwarze Möbel oder Wandleisten dazu kommen, ist vollends aus. Der Roboter verliert schnell die Orientierung und fährt Stellen in der Wohnung ab, die er schon viele male gesaugt hat. Das führt zu einer endlosen Reinigung, die nur durch das manuelle Stoppen oder durch den leeren Akku beendet werden kann. Ich empfehle auch bei solchen Bedingungen zu einem anderen Saugroboter. 

 

Die Türschwellenüberwindung

Der Hersteller gibt an, dass der Tesvor M1 eine harte Kante mit einer Höhe von 1,5 cm überwinden kann. Im Test fiel auf, dass er sogar noch mehr schafft. Bei 1,7 cm ist jedoch Schluss. Bei abgerundeten Kanten wie zum Beispiel in einem Altbau, schafft er sogar noch ein wenig mehr. 

 

Rückkehr zur Ladestation

Nach getaner Arbeit, macht sich der Tesvor M1 auf dem Weg zurück zur Ladestation um seinen entleerten Akku wieder aufzuladen. Wenn die Bedingungen gut waren, macht er das, wenn jede Stelle einmal gesaugt wurde. Dabei ist aufgefallen, dass er das nicht so zielstrebig macht wie seine nahen Verwandten. Wenn er sich weiters weg befindet, dann sucht er in einer art Chaos-Navigation nach der Ladestation, was nicht oft zum erhofften Erfolg führt. Nach einer Weile aber setzt sich der Roboter an eine Wand, die er dann entlang abfährt und zwar solange, bis die Ladestation in Sicht ist. Das funktioniert eigentlich ganz gut, brauch aber seine Zeit. Im Test fand er zwar in 10 von 10 Fällen die Ladestation, das dauerte aber immer gut 3 – 5 Minuten. 

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Über den Autor

Christoph Schumacher

Als Saugroboter- und Wischroboter-Experte unterstütze ich das SmarthomeAssistent Team seit 2019. Wenn ich mich nicht gerade mit Saug- und Wischrobotern beschäftige, bin ich hauptberuflich Werbetechniker und betreibe nebenher ein Tattoostudio. Ebenso betreibe ich verschiedene Webseiten für große Unternehmen. Meine Aufgabe besteht darin, euch mit Wissenswertem, Testberichten und Deals auf dem Laufenden zu halten.

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