Mit dem JIMMY Matrix M9 Pro bringt JIMMY eine besonders spannende Umkehrosmoseanlage auf den Markt. Statt nur Wasser zu filtern, verfolgt das System einen deutlich größeren Ansatz: Der M9 Pro dient als zentrale Basis eines modularen Getränkesystems, das sich später beispielsweise um einen Wassersprudler oder Eiswürfelbereiter erweitern lässt. Neben einer 7-stufigen Umkehrosmose-Filtration bietet das System Sofort-Heißwasser, UV-C-Sterilisation, TDS-Wasserqualitätsanzeige und einen großen Wassertank und das komplett ohne festen Wasseranschluss.
Im Test schauen wir uns an, wie gut die Wasseraufbereitung funktioniert, wie alltagstauglich das modulare Konzept wirklich ist und ob sich die Investition lohnt.
Die Vor- und Nachteile des JIMMY Matrix M9 Pro auf einen Blick
- 7-stufige Umkehrosmose-Filtration
- Sofort-Heißwasser in Sekunden
- Kein Wasseranschluss erforderlich
- Modulares AquaLink-System
- Relativ großer Platzbedarf
- Mit Kühlaggregat hörbar
Die technischen Daten der JIMMY Matrix M9 Pro
| Maße: | 27,8 x 31,0 x 36,6 cm |
| Gewicht: | 7,5 kg |
| Fassungsvermögen Rohwasssertank: | 5 Liter |
| Fassungsvermögen Wasserkrug: | 1 Liter |
| Bedienung: | Touch-Screen |
| Nennleistung: | 2.200 Watt |
| Temperatureinstellungen: | 45 / 55 / 65 / 75 / 85 / 98 Grad |
| Preis ohne Zusatzgeräte: | 399 € UVP |
Design & Verarbeitung | Schlicht und modern
Schon beim Auspacken wird klar, dass JIMMY den Matrix M9 Pro im Premiumsegment positioniert. Das Design wirkt modern und minimalistisch. Das dunkle Gehäuse fügt sich unauffällig in moderne Küchen ein und wirkt eher wie ein Smart-Home-Gerät als eine typische Wasserfilteranlage. Besonders gelungen ist das große LED-Touchdisplay auf der Front. Hierüber werden Temperatur, Wassermenge sowie verschiedene Funktionen gesteuert.

Praktisch im Alltag: Der 5-Liter-Frischwassertank sitzt seitlich statt auf der Rückseite. Dadurch lässt sich Wasser deutlich komfortabler auffüllen. Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen hochwertigen Eindruck und alle beweglichen Teile sitzen stabil.

Installation & Einrichtung | Einfacher Aufbau in Minuten
Ein großer Vorteil des Matrix M9 Pro ist das sogenannte Plug-&-Play-Konzept. Im Gegensatz zu vielen klassischen Umkehrosmoseanlagen muss weder an Wasserleitungen gearbeitet noch ein Installateur beauftragt werden. Das Gerät wird einfach aufgestellt, mit Strom versorgt und mit Wasser befüllt. Hat man dann das Spülen der Filter abgeschlossen, kann danach die Filtration direkt starten. Gerade für Mieter, Büros oder Nutzer ohne feste Küchenplanung ist das ein enormer Vorteil.

Wasserqualität & Filtration
Das Herzstück des Matrix M9 Pro ist die aufwendige 7-stufige Wasseraufbereitung. Während klassische Wasserfilter meist nur Aktivkohle verwenden, kombiniert JIMMY mehrere Filtrationsschritte mit einer leistungsstarken Umkehrosmose-Membran. Diese filtert laut Hersteller Partikel bis 0,0001 Mikrometer heraus. Dadurch können unter anderem entfernt werden:
- Schwermetalle
- Chlor
- PFAS
- Bakterien
- Viren
- Kalk
- weitere gelöste Schadstoffe
Die angegebene Filterleistung liegt bei bis zu 99,99 % der Verunreinigungen. Zusätzlich erfolgt eine Remineralisierung des Wassers, wodurch wichtige Mineralien teilweise wieder ergänzt werden und der Geschmack angenehmer wirkt. Im Alltag überzeugt vor allem der deutlich sauberere und neutralere Geschmack des Wassers.

Heißwasser in wenigen Sekunden
Ein echtes Komfortfeature ist die integrierte Sofort-Heißwasserfunktion. Anstatt einen Wasserkocher zu verwenden, kann der Matrix M9 Pro Wasser direkt auf die gewünschte Temperatur erhitzen. Dies dauert lediglich rund drei Sekunden. Zur Verfügung stehen sieben Temperaturstufen zwischen 45 °C und 98 °C. Besonders praktisch ist das für:
- Tee
- Kaffee
- Babynahrung
- Instant-Gerichte
Im Alltag gefällt mir diese Funktion definitiv am besten, da man so ganz Spontan einen Tee trinken kann, ohne erst langwierig Wasser mit einem Wasserkocher zu erhitzen. Die Kindersicherung sorgt dafür, dass sich kleine Kinder nicht aus Versehen am heißen Wasser verbrennen.

Das modulare AquaLink-System | Gefiltertes Sprudelwasser
Die größte Besonderheit des Matrix M9 Pro ist das modulare AquaLink-System. Der Wasserfilter dient als zentrale Basis und kann später um weitere Module erweitert werden. Aktuell bietet JIMMY:
- S9 Sprudelwassermodul
- I9 Eiswürfelbereiter
Dadurch entsteht Schritt für Schritt eine komplette Getränkestation ohne mehrere Einzelgeräte auf der Küchenarbeitsplatte. Ich habe für den Test das Sprudelwassermodul erhalten, welches einfach links an das Hauptgerät angeschlossen wird. Strom und Wasser erhält das Modul so direkt über die Haupteinheit. Eine handelsübliche CO2-Kartusche liegt dem Lieferumfang nicht bei uns muss separat erworben werden.

Für das Modul liegen außerdem zwei Trinkflaschen bei. Diese können unter dem Auslass den Moduls direkt mit gekühltem Wasser gefüllt werden und werden danach, wie bei einem handelsüblichen Sodastream-Gerät mit CO2 versetzt. Hierbei kann man durch kurzes oder langes Drücken auf die Sprudeltaste die Intensität des Spudelwassers einstellen.

Lautstärke und Stromverbrauch
Ein klassisches Betriebsgeräusch wie bei einem Wasserkocher oder einer Kaffeemaschine entsteht beim JIMMY Matrix M9 Pro hauptsächlich während der Wasseraufbereitung. Im normalen Standby-Betrieb arbeitet das Gerät praktisch geräuschlos. Erst beim Filtern oder beim Zapfen von Wasser hört man die interne Pumpe der Umkehrosmoseanlage. Die Lautstärke bewegt sich dabei auf einem typischen Niveau für Tisch-RO-Systeme und fällt im Alltag nicht unangenehm auf. Besonders positiv: Da das Wasser erst bei Bedarf erhitzt wird, entfällt das dauerhafte Warmhalten eines Boilers.
Da das optionale Wassersprudelmodul allerdings auch das Wasser kühlt, kann man hier immer wieder das Kühlaggregat für wenige Minuten hören. In der Küche kein Problem, im Wohnzimmer kann es aber auf Dauer stören. Das Modul kann allerdings auf der Rückseite auch separat vom Hauptgerät ausgeschaltet werden.

Beim Stromverbrauch zeigt sich der Matrix M9 Pro erfreulich effizient. Die eigentliche Wasseraufbereitung benötigt laut Hersteller rund 24 Watt. Im Standby liegt die Leistungsaufnahme bei lediglich 1 bis 2 Watt, abhängig davon, ob das Display aktiv ist. Die hohe Anschlussleistung von bis zu 2.200 Watt wird nur kurzzeitig beim Erhitzen des Wassers benötigt, ähnlich wie bei einem Wasserkocher. Da immer nur die tatsächlich benötigte Wassermenge erhitzt wird, arbeitet das System im Alltag oft effizienter als viele herkömmliche Wasserkocher mit größeren Wassermengen.
Insgesamt hinterlässt der Matrix M9 Pro sowohl bei der Lautstärke als auch beim Energieverbrauch einen guten Eindruck. Für den täglichen Einsatz in Küche oder Büro gibt es hier keine negativen Überraschungen.
Wartung & Folgekosten
Wie bei jeder Umkehrosmoseanlage müssen die Filter regelmäßig gewechselt werden. Positiv fällt auf, dass JIMMY relativ lange Filterstandzeiten angibt. Die RO-Membran soll laut Hersteller bis zu 24 Monate nutzbar sein. Das System überwacht die Filterlebensdauer automatisch und informiert rechtzeitig über einen notwendigen Wechsel. Dadurch bleibt der Wartungsaufwand insgesamt überschaubar.
Mein Fazit zum JIMMY Matrix M9 Pro
Der JIMMY Matrix M9 Pro ist deutlich mehr als nur ein Wasserfilter. Das Gerät kombiniert hochwertige Umkehrosmose-Technik mit modernen Komfortfunktionen und einem einzigartigen modularen Erweiterungskonzept. Besonders überzeugen konnten die hohe Wasserqualität, die schnelle Heißwasserfunktion, die UV-C-Sterilisation sowie die einfache Nutzung ohne festen Wasseranschluss. Wer bereit ist, den vergleichsweise hohen Preis zu investieren, erhält eine äußerst vielseitige Lösung für sauberes Trinkwasser und eine spannende Basis für ein zukünftiges modulares Getränkesystem.
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