Peloton Investoren fordern den Verkauf an Apple, Disney oder Nike

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Davon, dass es in letzter Zeit nicht gut für Peloton läuft, haben wir bereits berichtet. Jetzt fordern Investoren von Peloton unter anderem, das Unternehmen an einen größeren Player wie Apple, Disney oder Nike zu verkaufen.

 

Peloton – Rettung durch Verkauf und Entlassung des CEO?

Am Donnerstag berichtete CNBC , dass der Fitnessgeräte-Hersteller Peloton in einer Notlage sei. Der Wert des Unternehmens sank aufgrund der Nachricht, dass es „die Produktion seiner vernetzten Fitnessprodukte vorübergehend einstellen würde, da die Verbrauchernachfrage nachlässt“. Während die Pandemie bei vielen in den Hintergrund rückt, ist die Zahl der Menschen, die teure Heimtrainingsgeräte kaufen möchten, erheblich zurückgegangen. Aus diesem Grund ist die Idee entstanden, dass Apple Peloton aufkaufen könnte. 

Die Investoren von Blackwells Capital LLC – das weniger als 5 % von Peloton besitzt – fordern das Unternehmen nun auf, CEO John Foley zu entlassen und einen Verkauf an Apple, Disney oder Nike zu prüfen.Peloton wurde in den frühen Tagen der COVID-19-Pandemie immer beliebter, aber Blackwell sagt, das Unternehmen habe „diese Gelegenheit vertan“.

„Da die Aktie jetzt unter dem IPO-Preis und um mehr als 80 % unter ihrem Höchststand gehandelt wird, ist klar, dass das Unternehmen, die Führungskräfte und der Vorstand diese Gelegenheit verpasst haben“, schrieb Jason Aintabi, Chief Investment Officer bei Blackwells in dem Brief.

In diesem Brief erklärte Foley, dass Peloton nur „unsere Produktion richtig dimensioniert“ und versucht, „unser Produktionsniveau auf nachhaltiges Wachstum zurückzusetzen“.

Blackwell glaubt dennoch, dass Peloton jetzt „zu groß, zu komplex und zu beschädigt“ für eine Führung unter Foley ist:

„Wir glauben, dass kein Vorstand, der vernünftiges Urteilsvermögen anwendet, Herrn Foley die Verantwortung für Peloton überlassen könnte“, schrieb Aintabi. „Das Unternehmen ist zu groß, zu komplex und zu beschädigt geworden, als dass Mr. Foley es führen könnte. Und er sollte genug Selbstbewusstsein und genug Eigeninteresse haben, um als Direktor zurückzutreten.“

„Die Fahrt für Mr. Foley ist vorbei“, sagte Aintabi. „Dieser Vorstand muss nun unabhängig einen neuen Weg für Peloton einschlagen.“

Peloton und Apple – Wunsch oder Wirklichkeit?

Doch wie realistisch erscheint eine solche Forderung? Hätte Apple mit Peloton wirklich einen Vorteil?

Dagegen spricht, dass Apple auf der ganzen Welt unter Beobachtung der jeweiligen Regierungen und Kartellbehörden steht, wenn es um die Übernahme von Unternehmen geht. Da kommt eine Investition von 8,5 Milliarden Dollar – soviel soll Peloton derzeit Wert sein – nicht wirklich zu einem günstigen Zeitpunkt. Zumal es auch dann die bisher größte Übernahme durch Apple wäre. Warum sollte sich Apple diese ungewollte Aufmerksamkeit inklusive vieler Kontroversen antun?

Einfacher ist es für das Unternehmen aus Cupertino, wenn es sich das aneignet, was Peloton so besonders und wertvoll macht: die Trainerinnen und Trainer. Sie sind das Aushängeschild für den Fitnessgerätehersteller und dank ihnen kommen die Abonnenten und schwingen sich auf die teueren Peloton-Produkte. Die Abwerbung sollte nach den ganzen negativen Schlagzeilen eine Leichtigkeit für Apple sein. Das Know-How könnte dann in Fitness+ genutzt werden und die Bekanntheit der Trainer sorgt bestimmt auch dafür, dass der ein oder andere dann zu dem Fitnessprogramm von Apple wechselt.

Bild: 9to5Mac

Außerdem wäre da ja immer noch das Problem mit der gesunkenen Nachfrage an den Peloton-Geräten. Und diese zu steigern erweist sich als schwierig. Nicht nur, dass die Menschen wieder ins Fitnessstudio gehen um ihre Workouts zu absolvieren, auch die Tatsache, dass die Geräte zum einen Platz benötig um sie aufzustellen und zum anderen auch nicht gerade günstig sind, sodass man jedes Jahr auf das neue Modell wechselt.

Und auch eine weitere Sache darf man nicht vergessen: wenn Apple in den Markt der Fitnessgeräte einsteigen wollte, dann würde es dies ganz einfach tun. So gibt es beispielsweise mit den AirPods Kopfhörer ohne, dass Apple hier ein anderes Unternehmen übernommen hat. Das Gleiche gilt für die Apple Watch oder den Streaming-Dienst.

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