Peloton soll rostige Fitness-Bikes verkauft haben

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Mitarbeiter sollen im Inneren einiger Fitness-Bikes von Peloton Rost festgestellt haben, die dann trotzdem ausgeliefert statt aus dem Verkehr gezogen wurden.

 

Sind rostige Fitness-Bikes Pelotons nächstes Problem?

Beim Fitnessgeräte-Hersteller Peloton kehrt keine Ruhe ein. Nach Problemen mit seinen Laufbändern, einem schwachen Jahr 2021, der Forderung von Investoren das Unternehmen zu verkaufen und einem neuen CEO nun die nächste negative Nachricht: das Unternehmen soll angesammelten Rost auf nicht sichtbaren Teilen seiner Bikes verborgen und die Geräte dann als neu an Kundinnen und Kunden verkauft haben.

Einen Teil des Berichtes hat Peloton wohl auch schon bestätigt. Das Problem, das der Hersteller als „kosmetische Oxidierung“ beschreibt, soll mindestens 6000 in Taiwan gefertigte Fahrräder betroffen haben. 

Laut Peloton habe aber der Rost, der sich überwiegend im Inneren der Fahrräder bildete, keinerlei Auswirkungen auf die Funktionalität der Fitness-Bikes haben. 120 Angestellte seien darauf trainiert worden, Rost-Ablagerungen bei Peloton-Rädern zu prüfen und einzuschätzen. Das Rost-Problem soll Peloton laut Financial Times mit einer chemischen Lösung bekämpft haben, das der Hersteller als „Rost-Converter“ bezeichnete. Diese Lösung soll mit dem Rost reagiert haben, um eine schwarze Schicht zu formen und den Rost damit zu überdecken.

Mitarbeiter unter Druck

Laut dem Bericht der Financial Times sahen sich die Mitarbeiter aber nicht als Qualitätskontrolle, sondern eher unter Druck gesetzt, weil sie so viele betroffene Bikes wie möglich durchwinken sollten, damit die ambitionierten Verkaufsvorgaben von Peloton eingehalten werden konnten. Die Refurbish-Abteilung, die für die Verarbeitung mangelhafter Fitness-Geräte zuständig ist, sei außerdem überlastet gewesen, sodass die Fahrräder oftmals einfach versendet wurden.

Peloton streitet ab, dass das Unternehmen Mitarbeitende zum wahllosen Verkauf rostbefallener Bikes aufgefordert habe. Ein solches Verhalten widerspräche den Grundsätzen des Unternehmens, fehlerhafte Geräte auf den Markt zu bringen. Laut dem Bericht der Financial Times sind Rostablagerungen nicht von der Garantie der Peloton-Fitness-Räder abgedeckt. Nach der Berichterstattung der Financial Times bot das Unternehmen allerdings an, betroffene Räder auszutauschen.

Der Austausch sollte für Peloton kein Problem darstellen, nachdem kürzlich berichtet wurde, dass aufgrund der geringeren Nachfrage Tausende von Spinning-Bikes und Laufbändern und Lagerhäusern und Frachtschiffen stehen.

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