Mit der Spotless-Serie mischt Bosch wieder auf dem Saugroboter-Markt mit. Das Top-Modell Spotless Max Cam haben wir ausführlich getestet.
VOR- & NACHTEILE | Bosch Spotless Max Cam
- Gute Saugleistung
- Schnelle Navigation & geringer Akkuverbrauch
- Hinderniserkennung mit Kamera
- Ausfahrbare & anhebbare Wischmopps
- Multifunktionsreinigungsstation
- Hohe Datenschutzstandards (EU)
- Schwache Wischleistung
- Keine ausfahrbare Seitenbürste
- KI-Erkennung fehleranfällig
TEST | Der beste deutsche Saugroboter?
Die Roxxter-Modelle waren die letzten Saugroboter des deutschen Herstellers, bevor Bosch im letzten Jahr wieder eine neue Serie auf den Markt brachte. Der Spotless Max Cam führt das Line-up als leistungsstärkstes Modell der Serie an. Die neuen Saugroboter sind zwar mit dem Bosch-Logo verziert, erinnern aber stark an Modelle von ECOVACS. Die beiden Unternehmen kooperieren seit September 2025, was die große Ähnlichkeit erklärt. Trotz deutschem Label sind die Modelle „made in China“. So wirbt der Hersteller aus Stuttgart mit einem Bosch-zertifizierten Akku und hohen Datenschutzstandards in der EU. Der Spotless Max Cam bietet auf dem Datenblatt ein vielversprechendes Gesamtpaket mit rotierenden Wischmopps, einer Multifunktionsreinigungsstation und einer intelligenten Hinderniserkennung mit Kamera. Wie sich das Modell schlägt, zeigt unser ausführlicher Härtetest.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Bosch, die uns den Spotless Max Cam für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.
TECHNISCHE DATEN & ZUBEHÖR | Bosch Spotless Max Cam
Allgemein
Laufzeit
Saugroboter
Saugen & WischenAktive Wasserzufuhr
Rotierende Wischpads
Ausfahrbare Wischeinheit
Anhebbare Wischeinheit
Teppicherkennung Saugen
Teppicherkennung Wischen
Hinderniserkennung
Schmutzerkennung
Reinigungsstation
Saug-Waschstation inklusiveRoboter Wassertankbefüllung (kalt)
Mopptrocknung (warm)
Moppreinigung (warm)
Schmutzwassererkennung
Navigationsart
LDS (Laserdistanz)Hinderniserkennung
Kreuzlaser + Kamera / strukt. LichtGeeignet für
HartbödenHaustiere / viele Haare
Teppichböden
Über 100 qm
Apps & Software
Ja, eine AppMehrere Karten
Virtuelle Grenzen
Virtuelle Raumeinteilung
Stromsparfunktion (Moppwäsche)
Herstellerangaben ohne Gewähr
KAUFEN | Hier findest du den Bosch Spotless Max Cam

Preise aktualisiert 28.04.26
Wie sich unsere Testnote zusammensetzt, zeigen wir transparent anhand der folgenden Tabelle auf. Auf den Infosymbolen erfährst du weitere Erklärungen zur Bewertung und Gewichtung.
TESTERGEBNISSE | So gut hat der Bosch Spotless Max Cam abgeschnitten!
| Test Performance 3,5 (Befriedigend) - Preis Leistung 2,9 (Befriedigend) | Ergebnis |
|---|---|
| Note Saugen: 2,2 (Gut) | |
| Saugleistung Laminat | 97,24 von 100 |
| Saugleistung Teppich | 82,06 von 100 |
| Saugleistung Teppich hoch | 57,9 von 100 |
| Saugleistung Haare Laminat | 10 von 10 |
| Saugleistung Haare Teppich | 8,9 von 10 |
| Saugleistung Haare Teppich hoch | 6,6 von 10 |
| Fugen | 1,5 von 56 |
| Ecken Maiskörner | 3 von 5 |
| Ecken Kaffee | 1,5 von 4 |
| Note Wischen: 5,8 (Ungenügend) | |
| Wischleistung Fläche Schmutz entfernen | 0,5 von 4 |
| Wischleistung Fläche Schmutz aufnehmen | 0,5 von 4 |
| Wischleistung Rand | 3 von 4 |
| Wischleistung Struktur aufnehmen | 1,5 von 4 |
| Wischleistung Kaffee | 0 von 4 |
| Note Navigation: 3,3 (Befriedigend) | |
| Navigation | 3,25 von 5 |
| Navigation Teppich | 12 von 21 |
| Navigation Dauer Testraum | 75 von 80 / 45 min |
| Wisch Dauer | 40 von 40 / 6 min |
| Stühle | 7,5 von 15 |
| Hinderniserkennung | 25 von 53 |
| Klettern | 2 von 6 |
| Note Technik: 2,9 (Befriedigend) | |
| Reinigungsstation | 10 von 15 |
| Wischtechnologie | 7 von 10 |
| Verbrauch Testraum | 43 von 45 / 17 % |
| Bauform | 4 von 5 |
| App | 3,5 von 4 |
| Qualität | 3,75 von 4 |
| Besonderheiten | -5 |
| — Testbilder 1/20 Tipp: Pfeiltasten ◀▶ oder wischen (mobil) | |
Weitere Infos
| |
Testergebnisse ohne Gewähr
LIEFERUMFANG | Kein Zubehör dabei

DESIGN | ECOVACS-Saugroboter in deutschem Gewand

Oberseite | Laserturm und Tastensteuerung
Auf der Oberseite des Saugroboters sitzt der Laserturm, der die Navigationstechnik beherbergt. Er lässt sich zwar nicht einfahren, mit nur 9,9 cm Bauhöhe ist der Spotless Max Cam aber dennoch flach genug, um unter den meisten Möbeln reinigen zu können. Vor dem Laserturm sitzen drei Tasten zur manuellen Steuerung des Geräts mit folgenden Funktionen:
- Power | Mit dieser Taste startet oder pausiert eine Reinigungsaufgabe.
- Home | Mit dieser Taste schickt man den Saugroboter zurück zu seiner Ladestation.
- Spot | Mit dieser Taste kann der Saugroboter einen kleinen Bereich reinigen, an dem er abgestellt wurde.

Nimmt man den magnetischen Deckel ab, kommen der Staubbehälter und eine kleine Wi-Fi-Leuchte zum Vorschein.

Ringsum | Sensoren zur Hinderniserkennung
In der Front hat der Spotless Max Cam den klassischen Bumper verbaut, der physisch auf Hindernisse reagiert. Mittig sitzen zudem eine Kamera und ein Kreuzlaser, die Objekte frühzeitig erkennen können. Seitlich nutzt der Roboter Sensoren zur Wandabstandsmessung für parallele Fahrten. Am Heck befinden sich dann die Ladekontakte, der Auffüllstutzen für den integrierten Wassertank und der Absaugschacht für den integrierten Staubbehälter.

Unterseite | Die Reinigungstechnik
Auf der Unterseite sind dann die für die Reinigung wichtigen Komponenten zu finden. Mittig sitzt die Hauptbürste, darunter die beiden Wischmopps. Die kleine Seitenbürste ist ebenfalls zu sehen, genauso wie die Sensoren zur Absturzvermeidung und Teppicherkennung.

STAUBBEHÄLTER | Schlecht konzipiert
Der Staubbehälter lässt sich unter dem Deckel leicht entnehmen. Dazu muss zunächst der Griff hochgeklappt werden, bevor er nach oben entnommen werden kann. Der Behälter ist mit 300 ml Volumen eigentlich recht groß, doch durch eine schlechte Konstruktion passte unsere Testmenge (100 g Schmutz) nicht hinein. Für stark verschmutzte Haushalte könnte das zum Problem werden. Daher sollte man den Staubbehälter nach jeder Reinigung von der Reinigungsstation entleeren lassen.

HAUPTBÜRSTE | Carbon Power Brush
Die Hauptbürste besteht aus Kunststoff und ist mit harten und weichen Borsten versehen. Die sollen dafür sorgen, dass der Schmutz von verschiedenen Bodenarten gut aufgenommen wird. Gleichzeitig soll die Form der „Carbon Power Brush“ das Verwickeln von Haaren verhindern. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Bürste von der Unterseite entnehmen.

Seitenbürste | Nicht ausfahrbar
Die kleine Seitenbürste ist dafür da, um auch den letzten Krümel vom Rand und aus der Ecke vor den Saugschacht zu kehren. Sie lässt sich allerdings nicht zur Seite ausfahren, um noch tiefer in Ecken zu gelangen. Schade, dass dieses Feature in dieser Preisklasse weggelassen wurde.

WISCHMOPPS | Rotierend, anhebbar und ausfahrbar
Für die Wischfunktion stattet Bosch den Spotless Max Cam mit rotierenden Mopps aus, die mit Druck über den Boden schrubben und so den Schmutz lösen. Auf den Teppichen kann der Roboter die Wischeinheit anheben, um die Fasern vor Feuchtigkeit zu schützen. Am Rand fährt der rechte Wischmopp aus, um die Abdeckung zu erhöhen. Allerdings können die Mopps nicht in der Station zurückgelassen werden.

Die Mopps haften per Klett auf ihren Halterungen, die wiederum magnetisch am Roboter befestigt sind. So lassen sich die Tücher abnehmen, um sie gelegentlich händisch oder in der Waschmaschine zu reinigen oder auszutauschen.

REINIGUNGSSTATION | Mit Moppwäsche
Geladen, entleert, befüllt und gereinigt wird der Bosch Spotless Max Cam in seiner Basistation. Hier wartet der Roboter auf seinen Einsatz und kehrt auch während der Reinigungsaufgaben für Zwischenstopps zurück.

Moppwäsche | Mit 70 °C heißem Wasser
Vor, während und nach jeder Wischaufgabe reinigt der Saugroboter seine Wischmopps. Laut Herstellerangaben sogar bei Temperaturen von 70 °C, was dafür sorgt, dass auch hartnäckige Verschmutzungen aus den Wischtüchern entfernt werden. Die Heißlufttrocknung im Anschluss sorgt dafür, dass sich Keime und Gerüche nicht ausbreiten.

Wassertanks | Für Frisch- und Schmutzwasser
Das Wasser für die Selbstreinigung bezieht die Station aus dem 4 Liter fassenden Frischwassertank. Der sitzt unter dem Deckel auf der Oberseite der Station. Daneben befindet sich der Schmutzwassertank, der 3,5 Liter fasst. Hier sammelt sich das Abwasser nach der Selbstreinigung. Beide Tanks müssen je nach Nutzung regelmäßig befüllt bzw. geleert werden. Ansonsten kann der Spotless Max Cam dank der Multifunktionsreinigungsstation recht autonom arbeiten. Dazu zählt auch, dass die Station den integrierten Wassertank des Roboters befüllt, damit dieser auch während der Fahrt die Wischpads befeuchten kann.

Absaugstation | Mit Staubbeutel
Die Reinigungsstation kümmert sich nicht nur darum, dass die Wischfunktion immer bereit ist, auch die Saugfunktion muss regelmäßig gewartet werden. Dazu entleert die Station den integrierten Staubbehälter des Roboters. Nach jeder Reinigung wird der Schmutz in den Staubbeutel abgesaugt. Dieser befindet sich hinter einer Klappe auf der Vorderseite, die sich mit einem leichten Druck öffnen lässt. Je nach Nutzungsverhalten muss der Beutel früher oder später ersetzt werden, wenn er voll ist.

Neben dem Staubbeutel ist bei anderen Saugrobotern oft noch ein Reinigungsmitteltank verbaut. Das bietet der Spotless Max Cam aber nicht. Ein Mittel müsste also direkt in den Frischwassertank gegeben werden.
Reinigung der Station | Verwinkelte Waschschale
Der Prozess der Moppwäsche läuft unten in der Waschschale ab, sodass sich hier mit der Zeit naturgemäß Dreck ansammeln kann. Um das Bauteil zu reinigen, lässt es sich entnehmen. Das ist praktisch. Allerdings ist die Waschschale mit vielen Löchern versehen und etwas verwinkelt aufgebaut, sodass die manuelle Reinigung nicht ideal gestaltet ist.

STROMVERBRAUCH | Wie stromhungrig ist der Spotless Max Cam?
Um zu überprüfen, wie viel Strom der Bosch Spotless Max Cam bei den unterschiedlichen Aufgaben benötigt, messen wir den Verbrauch. Die angegebenen Werte schwanken naturgemäß und sind daher als Richtwerte zu verstehen.
| Bosch Spotless Max Cam | Stromverbrauch (ungefähr) |
| Stand-by | 2,8 W |
| Laden | 26,9 W |
| Absaugen | 980 W |
| Moppwäsche | 25 W mit Spitzen von 1600 W |
| Trocknen | 82 W |
NAVIGATION | Mit Laserturm
Die Navigationstechnik sitzt beim Bosch Spotless Max Cam in einem Laserturm auf der Oberseite des Geräts. So hat der Roboter jederzeit einen „Rundum-Blick“ und scannt permanent den Haushalt. Daraufhin erstellt das Gerät eine detaillierte Karte, die in der App angezeigt und bearbeitet werden kann. Wie gut sich der Bosch-Roboter zurechtfindet, zeigt unser Test.

Praxis | So gut navigiert der Spotless Max Cam
Der in vier Bereiche unterteilte Testraum deckt verschiedene Szenarien ab, die der Saugroboter bewältigen muss. Hierbei geht der Spotless Max Cam logisch vor, fährt in geraden Bahnen und eng um Tisch- und Stuhlbeine herum. Auch die Engpassage durchkreuzt das Gerät souverän. Allerdings lässt er den Bereich unter dem Schreibtisch aus, was daran liegen könnte, dass dort eine virtuelle Raumgrenze gezogen wurde. Andere Saugroboter zeigen diese Probleme aber nicht, obwohl sie mit den gleichen Herausforderungen zurechtkommen müssen.

Flache Möbel | Kommt auch unter den Couchtisch
Der Laserturm bietet bei der Navigation einige Vorteile, kann durch seinen Aufbau aber auch Schwierigkeiten beim Reinigen unter flachen Möbeln mit sich bringen. Nicht so beim Spotless Max Cam. Er ist insgesamt 9,9 cm hoch und kommt damit auch unter niedrige Möbel. Die Streben unter unserem Couchtisch sind 10 cm hoch – das passt exakt.

Akkuverbrauch | Schnell und sparsam
Für die 25 Quadratmeter Fläche und die zahlreichen Aufgaben benötigt der Spotless Max Cam in unserem Test insgesamt nur 45 Minuten und verbraucht nur 17 % seiner Akkuladung. Das sind hervorragende Werte.

Teppich | Mit Problemen
Um zu überprüfen, wie gut der Saugroboter mit Teppichen umgehen kann, haben wir in unserem Testraum vier unterschiedlich hohe ausgelegt. Mit den beiden hochflorigen Teppichen (blau und rosa) hatte er einige Probleme. Den blauen hat er entweder komplett gemieden (1. Durchlauf) oder umgeklappt (2. Durchlauf). Auf dem rosafarbenen hat er sich einmal festgefahren, ihn aber dann doch noch reinigen können. Die beiden flacheren Teppiche (grau und gepunktet) hat er souverän befahren können und dabei auch seine Wischmopps einwandfrei angehoben.

In einem zweiten Raum legen wir inzwischen zwei weitere Teppiche aus, einen runden und einen schwarzen. Mit diesen hatte der Bosch Spotless Max Cam keinerlei Probleme. Allerdings fehlt in der App die Möglichkeit, Teppiche einzuzeichnen. Da wir hier auch bewerten, wie die Teppiche in der App dargestellt werden, gibt es dafür keine Punkte.

Schwingstühle | Was macht er mit den Streben?
Im gleichen Raum testen wir nun auch den Umgang mit Schwingstühlen und einem Barhocker. Der Saugroboter soll möglichst nah an die Streben und den glänzenden Standfuß heranfahren, ohne jedoch daraufzufahren. Schließlich besteht sonst die Gefahr, dass das Gerät stecken bleibt oder Kratzer im Metall verursacht.

Der Bosch Spotless Max Cam kommt mit den chromfarbenen Streben der Schwingstühle besser zurecht als mit den schwarzen Streben. Die linken beiden Schwingstühle umfährt der Saugroboter gut, bei den rechten hat er dann Probleme. Die schwarzen, runden Streben stößt er leicht an und auf den eckigen Streben reibt er sich regelrecht ab. Und auch auf den Fuß des Barhockers fährt er rauf. Das gibt Punktabzug.
HINDERNISSE | Wie gut ist die Obstacle Avoidance?
Für den Fall, dass Objekte im Haushalt auf dem Boden herumliegen, hat der Bosch Spotless Max Cam eine Hinderniserkennung verbaut. Diese besteht – der Name lässt es bereits erahnen – aus einer Kamera, die von zwei Kreuzlasern unterstützt wird. Wie gut sie funktioniert, finden wir im Test heraus.

Praxis | So viele Hindernisse erkennt der Saugroboter
Dazu legen wir 16 verschiedene Haushaltsgegenstände aus, die der Roboter erkennen und umfahren soll. Jedes Objekt hat je nach Schwierigkeitsgrad eine unterschiedliche Gewichtung, die du über die Infosymbole bei den Testergebnissen nachlesen kannst.

Die Obstacle Avoidance des Bosch Spotless Max Cam erkennt viele der ausgelegten Hindernisse richtig, hat mit den kleineren, schwieriger zu erkennenden Gegenständen allerdings ein paar Probleme. So fährt er gegen den Malblock, das Katzenspielzeug, die Socken, den einzelnen Legostein, und auch beim Legohaufen nimmt er ein Steinchen mit. Zudem touchiert er die beiden Kothaufen leicht, was im Ernstfall für eine kleine Schmiererei im Haushalt sorgen würde.

Klettern | Kommt er über Türschwellen?
Die Hinderniserkennung und -umfahrung funktioniert also größtenteils. Doch wie sieht es mit Hindernissen aus, die nicht umfahren, sondern überwunden werden müssen? Während er das schmale Rohr in unserem Testraum nur im zweiten Durchlauf überwinden konnte, blieb er am etwas höheren Rohr jeweils hängen.

Deshalb testen wir, wie hoch Schwellen maximal sein dürfen, damit der Bosch Spotless Max Cam sie noch überwinden kann. Dazu legen wir Bretter übereinander und erhöhen so die Kante schrittweise. Der Roboter schafft hier 2,0 cm, was angesichts fehlender Kletterhilfen ein erwartbares, aber nicht sonderlich überzeugendes Ergebnis ist.

SAUGEN | Reichen 11.000 Pa Saugkraft?
In Zeiten, in denen High-End-Saugroboter auf dem Datenblatt mit 30.000 bis 40.000 Pa Saugkraft werben, mag der Bosch Spotless Max Cam mit „nur“ 11.000 Pa relativ schwach erscheinen. Doch Zahlen bedeuten in unserem Test nichts, es kommt auf das Zusammenspiel von Saugschacht, Bürste und Luftstrom an. Mit 100 g Schmutz, bestehend aus Vogelsand, Katzenstreu und Holzspänen, überprüfen wir auf verschiedenen Untergründen, wie gut ein Saugroboter auch wirklich saugt.
Der Spotless Max Cam hatte allerdings Probleme, die Testmenge in seinem Staubbehälter aufzunehmen, weshalb wir den Test anschließend mit halbierter Schmutzmenge wiederholt haben. Das Ergebnis wird dann verdoppelt, um eine Vergleichbarkeit mit anderen Saugrobotern herzustellen. Der kleine Staubbehälter wird aber mit Minuspunkten bestraft.

Hartboden | So gut saugt er auf Laminat
Der Spotless Max Cam fährt das Areal im Schachbrettmuster gründlich ab und saugt so 97,24 Prozent wieder auf.

Teppich | Die Leistung auf Kurz- und Hochflor-Teppich
Auf dem Kurzflor-Teppich saugt der Roboter insgesamt 82,06 Prozent wieder auf – ein hervorragender Wert.

Auf dem neuen hochflorigen Teppich waren es dann 57,90 Prozent. Insgesamt eine sehr gute Saugleistung, besonders auf dem normalen Teppich

Haare | So geht der Spotless Max Cam mit Haaren um
Die Carbon Power Brush soll durch ihre Formgebung Haare besser abstreifen können, verspricht der Hersteller. Das überprüfen wir mit 1 g Echthaar unterschiedlicher Länge, das wir auf den drei Untergründen verteilen. Auf Laminat und Teppich hatte der Bosch Spotless Max Cam erwartungsgemäß keine Probleme, die Haare aufzusaugen.

Wichtig ist aber, ob die Haare auch wirklich im Staubbehälter landen, oder im Gerät verfangen. Nach dem Durchgang auf Laminat blieb alles frei, auf Teppich verfingen sich doch ein paar Haare in der Hauptbürste.

Auf dem Hochflor-Teppich war es für den Spotless Max Cam dann zu schwierig, alle Haare aufzusaugen. Und auch in den Bürsten verhedderten sich einige Haare. Insgesamt ein vernünftiger, aber nicht außerordentlicher Umgang mit Haaren.

Eckenreinigung | Reicht die nicht ausfahrbare Seitenbürste?
Die kleine Seitenbürste dient dazu, auch vom Rand und aus Ecken den Schmutz aufzunehmen. Das testen wir mit fünf diagonal ausgelegten Maiskörnern und verstreutem Kaffeepulver. Der Bosch Spotless Max Cam erreicht drei Maiskörner, lässt aber auch noch Kaffeepulver in der Ecke zurück. Eine ausfahrbare Seitenbürste, die andere Roboter dieser Preisklasse oft haben, könnte noch bessere Ergebnisse liefern.

Fugen | Der neue Härtetest
Als zusätzliche Herausforderung für die Saugroboter haben wir einen neuen Fugentest entwickelt. Dazu haben wir Fugen unterschiedlicher Form, Breite und Tiefe in ein Brett gefräst. Damit simulieren wir tiefe Ritzen, etwa im Dielenboden einer Altbauwohnung. Die neue Aufgabe offenbart sich als echter Härtetest für die Geräte, die das Kaffeepulver aus den Fugen saugen sollen.

Wie viele andere Saugroboter auch, schaffte es der Bosch Spotless Max Cam kaum, wirklich Kaffee aus den Fugen zu entfernen. Was zudem auffällig war: Er hat – auch bei mehrmaligen Versuchen – immer wieder zwischendurch seine Saugleistung abgestellt, bevor er sie dann wieder aktiviert hat.
WISCHEN | Mit rotierenden Mopps
Während die Saugleistung größtenteils überzeugen kann, kümmert sich der Bosch Spotless Max Cam auch um die Nassreinigung des Haushalts. Um die Wischfunktion mit den rotierenden Mopps zu testen, verschmutzen wir den Boden mit Kaffee, Matsch und Ketchup und lassen die Flecken antrocknen. Zudem ist der Kreidestift am Rand und auf dem strukturierten Boden eine Herausforderung.

Flecken entfernen | Wo ist die KI-Erkennung?
Für die Aufgabe soll und darf der Roboter natürlich seine intelligente Fleckenerkennung nutzen und kann jederzeit für eine Zwischenmoppwäsche zur Station zurück. Hier bietet der Bosch Spotless Max Cam eine Besonderheit: Der KI-Modus kann nur bei der Reinigung einer gesamten Karte genutzt werden. Dementsprechend reinigt das Gerät den gesamten Testraum und nicht nur das Areal in der Mitte. Allerdings fährt der Spotless Max Cam jeden Bereich nur einmal ab und erkennt keine besondere Verschmutzung. So schafft er es nicht, die hartnäckigen Verschmutzungen zu entfernen.

Schmutzaufnahme | Nicht wirklich sauber
Wir wischen mit einem weißen, feuchten Tuch nach, um zu sehen, wie viel Schmutz der Roboter wirklich von der Fläche aufgenommen hat. Da der Spotless Max Cam ohnehin die Flecken nicht wirklich gut entfernen konnte, bleiben auch auf dem Tuch viele Rückstände zurück.

Randreinigung | Bis nah an die Wand
Besser hingegen war die Reinigung am Rand. Mit dem ausfahrbaren Wischpad kommt der Spotless Max Cam fast komplett bis an die Wand. Von den vier aufgemalten Strichen erreicht er alle, den letzten aber kann er nicht vollends entfernen.

Kaffeefleck | Erkennt der Spotless Max Cam die Flüssigkeit?
Neben den angetrockneten Verschmutzungen stellen wir den Bosch Spotless Max Cam auch mit einer Flüssigkeit auf die Probe. Im Optimalfall erkennt ein Roboter den verschütteten Kaffee, hebt seine Bürsten an und wischt den Fleck auf. Da der Bosch aber keine anhebbaren Bürsten hat, sollte er zumindest den Kaffee erkennen und umfahren, damit die Flüssigkeit nicht aufgesaugt wird. Das allerdings misslingt dem Saugroboter, sodass wir den Test abbrechen.

Selbstreinigung | Heiße Moppwäsche
Nach all den Wischtests kehrt der Bosch Spotless Max Cam zurück zur Basisstation, um sich einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Dabei werden die Mopps immer wieder schön sauber. Anhand der Wärmebildkamera erkennt man, dass der Vorgang bei hohen Temperaturen abläuft. Am Wasserauslass messen wir zudem Temperaturen von bis zu 35,7 °C.

APP | Mit hohem Datenschutz?
Gesteuert wird der Bosch Spotless Max Cam über die drei Tasten am Gerät oder über die Home Connect App, in die auch andere Haushaltsgeräte von BSH, etwa Spülmaschinen oder Kaffeevollautomaten, eingepflegt werden. Der Hersteller verspricht hier hohe Datenschutzstandards nach EU-Richtlinien. Der Funktionsumfang ist im Vergleich zu Saugrobotern anderer Marken allerdings eingeschränkt. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten listen wir im Folgenden übersichtlich auf:
Karte
| Karte erstellen | Der Roboter kann eine detaillierte Karte des Haushalts erstellen, die im Anschluss bearbeitet werden kann. |
| Bearbeitung | Es können Räume getrennt, zusammengefügt und benannt werden. |
| Mehrere Karten | Der Saugroboter kann verschiedene Karten speichern und so mehrere Etagen abbilden. |

Reinigung
| Alles, Räume, Zonen | Der Roboter kann den gesamten Haushalt, einzelne Räume oder bestimmte Zonen reinigen |
| Modus | Es gibt fünf verschiedene Modi: AI-Modus (nur im Alles-reinigen-Modus), Nur Saugen, Nur Wischen, Saugen und Wischen, Wischen nach Saugen |
| Saugleistung | Die Saugleistung kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden. |
| Wassermenge | Die Durchflussrate kann in drei Stufen eingestellt werden. |
| Reinigungszyklen | Der Roboter kann den Bereich einfach oder doppelt abfahren |
| Teppich-Boost | Teppiche können intensiver gereinigt werden. |
| Ausfahrbares Wischpad | Der Roboter kann seinen rechten Wischmopp am Rand zur Seite ausfahren. |
| Intensität | Die Enge der Bahnen kann eingestellt werden. |

Basisstation
| Schnellzugriff | Die wichtigsten Aktionen der Basisstation lassen sich auf der Startseite durchführen. |
| Reinigung Wischpad | Das Reinigungsintervall kann nach Zeit oder Fläche eingestellt werden. |
| Programm | Die Intensität der Moppwäsche kann zwischen „intensiv“ (mit heißem Wasser) oder „Eco“ eingestellt werden. |
| Stationsreinigung | Der Roboter verlässt die Station, damit Wasser auf die Bodenplatte gepumpt wird, um so die Waschschale manuell zu reinigen. |

Robotereinstellungen
| Energieeinstellung | Es gibt einen Energiesparmodus. Dann kann sich die Reaktionszeit des Roboters verlängern. |
| Teppichreinigung | Die Strategie der Teppichreinigung kann individuell vorgegeben werden. |
| Steuerung per Fußtipp | Der Roboter kann eine Reinigungsaufgabe starten oder fortsetzen, wenn man den Bumper eine Sekunde lang berührt (z. B. mit dem Fuß). |

Weitere Einstellungen
| Gerätename | Der Roboter kann individuell benannt werden. |
| Sprache | Die gewünschte Sprache kann eingestellt werden. |
| Kindersicherung | Die Tasten am Gerät können gesperrt werden. |
| Nicht stören | Zu festgelegten Zeiten startet der Roboter nicht automatisch. |

FIRMWARE-UPDATES | Wie aktuell ist der Saugroboter?
Neben der Hardware spielt natürlich auch die Software für die Funktionen des Saugroboters eine entscheidende Rolle. Für viele Nutzer ist daher wichtig, wie zuverlässig die Geräte mit Updates versorgt werden. Mit regelmäßig aktualisierter Firmware können die Hersteller bekannte Probleme beheben, Sicherheitslücken schließen und Funktionen verbessern oder nachreichen. Deshalb listen wir hier regelmäßig die Firmware-Versionen und das jeweilige Changelog des Bosch Spotless Max Cam auf.
- Bosch Spotless Max Cam Firmware
-
01/2026: V29-3.1.3.459 (29.9) (Version zum Testzeitpunkt)
FAZIT | Unsere Meinung zum Bosch Spotless Max Cam
Der Bosch Spotless Max Cam etabliert sich in unserem Test als zuverlässiger Saugroboter, der zudem über rotierende Wischmopps und eine Hinderniserkennung verfügt. Die Stärken liegen vor allem in der Saugfunktion auf Teppich und in der schnellen und stromsparenden Navigation. Obendrein sind die komfortable Multifunktionsreinigungsstation und eine Hinderniserkennung mit Kamera praktisch.

Die Wischleistung war in unserem Härtetest hingegen nicht überzeugend, was auch an der mangelhaften Fleckenerkennung liegt. Außerdem fehlen dem Bosch Spotless Max Cam einige in seiner Preisklasse durchaus übliche Features wie eine ausfahrbare Seitenbürste, Kletterhilfen oder ein Reinigungsmitteltank in der Station.
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Der Spotless Max Cam dürfte vor allem für große Haushalte infrage kommen, die vorwiegend auf die Saugfunktion und hohe Datenschutzstandards Wert legen, gleichzeitig aber nicht auf eine Hinderniserkennung und die rotierenden Wischpads verzichten möchten. Ursprünglich hatte Bosch 1.299 € als UVP für diesen Saugroboter angesetzt, der reelle Marktpreis liegt aber eher bei rund 700 Euro. Dieser Preisbereich ist natürlich hart umkämpft, sodass sich wie gewohnt ein Vergleich in unserem Finder lohnt.
Preise aktualisiert 28.04.26KAUFEN | Hier findest du den Bosch Spotless Max Cam

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