Ecovacs Deebot N8 im Test – Starker Nachfolger des Deebot Ozmo 950

Das chinesische Unternehmen ECOVACS hat eine neue Produktpalette in der Mittelklasse auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um einen Roboter in vier verschiedenen Varianten. Der Ecovacs Deebot N8 stellt dabei die kleinste Ausführung dar. Er zählt als verbesserte Version des Kassenschlagers Deebot Ozmo 950 und wurde sowohl beim Thema Saugleistung, als auch beim Thema Navigation signifikant aufgerüstet.

ECOVACS Deebot N8 im Test – Starker Saug- und Wischroboter in verbesserter Ausführung

Der Deebot nun mit neuem Anstrich in Weiß gekleidet und mit verbesserter Technik versehen. Auf Highend wurde beim N8 großteils verzichtet. Dafür hat er Verbesserungen seiner bekannten Funktionen erhalten, die das Gerät deutlich stärker als den Deebot Ozmo 950 machen sollen. Man erkennt die bewährte Plattform, die sich bis auf die Farbe, nicht sonderlich vom 950 unterscheidet. Aber warum sollte ECOVACS da auch groß was verändern, wenn das Vorgängermodell so gut abschnitt?

Was genau wurde eigentlich verbessert am Deebot N8? Kann der Mittelklasse Saugroboter zu einer UVP von 399 € mithalten mit den neuen Geräten der Konkurrenz? Das möchte ich euch in meinem Testbericht näher bringen und möchte euch zeigen, was der ECOVACS Deebot N8 so alles kann und was die bedeutenden Änderungen zum Deebot Ozmo 950 sind.

Anbei möchte ich mich herzlich bei ECOVACS bedanken, die mir den Deebot N8 für den Test zur Verfügung gestellt haben.

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Technische Daten und Zubehör des Ecovacs Deebot N8

Allgemein

Erscheinungsdatum03/2021
Maße Saugroboter (L/B/H)35,3 x 35,3 x 9,36 cm
Gewicht3.6 kg
Saugleistung2300 pa
Volumen Staubbehälter420 ml
Volumen Wassertank240 ml
Lautstärke67 dB

Laufzeit

Akkukapazitat3200 mAh
max. Ladedauer240 Minuten
max. Saugdauer110 Minuten

Saugergebnis im Test

Laminat96.18%
Teppich62.39%
Hindernissüberwindung (90° Kante)2,0 cm

Navigationsart

LDS (Laserdistanz)

Wischfunktion

aktive Wasserzufuhr

Features

Absaugstation (optional)
Haustiere/viele Haare
Speicherung mehrerer Etagen/Karten
Teppicherkennung Saugen
Teppicherkennung Wischen
Virtuelle Grenzen/No-Go Areas
Virtuelle Raumeinteilung

Geeignet für

Hartböden
Teppichböden
Über 100 qm

Unterstützte Sprachassistenten

Amazon Alexa
Google Assistant

Der Lieferumfang

Gewohnt legt ECOVACS seinen Geräten nur das Nötigste bei. Auch der Deebot N8 bekommt keinen großen Lieferumfang mit auf den Weg. Was sich beim Auspacken des Kartons offenbart, möchte ich euch hier zeigen.

  • Der Saug- und Wischroboter
  • Eine Wischplatte mit montiertem Stoffwischtuch
  • Eine Packung mit 10 Einwegwischtüchern
  • Die Ladestation
  • Ein Netzkabel
  • Die Bedienungsanleitungen

Der ECOVACS N8 im Detail

Das Aussehen eines Saug- und Wischroboters spielt heutzutage eine deutlich größere Rolle als noch vor ein paar Jahren. Man möchte seine erworbene Technik zur Schau stellen. Da macht der ECOVACS N8 eine tolle Figur! Ein Deebot Ozmo 950 in Weiß. Wie lange haben wir darauf gewartet? Endlich ist es so weit.

Die Oberseite

Das Design des N8 spiegelt, bis auf kleine Veränderungen, das des Ozmo 950 wider. Er erstrahlt nun in einem wunderschönen Weiß und hat einen Schriftzug an der Front spendiert bekommen, der auf seine intelligente Kartenerstellung verweist. Eingesetzt wurde ein einziger weiß leuchtender Knopf, mit dem sich der Roboter starten, stoppen oder pausieren lässt. Bei einem längeren Druck auf diesen kann man den N8 zur Ladestation zurückschicken. Der aufgesetzte Laserturm hat inzwischen eine schwarze, vollständig geschlossene Kunststoffglas Versiegelung, damit kein Staub oder Ähnliches in den Laser geraten kann. Etwas am Heck wurde der DEEBOT Schriftzug aufgedruckt und auf dem Laserturm thront das neue ECOVACS Logo.

Auch eine Klappe befindet sich wieder auf der Oberseite. Unter dieser findet man den eingesetzten Staubbehälter, der mit einem praktischen Reinigungstool begleitet wird. Mit einem roten Schalter lässt sich der Deebot komplett abschalten oder einschalten. Ein Resetknopf ist ebenfalls, neben einer WIFI-LED, vorhanden. Mit einem kleinen QR-Code, der mittels eines Aufklebers neben dem Staubbehälter verklebt wurde, kann man ohne Umwege auf die App des Gerätes mittels eines Smartphones geleitet werden.

Die Seitenansicht

Auf der Front sitzt der obligatorische Bumper, der mit einer großen Kunststoffglasabdeckung in schwarzer Farbe versehen wurde. Dahinter befinden sich die Infrarotsensoren, die dafür zuständig sind, auf ihn zukommende Objekte oder Wände zu erkennen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine 3D-Hinderniserkennung. Dieses Kunststoffglas zieht sich fast über die komplette Bumperlänge. Seitlich gibt es nichts zu sehen, bis auf einen Auslass für die Abluft. Am Heck ist der integrierte und schwarz transparente Wassertank herausziehbar.

Die Unterseite

Die Unterseite wurde mit ganzen zwei Seitenbürsten bestückt, die einen Vorteil gegenüber einer einzelnen Seitenbürste zeigen. Mittig ist eine herausnehmbare Hauptbürste verbaut, die sowohl aus mittelharten Borsten, als auch aus feinen Gummilamellen besteht. Die Hauptbürste ist komplett zerlegbar, was das Reinigen deutlich vereinfacht. Neben zwei metallenen Ladekontakten wurden auch ganze sechs Absturzsensoren und ein Ultraschallsensor verbaut. Was einem auch ins Auge springt, sind die zwei kleinen Kunststoffabdeckungen unter dem Roboter. Diese können mit einem speziellen Werkzeug herausgenommen werden und legen dann zwei Öffnungen frei, die für die optional erhältliche Absaugstation notwendig sind. Bei Kauf dieser wird das Werkzeug dafür und auch ein neuer Staubbehälter mitgeliefert.

Der Staubbehälter

Der vollständig, dunkel transparente Staubbehälter ist mit einem praktischen Haltegriff versehen, der das Entleeren erleichtert. Mit einem Druck auf den roten Knopf, lässt sich der Staubbehälter, der übrigens mit einer Fallklappe versehen ist, komfortabel öffnen und entleeren. Der eingesetzte Feinstaubfilter wird zusätzlich noch mit einem Filterschwamm und einem feinen Auffanggitter vor grober Verschmutzung geschützt.

Der Wassertank

Der integrierte Wassertank lässt sich von hinten aus dem Roboter ziehen. Er ist ebenfalls dunkel transparent und man erkennt deutlich eine kleine eingebaute Wasserpumpe, da der Wasserzufluss auf das Tuch elektronisch gesteuert ist. Befüllen lässt sich der Tank durch ein kleines Gummipfropfen, das von Hand geöffnet werden kann. Ein spezielles und vom Unternehmen empfohlenes Reinigungsmittel, das von ECOVACS in Verbindung mit HENKEL entwickelt wurde, lässt sich für eine noch bessere Reinigung einfüllen.

Die Wischplatte

Die, mit einem dickeren Stoffwischtuch bestückte, Wischplatte, lässt sich von unten in den Wassertank einklinken. Das Wischtuch kann entfernt werden und optional ein Einwegwischtuch angebracht werden. Diese Einwegwischtücher sind jedoch auch mehrmals zu verwenden, da sie aus Mikrofaser bestehen und sich auch ein paar mal von Hand auswaschen lassen. Der N8 erkennt selbstständig die angebrachte Wischplatte und signalisiert das durch eine Sprachausgabe.

Die Ladestation

Der ECOVACS N8 bekommt eine kleine, recht unspektakuläre, aber funktionierende Ladestation mitgeliefert. Sie ist, anders als der Deebot, in Grau gehalten und besitzt eine praktische Kabelaufwicklung auf der Rückseite. Sie ich sehr platzsparend und das Netzkabel kann von hinten eingesteckt werden. Die Ladestation kann gegen eine automatische Absaugstation, die nur optional erhältlich ist, ersetzt werden. Leider bekommt die Ladestation keine Unterlegplatte beigefügt, damit der nasse Wischlappen, nach der Reinigung, nicht auf dem Fußboden verharren muss.

Die Navigation

Hier wird nun die erste technische Verbesserung sichtbar. Das „TrueMapping“, wie es ECOVACS nennt, kam schon beim Deebot Ozmo 950 zum Einsatz. Jedoch ist im N8 die 3.0 Technologie verbaut und das merkt man auch deutlich. Der N8 navigiert intelligent mit stärkerer Laserunterstützung durch den Haushalt. Er fährt zuerst die Ränder des zu reinigenden Raumes ab und widmet sich dann der Mitte zu. Dabei fährt er extrem zielsichere und gerade Bahnen und weicht auch keinen Zentimeter von diesen ab. Beim Ozmo 950 konnte man immer mal wieder sehen, wie er in seiner Bahnfahrt leichte Schlangenlinien fuhr. Dieses Problem wurde vollständig beseitigt. Daumen hoch!

Das Einstellen einer doppelten Reinigungsfahrt ist möglich, dabei fährt der N8 aber den Raum identisch zur ersten Reinigung ab und nicht in einem Schachbrettmuster. Er fährt in einer schönen, fließenden Kurve in die nächste Bahn ein, was die Navigation auch hervorragend aussehen lässt.

Die Hinderniserkennung

Eine „TrueDetect3D“ Hinderniserkennung ist leider nicht mit an Bord. Das hebt sich ECOVACS für die teureren Geräte auf. Somit besitzt der N8 nur seine Infrarotsensoren und sein LIDAR-System, um Gegenstände oder Möbel zu identifizieren. Das macht er jedoch recht zuverlässig und vorsichtig. Wände und Möbel fährt er langsam an und stupst diese zur Bestätigung mit seinem Bumper an. So tastet er sich durch die Wohnung, bis die Reinigung abgeschlossen ist.

Wenn die Hindernisse jedoch zu flach oder dünn werden, kann es schon mal ganz schön rumsen. Diese erkennt er nicht zuverlässig und Spielzeug oder kleine Gegenstände schiebt er vor sich her oder zur Seite. Kleinteile werden dann gerne eingesaugt. Die Hinderniserkennung ist ebenbürtig mit der des Ozmo 950. Harte, zwei Zentimeter hohe Kanten, werden zuverlässig überwunden. Bei abgerundeten Kanten kann er schon mal mehr schaffen.

Die Rückkehr zur Ladestation

Im Test fuhr der Deebot N8 zuverlässig in zehn von zehn Fällen sofort die Ladestation an. Wenn jedoch Hindernisse auf dem Weg dort hin liegen oder stehen, dann kann es schon mal vorkommen, dass er diesen nicht gezielt aus dem Weg geht, sondern sich an ihnen entlang tastet, bis er daran vorbei ist. Das machen Geräte von Roborock und Co. besser. Vor seiner Ladestation hält der N8 kurz inne und fährt dann sehr langsam und gemütlich auf diese zu und dockt an. Wenn er mal nicht sofort den richtigen Sitz auf der Station findet, dann setzt er kurz zurück und versucht es so lange, bis er perfekt auf ihr laden kann.

Die Reinigungsleistung

Die Geräte von ECOVACS sind dafür bekannt, exzellente Reinigungsergebnisse an den Tag zu legen. Der Deebot Ozmo 950 hat in unseren damaligen Test hervorragend abgeschnitten und war eine lange Zeit lang der beste Saug- und Wischroboter. Kann der Deebot N8 hier auftrumpfen?

Die Saugleistung

Kurz geantwortet, ja! Er kann auftrumpfen. Durch seine gute Bahnfahrt, die auch sehr eng verläuft, überlappt seine Hauptbürste jedes Mal die Reinigungsfläche. Das Zusammenspiel zwischen starker Saugleistung und Kombibürste funktioniert perfekt. Der Roboter ist für jede Bodenart geeignet und schafft in den meisten Fällen ein perfektes Ergebnis. Dabei lässt er kaum was an Schmutz liegen. Mit 2300 Pascal Saugleistung hat er wesentlich mehr Leistung als der Ozmo 950 und das merkt man tatsächlich.

Signifikant wird das Saugergebnis hauptsächlich erst auf Teppichboden. Je nach Beschaffenheit ist es für Saugroboter sehr schwierig an den tief sitzenden Schmutz zu gelangen. Natürlich schafft ein N8 auch nicht alles heraus zu holen, jedoch schon eine ganze Menge mehr als der Ozmo 950, der bereits eine Glanzleistung ablegte. Durch seinen verbauten Ultraschallsensor erkennt der N8 sofort Teppichboden und erhöht darauf seine Saugstärke auf das Maximum. Schmutz und vor allem Tierhaare sind für das Gerät kein großartiges Hindernis. Es wurde im Test alles restlos aufgesaugt.

Achtung, der Akku des Deebot N8 ist mit 3200 mAh relativ klein gehalten. 110 Minuten sind damit machbar, jedoch sollte man ihn dann nicht auf höchster Stufe laufen lassen. Wer mehr Ausdauervermögen benötigt, der sollte vorzugsweise zu einem T8 oder T9 greifen.

Die Rand- und Eckenreinigung

Durch die langen Borsten der Seitenbürsten kommt der N8, bei der Randreinigung, immer vollständig an den Rand. Da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Auch die Eckenreinigung stellt sich für ein rundes Gerät als optimal heraus. Da es keinerlei 3D-Hinderniserkennung gibt, benutzt er dabei seinen Bumper und drückt sich in die Ecke. Natürlich kommt ein rundes Gerät nicht vollständig in die Ecke, diese werden aber auch nicht mehr so verschmutzt bei einer täglichen Reinigung.

Der N8 besitzt zwei Seitenbürsten, die ein sichtbar besseres Ergebnis abliefern als Geräte mit nur einer Seitenbürste. Immer wieder konnte ich beobachten, wie eine der Bürsten den Schmutz etwas weiter weg schleuderte. Obwohl sie sich nicht allzu schnell drehen, kann so etwas immer wieder passieren. Die zweite Seitenbürste half fast jedes Mal dabei, diesen Schmutz wieder in Richtung Hauptbürste zu fegen. Das können Geräte mit einer einzigen Seitenbürste einfach nicht und so bleibt hier gerne mehr liegen, auch wenn viele Nutzer das vehement bestreiten. Fakt, ist einfach Fakt.

Die Wischleistung

Ja, hier hat ECOVACS deutlich gespart. An der Wischleistung hat sich, bis auf ein dickeres Stoffwischtuch, im Gegensatz zum Ozmo 950, nichts getan. Es ist zwar möglich, die Einwegwischtücher zu verwenden, die nun besser sind als die alten, aber eine oszillierende Wischplatte wie beim Deebot T8 oder T9 gibt es nicht. Zumindest kann er saugen und wischen gleichzeitig.

Durch die leichten, jedoch nicht allzu ausschlaggebenden Verbesserungen, ist das Wischbild inzwischen deutlich streifenfreier als beim Ozmo 950. Gerade die Einwegwischtücher haben mich wirklich positiv überrascht. Man muss jedoch bedenken, dass diese Art des Wischens nichts anderes ist, als das Hinterherziehen eines feuchten Wischlappens durch die ganze Wohnung. Grobe Verschmutzungen sind damit nicht zu entfernen. Das reicht gerade dafür, dass Fußspuren oder Staub entfernt wird. Wer mehr erwartet, muss zu den High-End-Geräten greifen.

Das Einzeichnen einer wischfreien Zone bei Teppichboden nicht notwendig. Durch den sehr zuverlässigen Ultraschallsensor erkennt der N8 diesen sofort und meidet bei einem Wischvorgang den Teppichboden. Wenn jedoch ein Teppichboden in einem Durchgang liegt, kann er diesen nicht umfahren und somit die dahinterliegenden Räume nicht reinigen.

Die App und dessen Funktionen

Der ECOVACS Deebot Ozmo 950 hat damals schon eine sehr umfangreiche, jedoch recht instabile App spendiert bekommen. Die Beschwerden häuften sich und irgendwann konnte auch das Unternehmen nicht mehr wegschauen. Der Deebot N8 bekam wieder eine sehr umfangreiche und dieses Mal auch stabile App geschenkt, die die alten Probleme nicht mehr aufzeigte. Diese läuft sehr stabil und das Überzeichnen der gespeicherten Karte kam nicht mehr vor. Was der N8 damit alles kann, zeige ich euch hier.

Die Kartenerstellung und Raumreinigung

Der Deebot N8 kann durch seine intelligente LIDAR-Navigation eine detaillierte Karte des Haushaltes anfertigen. Mit dieser Karte kann man dann umfangreich interagieren. Nach seiner ersten Reinigung erstellt der N8 automatisch einzelne Räume auf dieser Karte, die nachträglich händisch angepasst und benannt werden können. Es ist sogar möglich, individuelle Reinigungseinstellungen für jeden einzelnen Raum zu definieren. Dabei kann man einstellen, in welcher Saugstärke oder mit welcher Wischintensität gearbeitet werden soll. Auch das doppelte Reinigen eines einzelnen Raumes ist einstellbar. Der N8 ist ebenfalls in der Lage, mehrere Karten oder Etagen zu speichern.

Die Reinigungsmöglichkeiten

Das Reinigen einzelner Räume ist wie schon angesprochen möglich und sogar nach Reihenfolge anzuordnen. Eine komplette Reinigung, wie auch das Reinigen eigens eingezeichneter Bereiche, ist möglich. Dabei lassen sich noch verschiedenste Reinigungsoptionen zuschalten.

Sperrzonen

Sowohl Sperrwände oder Linien, als auch ganze Zonen können auf die Karte eingezeichnet werden. Diese hindern den Roboter zukünftig daran, abgesperrte Bereiche zu befahren. Das funktioniert im Test zuverlässig, jedoch ist das genaue Einzeichnen etwas schwerer und fummelig.

Grundeinstellungen

In der App findet man verschiedenste Grundeinstellungen, die nach den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. So kann man unter anderem die Saugkraftverstärkung auf Teppichboden aktivieren oder deaktivieren. Auch eine Wiederaufnahme der Reinigung nach verbrauchter Akkukapazität ist vorhanden. Ein Nicht-Stören-Modus verhindert die weibliche Sprachausgabe ab einer eingestellten Zeit. Wer nicht vergessen will, sein Reinigungstuch regelmäßig zu wechseln, kann sich eine Erinnerung dafür ausgeben lassen. Sogar eine Selbstentleerungseinstellung ist schon vorhanden, damit mit einer optional erhältlichen Absaugstation interagiert werden kann.

Der Reinigungsplan

Natürlich kann man den Roboter auch zeitlich eingestellt in die Reinigung schicken lassen. Dabei kann man auswählen, ob man eine komplette Reinigung oder eine Raumreinigung haben möchte. Auch einstellbar ist, wann der Roboter losfahren soll und an welchen Tagen er das machen soll. Dabei greift die voreingestellte Reinigungsleistung für jeden Raum.

Einsehbare Protokolle

Natürlich kann man auch ein Reinigungsprotokoll einsehen, das die vergangenen Reinigungen anzeigt. Ebenso ist der Ablauf der Zubehörnutzung selbstverständlich möglich. Der Deebot N8 kann eigens benannt werden und die Sprachausgabe ist in vielen verschiedenen Sprachen, darunter natürlich auch deutsch, möglich.

Unangenehm aufgefallenes

Ich muss zugeben, aufgefallen ist mir nichts Negatives. Vermisst habe ich auch nichts. Die App lief stabil, das auch auf Langzeit und meine gespeicherte Karte wurde nie verschoben oder zerstört. Jede Einstellung wurde zu jeder Zeit eingehalten und die bekannten Verbindungsprobleme sind nie aufgetreten. Da hat ECOVACS deutlich nachgelegt.

Mein persönliches Fazit

In meinen Augen hat ECOVACS mit dem Deebot N8 einen würdigen Nachfolger des Deebot Ozmo 950 auf den Markt gebracht. Kinderkrankheiten, die beim 950 noch sehr auffällig waren, wurden erfolgreich ausgemerzt. Die Saugleistung hat überzeugt und ist in manchen Bereichen signifikant stärker als bei der Konkurrenz. Der täglich anfallende Hausschmutz hat hier keine Chance. Die Navigation hat sich ebenfalls, im Gegensatz zum Vorgänger, positiv verbessert und die App ist endlich stabil. Aus meiner Sicht ist das ein wunderbar abgestimmter „Standardsauger“.

Die Wischleistung hat sich hingegen nur dezent verbessert und das auch nur wegen eines neuen Tuches. Natürlich beabsichtigt das Unternehmen, sich diese Highendlösungen für ihre Topmodelle vorzubehalten. Das ist aber auch völlig in Ordnung. Der Akku ist etwas klein geraten, was das Ausdauervermögen etwas in Grenzen hält. Für Wohnungen, die die 150 Quadratmeter nicht überschreiten, ist er jedoch ideal. Mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu beanstanden. Der N8 funktioniert und das sehr zuverlässig.

Deebot N8 kaufen?

Für wen ist dieser Deebot N8 ideal? Wer sich gerne einen zuverlässigen Helfer ins Heim holen möchte, dabei keinen Platz für eine Absaugstation hat und auf technische Highend-Spielereien wie eine 3D-Hinderniserkennung oder eine oszillierende Wischeinrichtung verzichten kann, dem kann ich den ECOVACS Deebot N8 ans Herz legen. Die Reinigungsleistung hat auf voller Linie überzeugen können.

Für eine UVP von 399 € für ein Markengerät des etablierten Saugroboterherstellers ECOVACS ist der Deebot N8 zu bekommen. Der Preis dafür ist in meinen Augen okay, da die vielen Vorteile überwiegen und man wirklich sehr glücklich mit diesem Gerät zusammenleben kann. Er ist aber auch schon günstiger zu erwerben. Dafür sollte man das weltweite Netz durchforsten und dann wird man relativ schnell fündig. Daumen Hoch!

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