Xiaomi hat sein neues KI-Modell für Roboter offiziell vorgestellt. Xiaomi-Robotics-1 soll Maschinen beibringen, Aufgaben direkt nach kurzen Demonstrationen zu übernehmen.
Neues Modell soll Roboter aus wenigen Beispielen lernen lassen
Xiaomi-Chef Lei Jun kündigte das Modell am 16. Juli über Weibo an. Xiaomi-Robotics-1 ist ein sogenanntes Embodied-Foundation-Modell: Es verbindet Wahrnehmung, Sprachverständnis und Bewegungssteuerung in einem System und setzt natürlichsprachliche Befehle direkt in Roboterbewegungen um.
Trainiert wurde das Modell mit mehr als 100.000 Stunden realer Bewegungsdaten. Anschließend folgte ein Feintuning mit rund 10.000 Stunden sogenannter Cross-Embodiment-Daten, also Bewegungsdaten, die nicht von einem einzelnen Robotertyp stammen, sondern von verschiedenen Systemen. Xiaomi verspricht sich davon, dass sich das Modell auf unterschiedliche Roboterkörper übertragen lässt, ohne für jeden Typ neu trainiert werden zu müssen.
Preise aktualisiert 21.07.26
Zu den Erfolgsraten auf dem RoboCasa-Benchmark kursieren unterschiedliche Angaben: Ein Teil der Berichterstattung nennt 74,5 Prozent, andere Quellen sprechen von 57,4 Prozent auf der Variante RoboCasa365 mit über 1.700 Szenarien. Welche Zahl zur finalen Modellversion gehört, lässt sich anhand der bisher verfügbaren Quellen nicht zweifelsfrei klären.

Bild: Xiaomi
Als mögliche Einsatzbeispiele nennt Xiaomi das Verpacken von Smartphones, das Nachfüllen von Druckerpapier und das Einräumen von Waschmaschinen. Begleitendes Bildmaterial zeigt zudem Roboterarme beim Sortieren und Falten von Wäsche, eine Aufgabe im Stil der Textilarbeiten, die Xiaomi bereits beim Vorgängermodell Xiaomi-Robotics-0 demonstriert hatte. Damit zielt Xiaomi nicht nur auf hochspezialisierte Fertigungslinien, sondern auf Aufgaben, die in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen vorkommen, von der Produktion bis zum Haushalt.
Xiaomi-Robotics-1 ist nicht die einzige Vorstellung dieser Woche. Bereits am 15. Juli zeigte Xiaomi mit Xiaomi-Robotics-U0 ein zweites Modell mit 38 Milliarden Parametern, das Szenengenerierung, Bildbearbeitung und Videoerstellung für Trainingsdaten kombiniert. Beide Modelle bauen auf Daten aus der eigenen Autofabrik auf: Dort stieg die Erfolgsquote humanoider Roboter an einem Montageplatz laut Xiaomi innerhalb weniger Monate von 90,2 auf 98 Prozent.
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Ein Marktstart für Endkunden oder ein Einsatz außerhalb der eigenen Produktion ist bislang nicht angekündigt. Xiaomi positioniert die Modelle vorerst als technologische Grundlage für die eigene Fertigung, nicht als fertiges Produkt.
Auch interessant: Falls dich das Thema humanoide Roboter interessiert, lies gerne auch unseren Artikel zum Roboter Unitree G1, der bei extremer Kälte eine Langstrecke absolviert hat.
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