360 S10 im Test – Starke Lasernavigation ohne Laserturm

Saug- und Wischroboter gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Die Lasernavigation hat sich als besonders zuverlässig herausgestellt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Hersteller auf diesen Zug aufspringen und ihre Geräte mit dieser Technik rüsten. Einen Haken hat diese Art der Navigation jedoch. Die Saug- und Wischroboter werden um ein paar Zentimeter höher, da die Technik in einer Art Turm auf dem Gerät verbaut wird. Hier kommt der neue 360 S10 ins Spiel! Der erste Saugroboter, der die sogenannte LIDAR-Sensorik im Gerät verstaut bekommt.

360 S10 im Test – Moderne Navigation in einem flachen Gerät

Die sogenannte Lasernavigation, die mittels eines LIDAR-Sensors agiert, wird heutzutage in den zuverlässigsten Saugrobotern zum Einsatz gebracht. Die Modernsten unter ihnen bekommen sogar eine zusätzliche, durch Infrarot gesteuerte, Lasertechnik im Bumper verbaut. Diese hilft dabei, Hindernisse zu erkennen und diese zu umfahren. Der 360 S10 hat sogar beide Techniken spendiert bekommen. Die LIDAR-Sensoren sind in das Innere des Saug- und Wischroboters gewandert und machen das Gerät mit 8,5 Zentimetern sehr flach. Der Hersteller zögerte aber nicht lange, und setzte noch eine Hinderniserkennung in die Front, was das Gerät zu den modernsten seiner Art macht.

Starke Lasernavigation und trotzdem so flach? Wo ist der Haken? Gibt es einen Haken? Das möchte ich euch in diesem Testbericht zeigen. Detailreich möchte ich euch den Roboter und meine Erfahrungen zu ihm schildern. Wer gerne auf die Meinung von Karim setzen möchte, der kann sich gerne das Video zum Roboter anschauen.

Ich möchte mich herzlich bei Geekbuying bedanken, die mir den 360 S10 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

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Technische Daten und Zubehör des 360 S10

Allgemein

Erscheinungsdatum07/2021
Maße Saugroboter (L/B/H)35,0 x 35,0 x 8,5 cm
Gewicht3.85 kg
Saugleistung3300 pa
Volumen Staubbehälter500 ml
Volumen Wassertank520 ml
Lautstärke67 dB

Laufzeit

Akkukapazitat5000 mAh
max. Ladedauer300 Minuten
max. Saugdauer180 Minuten

Saugergebnis im Test

Laminat98.68%
Teppich65.86%
Hindernissüberwindung (90° Kante)1,0 cm

Navigationsart

ToF (Time of Flight)
LDS (Laserdistanz)

Wischfunktion

aktive Wasserzufuhr

Features

3D-Karte
Haustiere/viele Haare
Objekterkennung (Kamera/Laser)
Speicherung mehrerer Etagen/Karten
Teppicherkennung Saugen
Teppicherkennung Wischen
Virtuelle Grenzen/No-Go Areas
Virtuelle Raumeinteilung

Geeignet für

Hartböden
Teppichböden
Über 100 qm

Von uns getestet 

Der Lieferumfang

Geliefert wird der 360 S10 mit einem recht spärlichen Arsenal an Zubehör. Aus dem Karton habe ich Folgendes entnehmen können:

  • Der Saug- und Wischroboter
  • Die Ladestation
  • Stecker mit verbundenem Ladekabel
  • Viele Steckeraufsätze für verschiedene Länder
  • Eine Wischplatte mit montiertem Wischtuch
  • Die Bedienungsanleitung

Der 360 S10 im Detail

Die Oberseite

Zugegeben, auf den ersten Blick sieht der Roboter nicht sonderlich spektakulär aus. Er erinnert stark an ein Gerät, das mit einem Gyroskopsensor navigiert, da der besagte Laserturm nicht auffindbar ist. Doch der Schein trügt bekanntlich. Auf der schwarzen Oberseite des Gerätes findet man zwei Knöpfe, mit denen der Roboter gestartet, gestoppt oder zur Ladestation zurückgeschickt werden kann. Eine Glasscheibe wurde leider nicht verbaut, dafür ein kleines Schaufenster, in dem man das 360 Logo erblicken kann. Dieses wird bei der Reinigung mit einer blauen und bewegenden LED umrundet, die signalisieren soll, dass das Lasersystem aktiv arbeitet. Das macht die Reinigung zu einer regelrechten „Lightshow“.

Auf der Oberseite lässt sich zudem der Deckel des Roboters aufklappen. Unter dem Deckel findet man den geräumigen Staubbehälter, einen Resetknopf, eine WIFI-LED und ein praktisches Reinigungstool.

Die Seitenansicht

An der Front findet man sofort den obligatorischen Bumper, auf dem zwei kleine Öffnungen sitzen, hinter denen sich die Hinderniserkennung verbirgt. Über diesen Öffnungen findet sich ein großer Schlitz, der dem rotierenden Laser im inneren eine gute Sicht verschaffen soll. Am Heck sticht der entnehmbare Wassertank ins Auge, der von einer Öffnung für die Sprachausgabe und einer Öffnung für die Abluft begleitet wird. Außerdem befindet sich eine Gummilippe auf dem Bumper, die vor Schäden an Möbeln dienen soll. Das Gehäuse selbst ist gerade einmal 8,5 cm hoch und so kommt der Roboter unter Möbel, bei denen andere streiken. Das ist für einen Laser navigierendes Gerät absoluter Weltrekord im Jahre 2022.

Die Unterseite

Verbaut wurden ganze sechs Absturzsensoren, die verhindern, dass der Roboter einen Abgrund hinabstürzt. Zu den groß bemessenen Ladekontakten findet man ebenfalls einen Ultraschallsensor und eine einzige Seitenbürste, die leider nur durch das Lösen einer Schraube abzunehmen ist. Die Hauptbürste ist natürlich entnehmbar und besteht sowohl aus sehr weichen Borsten als auch aus feinen Gummilamellen. Diese Kombination einer Hauptbürste hat sich als besonders effektiv für die Bodenreinigung herausgestellt. Etwas weiter hinten sitzen 3 Wasserdüsen, die das Wasser aus dem Wassertank auf das Wischtuch befördern.

Der Staubbehälter

Der geräumige und transparente Staubbehälter wird von oben aus dem Gerät genommen. Er ist mit einem Henkel und einem kleinen Knopf versehen. Die Entleerung ist kinderleicht und hygienisch, da man nicht mit dem Schmutz in Berührung kommt. Einfach auf den Knopf drücken und die Unterseite des Staubbehälters öffnet sich über dem Mülleimer automatisch. Der verbaute Feinstaubfilter ist in einem zusätzlichen Fach eingesetzt, das mit einem feinen Gitter als Vorfilter fungiert.

Der Wassertank

Der von hinten herausnehmbare, transparente Wassertank hat ein Volumen von 520 ml, was schon sehr viel bei einem Kombigerät ist. Das reicht bei geringer Wasserzufuhr für ganze 200 Minuten Wischen. Durch eine Gummiabdeckung lässt sich ganz einfach Wasser hineinfüllen. Der Tank pumpt elektronisch das Wasser in den Roboter und dieser verteilt es über 3 Düsen auf das Wischtuch.

Die Wischplatte

Die mitgelieferte Wischplatte kommt mit einem angebrachten Mikrofasertuch, das sich von der Seite her einschieben lässt. Mit Klett wird das Wischtuch auf der Platte befestigt. Es lässt sich mit einer Hand unter den Roboter schieben, bis diese einrastet. Genauso leicht lässt sich die Wischplatte wieder mit einer Hand entfernen. Durch drei Löcher wird das Wasser aus dem Roboter durch die sie auf das Tuch gesprüht. Das Ganze wird dann durch einen zusätzlichen Mechanismus über zwei grüne gefederte Knöpfe auf den Boden gedrückt.

Die Ladestation

Recht groß kommt sie einem vor und ist sie im Vergleich auch. Sie ist ebenfalls schwarz und enthält eine praktische Kabelaufwicklung auf der Rückseite. Diese ist zusätzlich mit einem Deckel bestückt. Das Kabel kann zu jeder Seite hinausgeführt werden. Die große Auswahl an Steckeraufsätzen verrät, in wie vielen Regionen dieser Saug- und Wischroboter vertrieben wird.

Die Navigation

Man mag meinen, dass die Roboter einen Laserturm zwingend brauchen, damit ein Roboter auch mit dessen Präzession navigieren können. Auch ich war dieser Meinung und konnte mir nicht vorstellen, dass die im Inneren des Roboters verbaute Navigation ebenbürtig wäre. Ich wurde überraschenderweise vom Gegenteil überzeugt. Die Navigation war wirklich hervorragend und kaum zu unterscheiden zwischen der eines Gerätes mit einem Laserturm. Da hat sich der Hersteller wirklich Mühe gegeben!

Die Navigationsart ist altbekannt und bewährt. Zuerst fährt der Roboter zielsicher den Rand eines Raumes ab. Danach fährt er in geraden Bahnen durch den Raum, bis jeder Winkel gereinigt wurde. Diese Art der Navigation ist sehr effektiv. Der 360 S10 fährt relativ gemütlich, jedoch zielstrebig. Er fährt sehr langsam in die Bahnen ein, wobei das bei den 360 Modellen schon immer der Fall war.

Die Hinderniserkennung

Seine durch Laser funktionierende Hinderniserkennung in der Front macht ebenfalls eine gelungene Arbeit. Diese ist nicht nur dafür verantwortlich, dass Möbel und Wände so gut wie nicht berührt werden, sie sorgt auch noch dafür, dass liegen gelassene Gegenstände wie Socken, Schuhe oder ähnliches zuverlässig umfahren werden. Hindernisse in einer Höhe von drei Zentimetern werden recht zuverlässig erkannt. Man braucht sich also keine Sorgen mehr machen, wenn mal etwas im Haushalt liegen bleibt. Im Test haben besagte Punkte einwandfrei und immer gut funktioniert.

Man sollte sich jedoch auf keinen Fall auf die integrierte Hinderniserkennung verlassen. Sie ist auf einem guten Weg, jedoch noch weit von der Perfektion entfernt. Gerade was hohe Kanten im Haushalt angeht, könnte es zu Schwierigkeiten kommen. Im Test überfuhr der Roboter meine abgerundete und zwei Zentimeter hohe Türleiste ohne Probleme, jedoch scheint die Hinderniserkennung auf unebenem Boden zu einer Verwirrung zu führen. Dort drehte er sich immer wieder zur Seite, um zu schauen, ob sich dort etwas befindet. Das tat er auch, wenn überhaupt nichts in der Nähe war. Dieses Szenario kam glücklicherweise doch recht selten vor und so kann ich auch nicht großartig meckern. Sich darauf zu verlassen, ist aber mehr als mutig.

Die Rückkehr zur Ladestation

Der 360 S10 fuhr in zehn von zehn Fällen immer und ohne Umwege zu seiner Ladestation zurück und dockte zuverlässig an. Er dockt zwar nicht immer kerzengerade an die Ladestation an, aber das macht der Navigation in der nächsten Reinigung überhaupt nichts aus. Da habe ich schon ganz andere Geräte gesehen, die bei einem falschen Andocken extreme Probleme mit der nächsten Reinigung bekamen.

Die Reinigungsleistung

Die Saugleistung

Die Paskalangabe beläuft sich beim 360 S10 auf stolze 3300 auf höchster Saugstufe. Das hört sich doch schon hervorragend an und überzeugt ebenfalls in der Praxis. Normaler Haushaltsschmutz wie Tierhaare, Staub, Katzenstreu oder Krümel werden schon auf der Standardstufe zuverlässig eingesaugt. 4 Saugstufen sind verfügbar und auf dem Teppich erhöht der 360 S10 automatisch die Saugleistung auf maximale Intensität. Durch seinen Ultraschallsensor auf der Unterseite erkennt er Teppich sofort und zuverlässig. Die Saugleistung hat mich positiv überrascht, da andere Modelle von 360 in meinem persönlichen Haushalt immer mal wieder Schmutz liegen ließen. Der 360 S10 hat souverän, sowohl auf Hartboden, wie auch auf Teppichboden, abgeliefert und ich war sehr zufrieden mit seiner Leistung. Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass er auf der leisesten Saugstufe gerade einmal 45 dB laut ist. So leise Saugroboter, mit denen man tatsächlich noch was anfangen kann, sind mir nicht bekannt.

Die Rand- und Eckenreinigung

Die sehr langen Borsten der Seitenbürste kommen schön an die Ränder, die der Roboter sehr gerade abfährt. Diese Seitenbürste wird im Randbereich vom Roboter automatisch verschnellert, um Schutz in die Mitten des Raumes oder vor die Hauptbürste zu schleudern. Die Eckenreinigung stellt sich hingegen als eher mittelmäßig heraus, da der Roboter durch seine Hinderniserkennung nicht die Wand berührt. Das bedeutet, bevor er seinen Bumper benutzt und an die Wand andockt, dreht er ab und kommt somit nicht weit genug in eine Ecke. Das ist ein allgemeines Problem bei zusätzlichen Hinderniserkennungen bei Saugrobotern mit dieser Technik. Die meisten Saugroboter können diese Funktion ausschalten, der 360 S10 jedoch leider nicht.

Die Wischleistung

Der Saug- und Wischroboter kann, wie es der Name schon verrät, auch wischen. Mehr oder weniger jedenfalls. Das Prinzip des hinterher Ziehens eines nassen Wischlappens bekam auch der 360 S10 spendiert. Bedauerlicherweise besitzt er keine oszillierende oder vibrierende Wischfunktion. Wischen kann er dafür sogar, ohne die Saugstufen zu aktivieren. Man hat die Möglichkeit den Roboter nur zum Saugen, nur zum Wischen oder zum Saugen und gleichzeitig wischen loszuschicken. Das Wischtuch spannt sich über die komplette Breite des 360 S10 und deckt somit die ganze Fläche hinter dem Gerät ab. Das verhindert zum einen, dass die Räder hässliche Spuren auf dem gewischten Boden hinterlassen und zum anderen, dass die Randreinigung dadurch leidet.

Durch seinen einstellbaren Wasserzufluss ist das Gerät für alle Hartbodenarten geeignet. Das Wischbild ist wunderbar gleichmäßig, wenn man das Wischtuch vorher mit Wasser benässt. Das wird auch so vom Hersteller empfohlen. Man sollte beim Wischen anwesend sein, da der Roboter keine Wischunterlage mitgeliefert bekommen hat. Somit parkt der nasse Wischlappen nach der Reinigung immer auf dem Boden vor der Station. Man sollte auch immer bedenken, dass diese Art des Wischens keinesfalls das Wischen von Hand ersetzen kann.

Das Meiden der Teppiche bei einem Wischvorgang ist bisher hauptsächlich den Geräten von ECOVACS überlassen gewesen. Das war einmal! Der 360 S10 meidet Teppichboden beim Wischvorgang zuverlässig, auch ohne vorheriges Einstellen einer Nicht-Wischzone. Leider hat er kein anhebe System wie der Roborock S7, der sein Wischtuch bei einer Überfahrt über einen Teppich einfach anhebt.

Die App und dessen Funktionen

Wo soll ich anfangen? Vielleicht bei dem Satz: So etwas habe ich noch nicht gesehen! Ja, die Appsteuerung ist schon ein Höhepunkt für sich. Der 360 S10 besitzt eine App, die ihresgleichen sucht. Eine Hülle und Fülle an Funktionen erwartet einen beim Öffnen der dazugehörigen App, die auch unerlässlich ist um verschiedenste Funktionen zu aktivieren. Tatsächlich enthält die App so viele einstellbaren Funktionen, dass ich überhaupt nicht alles in diesem Testbericht schildern kann. Ich versuche mein Augenmerk auf die für mich wichtigsten Funktionen zu legen und werde sie euch vorstellen.

Kartenerstellung

Der 360 S10 kann, wie die meisten neuen Saug- und Wischroboter, eine Karte eures Zuhauses anlegen. Diese Karte wird dann entweder automatisch oder händisch so angepasst, dass verschiedene Räume auf ihr ersichtlich sind. Diese kann man dann einzeln ansteuern und sogar die Reinigungsleistung beim Saugen und Wischen für den jeweiligen Raum anpassen. Die Karte ist vollständig zu bearbeiten. Der Roboter kann auch mehrere Etagen abspeichern.

Sperrzonen

Einstellbar sind sowohl virtuelle Sperrzonen oder Wände und virtuelle Nicht-Wischzonen. Das besondere dabei, man kann sie in dieser App so anlegen, wie man das selbst möchte. Man muss nicht zwangsläufig auf einen Strich oder ein Quadrat zurückgreifen. Man kann ein Muster anlegen. Sogar runde Sperrzonen sind möglich, um etwa frei stehende Vasen oder Ähnliches zu schützen.

Einen Reinigungsplan erstellen

In der App ist es möglich, einen individuellen Reinigungsplan zu erstellen. Dieser erlaubt es, das Gerät autonom loszuschicken. Dabei kann man auswählen, ob gewischt, gesaugt oder beides gleichzeitig gemacht werden soll. Ebenso kann man einstellen, wie oft die Reinigung hintereinander durchgeführt werden soll, welche Räume angesteuert werden sollen, wie viel Wasser in welchem Raum auf das Tuch abgegeben werden soll oder wie oft der Sauger starten soll.

Reinigungssymbole

Auf der Startseite, kann man verschiedene Icons erstellen, die durch Betätigung den Roboter in selbstständig erstellte Zonen schickt. Wenn nach dem Essen der Bereich um den Esstisch schmutzig ist, kann man eine eigene Zone um den Esstisch legen und nur durch einen Druck auf das Icon fährt der Roboter dann diese voreingestellte Zone ab. Außerdem ist auf der Startseite ersichtlich, wann die Verschleißteile endgültig ihren Geist aufgeben und ersetzt werden müssen.

Individuelle Einstellmöglichkeiten

In den Einstellungen der App kann zusätzlich verschiedenste, individuelle Einstellungen angepasst werden. So ist es unter anderem möglich einzustellen, dass der Roboter den Flur mehrfach im Schachbrettmuster abfährt, um eine bessere Reinigung in diesem Bereich zu erzielen. Das Gleiche ist für Teppiche, die automatisch in der App eingezeichnet werden, einstellbar. Was ich als sehr nützlich empfinde, ist die Tatsache, dass der 360 S10 seine Absturzsensoren ausschalten kann. Somit sind schwarze Untergründe kein Problem mehr. Das Gerät kann auf verschiedensten Sprachen mit einem kommunizieren. Auch der deutschen Sprache ist er mächtig.

Unangenehm aufgefallenes

Leider habe ich immer wieder gemerkt, dass das Agieren mit der App anstrengend ist. Die App reagiert so langsam und hat eine so lange Ladezeit, dass man sie immer wieder komplett schließen muss, damit überhaupt was vorangeht. Sehr schade. Hat nicht wirklich Spaß gemacht. Außerdem hat die App die Möglichkeit, die 2D-Karte zu einer 3D-Karte umzustellen. Das ist eine völlig unübersichtliche und unnötige Funktion, dessen Entwicklungszeit lieber in die Ladegeschwindigkeit der App gesteckt hätte werden sollen. Die Sprachsteuerung über Alexa ist zwar möglich, jedoch mehr schlecht als recht. Das Starten und Stoppen ist möglich, jedoch auch nur dann, wenn das Gerät Lust dazu hat.

Wenn du noch mehr über die App des 360 S10 erfahren möchtest, dann schau doch bei Karim im Video zum 360 S10 vorbei. Dort erklärt er noch vieles weiteres. Klicke hier!

Mein persönliches Fazit

Mit dem 360 S10 ist dem chinesischen Unternehmen „Qihoo 360“ gleich ein mehrfacher Rekord gelungen. Es gibt kein vergleichbares Gerät auf dem Markt, das eine zuverlässige LIDAR-Navigation besitzt und zudem so flach ist. In der leisesten Saugstärke kommt das Gerät gerade mal auf 45 dB. So leise Saugroboter, die weiterhin zuverlässig saugen, sind mir gänzlich unbekannt. Die Saugleistung ist wie beschrieben für den täglichen Haushalt mehr als ausreichend. Die Wischleistung ist solide, jedoch kein Ersatz für das Wischen von Hand.

An sich gibt es, bis auf ein paar Funktionen der App und die Stabilität dieser, nichts zu meckern. Das Gerät ist solide verarbeitet, funktioniert und macht einen guten Job. Für eine UVP von 670 € wäre mir das Gerät allerdings ein klein wenig zu teuer. Da gibt es stärkere Alternativen. Wenn man lang genug sucht, dann findet man das Gerät auch schon für 450 € oder sogar noch günstiger im Angebot und das ist dann zu rechtfertigen. Leider ist auch keine Absaugstation dabei, die den Staubbehälter automatisch leert und es wird wohl auch keine kommen.

Wer jedoch gerne ein hoch technisierten und zuverlässigen Saug- und Wischroboter benötigt, der auch noch so flach sein soll, dass er unter Möbel kommt, unter die andere nicht kommen, dann führt fast kein Weg an dem 360 S10 vorbei! Einen Kauf wird man jedenfalls nicht bereuen.

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