Xiaomi Air Fryer im Test – Smarte Heißluftfritteuse für kleines Geld

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Die chinesische Firma Xiaomi hat endlos viele Geräte in ihrem Warensegment. Dabei setzt sie auf so smart wie möglich, um das tägliche Leben zu erleichtern. Smarte Haushaltsgeräte haben genauso einen großen Stellenwert bei Xiaomi. Der Hersteller bewirbt eine smarte Heißluftfritteuse namens Air Fryer, die es gerade mal für um die 99 € zu erwerben gibt. Doch hält diese auch mit bekannten Geräten aus dem teureren Segment mit?

Xiaomi Air Fryer im Test – Eine App für eine Heißluftfritteuse!

Die Welt wird gesünder und sparsamer. Gerade in der heutigen Zeit überlegt man es sich dreimal, ob man einen Ofen für wenig Essen anschmeißen soll. Vor allem, wenn dieser mit Gas betrieben wird. Die Xiaomi Air Fryer verspricht knuspriges Essen zu geringeren Energiekosten und eine Zubereitung mit wenig oder sogar komplett ohne Speiseöl. Der Name ist nicht unbedingt Programm. Fritteuse ist ein falsches Wort für das Gerät, denn eigentlich ist es ein kleiner, elektronischer Heißluftofen, der so gut wie alles, was man im Backofen schieben kann, ebenso gut zubereitet.

Das Design ist typisch Xiaomi. Wenig Knopf, viel Weiß, kaum kanten. Viele Heißluftfritteusen sind übersät mit Knöpfen, die für verschiedenste Gerichte zur Verfügung stehen. Ein OLED-Display, ein drehender Ring und ein Touch-Powerbutton sind die einzigen Möglichkeiten, mit dem Gerät zu interagieren. Reicht das, um an die Konkurrenz heranzukommen und um das Gerät anständig bedienen zu können? Eine App soll Abhilfe schaffen!

In diesem Test möchte ich euch meine eigens finanzierte und privat gebrauchte Heißluftfritteuse von Xiaomi vorstellen und euch zeigen, was diese so alles kann.

Technische Daten

Leistung: 1500 Watt
Volumen: 3,5 Liter
Maße: 33.5 × 25.2 × 30,4 cm
Temperatur: 40 – 200 Grad Celsius
Gewicht: 3,9 Kg
Bedienung: Touch, Drehen & Druck
Zeit: Von 1 Minute – 4 Stunden (24 h bei Ausnahme)
Verfahren: Heißluft (auch komplett ohne Öl)

 

Der Lieferumfang

Der Lieferumfang ist zugegebenermaßen klein gehalten. Jedoch benötigt man für so ein Gerät auch nicht mehr. Was alles dabei ist, seht ihr hier.

  • Die Heißluftfritteuse
  • Der Frittierkorb
  • Eine Abtropfplatte (schon eingesetzt)
  • Ein einsetzbarer Gitterrost
  • Die Bedienungsanleitung (Leider bei mir nicht mehr vorhanden)

Die Xiaomi Air Fryer im Detail

Das Xiaomi typische Design springt sofort ins Auge. Eine in Weiß gehaltene, viereckige Box mit einem großen Henkel an der Front und einem komischen runden und schwarzen Knopf, der ziemlich weit heraussteht. Was es damit auf sich hat, zeige ich euch hier.

Die Front

Auf der Front sitzt ein kleiner, fast unsichtbarer Touch-Powerbutton, der durch das bloße Auflegen eines Fingers, das Gerät startet. Darunter ist das runde OLED-Display zu entdecken, das durch das Drehen am äußeren Ring, verschiedene voreingestellte Gerichte abrufen kann. Darunter befindet sich ein großer Griff. An diesem zieht man und schon hat man den Fritteusekorb in der Hand. Diese ist komplett mit einer Antihaftbeschichtung versehen und lässt sich auch komplett in der Spülmaschine reinigen. Ein kleiner Einsatz, der als Abtropfgitter dient, ist im Korb eingelegt. Ein kleiner Rost kann zusätzlich eingesetzt werden.

Die Rundumsicht

Seitlich am Gerät findet man gar nichts außer blanker Kunststoff. Auf der Rückseite ist eine kleine Öffnung, aus der warme Abluft strömt. Auf der Oberseite findet man eine Art Lufteinlass um das ganze Gerät herum, welcher das Gerät in Betrieb belüftet. Das ist auch schon alles, was man finden kann.

Der Frittierkorb

Der von vorne aus dem Gerät zu ziehende und 3,5 Liter fassende Frittierkorb, ist vollständig mit einer Antihaftbeschichtung überzogen, um das Ankleben und Einbrennen von Speiseresten zu vermeiden. Dieser Korb ist dafür ausgelegt, vollständig in der Geschirrspülanlage gereinigt zu werden. Ein kleiner Gitterrost lässt sich einsetzen, damit die Heißluft auch an die Unterseite der Speisen gelangt. Die Abtropfplatte ist ebenfalls für die Reinigung zu entnehmen.

Die Bedienung ohne App

Durch einen leichten Druck auf den Touch-Powerbutton startet das Gerät innerhalb von einer Sekunde. Das OLED-Display zeigt nun den Schriftzug „Manuell“ an und ein kleines WLAN-Signalzeichen. Durch das manuelle Drehen am äußeren Ring, kann man durch verschiedene Standardgerichte gleiten, die durch einen Druck auf die Anzeige ausgewählt werden können. Darunter findet man unter anderem Gerichte wie Pommes, Hähnchenflügel, Fisch oder Steak. Solche Dinge wie Kuchen oder getrocknete Früchte sind ebenfalls auswählbar. Am Ende findet man den Zeitplan, in dem man eine Uhrzeit auswählen kann, die das Gerät mit eingestellten Optionen zu einer bestimmten Zeit startet. Noch einen Punkt weiter findet man die Einstellungen, in denen man die Sprache oder die WLAN-Anbindung verwalten kann.

Der Punkt „Manuell“ wird jedoch wohl am meisten zur Aktion kommen, da man dort die Temperatur und Frittierzeit selbst auswählen kann. Das alles nur durch das Drehen des Ringes und das Drücken der Anzeige.

Die Funktionen der App

Der Xiaomi Air Fryer ist in die hauseigene „Xiaomi Home“ App integrierbar. Ich persönlich habe diese kaum genutzt, da sie mit ersten Voreinstellungen so gut wie nicht mehr gebraucht wurde. In der App kann man die auf der Anzeige gezeigten Gerichte ebenfalls auswählen und sogar nach eigenem Bedarf individualisieren. Ein Aufwärmmodus ist dabei anwählbar. Ebenso hat man die Möglichkeit, sich über eine Pushnachricht aufs Smartphone benachrichtigen zu lassen, wenn das Gericht fertig ist. Eine Erinnerung, die an das Wenden oder Schütteln des Korbinhaltes erinnert, ist auch einstellbar.

Der manuelle Modus kann über einen Zeitplan gesteuert werden, der die Fritteuse zu einer festgelegten Zeit startet. Auch wenn man unterwegs ist und kurz vor der Heimkehr steht, kann man diese von außen starten. Jedoch muss dafür die Heißluftfritteuse dauerhaft eingeschaltet sein.

Vorgeschlagene Rezepte

Sehr praktisch finde ich die Auswahl an vorgeschlagenen Rezepten in der App. Diese zeigt eine schöne Vielfalt an Gerichten an, die sehr einfach nachzumachen sind. Die Rezepte sind bebildert und Schritt für Schritt erklärt. Selbst Neulinge kommen da auf ihre Kosten. Die Fritteuse startet bei einem ausgewählten Gericht die dafür passende Zeit und Temperatur. Gerichte werden über Updates immer wieder erweitert. Daumen hoch!

Die Sprachbedienung

Die Xiaomi Air Fryer ist natürlich, Xiaomi-mäßig, mit Alexa bedienbar. Dabei kann man ihr befehligen, dass sie die Fritteuse einschaltet oder abschaltet oder sogar ein bestimmtes Gericht startet. Das funktioniert in der Praxis einwandfrei.

Der Praxistest

Ich persönlich nutze die Fritteuse oft für gefrorene Gerichte, die durch die 360 Grad Umluft hervorragend gelingen. Ein Backfisch oder gefrorene Pommes werden in der Fritteuse, bei richtig eingestellter Temperatur und Zeit, außen schön knusprig und innen weich. Das schafft kein Ofen so gut wie eine Heißluftfritteuse. Um die passende Zeit und Temperatur herauszufinden, ist im vorne herein ein wenig ausprobieren angesagt. Kein Gericht klappt auf Anhieb perfekt. Jedoch hat man den Bogen schnell raus.

Der Xiaomi Air Fryer kann sogar Joghurt herstellen, da es eine bestimmte Funktion gibt, die das Gerät für solche Zwecke auf ganze 24 Stunden Laufzeit bringen. Dabei wird eine Temperatur von 40 Grad Celsius ausgegeben. Das Rezept und die Einstellungen dazu, sind aus der App zu entnehmen.

Mein persönliches Fazit

Benötigt man eine smarte Heißluftfritteuse? Für meine Verhältnisse, nicht unbedingt. Doch was schadet es denn, wenn man etwas besitzt, was man nicht unbedingt benötigt? Gerade der ansprechende Preis verführt schnell zu einem Kauf, wenn man sowieso seine Fühler in Richtung SmartHome ausgeworfen hat. Da das Gerät auch ohne eine Internetanbindung wunderbar funktioniert und tolle Gerichte zaubern kann, kann es nicht schaden, eine zusätzliche smarte Steuerung mit im Paket zu haben.

Die Bedienung des Xiaomi Air Fryer ist kinderleicht und schnell verstanden. Das Design ist zeitlos und passt sich gut in die Küche ein. Die App ist okay, bietet mir aber persönlich zu wenige Funktionen. Die Sprachsteuerung klappt auch bedenkenlos, wird jedoch so gut wie nie benutzt. Der Preis ist mit umgerechnet 99 € sehr attraktiv. Bitte bedenkt, dass dieses Gerät doch relativ wenig Volumen bietet und gerade für einen Singlehaushalt zu empfehlen ist. Für zwei Personen wird es schon eng.

Wer jedoch seinen Lebensstandard in eine gesündere Richtung lenken möchte, der kommt nicht um eine Heißluftfritteuse herum. Das eingesparte Fett ist schon bedeutsam. Auch der Energieverbrauch ist deutlich geringer, als wenn man seine großen Küchengeräte anschmeißt. Das Essen wird auch deutlich schneller und genießbarer zubereitet. Man kommt nicht immer um Öl herum, jedoch ist der Anteil davon dermaßen gering, dass so eine Fritteuse auch super beim Abnehmen behilflich sein kann. Ich kann das Gerät weiterempfehlen.

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  1. Ich kann diese Begeisterung für Xiaomi schon verstehen. Billig, praktisch gut gemacht.
    Ich fänds aber auch schön, wenn sich mal ein Artikel mit den Schattenseiten auseinandersetzt, da es sich doch um eine Chinesische Firma handelt und einfach mal Aspekte wie Datensicherheit oder mögliche Fernsteuerbarkeit (durch die Firma) betrachtet.
    Ich bin großer Fan dieser Seite, ich bau mein SmartHome immer mehr aus. Aber grad in der heutigen Zeit sollten solche Punkte immer auch irgendwo erwähnt werden.

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