Mähroboter mit Kamera werden immer häufiger. Je nach Modell übernimmt die Kamera dabei unterschiedliche Aufgaben: Mal hilft sie vor allem bei der Hinderniserkennung, mal spielt sie auch bei der Orientierung im Garten eine wichtigere Rolle. Genau deshalb lohnt sich ein genauerer Blick darauf, was hinter dieser Technik eigentlich steckt.
Wie funktioniert ein Mähroboter mit Kamera?
Ein Mähroboter mit Kamera erfasst seine Umgebung während der Fahrt laufend mit einer oder mehreren Kameras. Das kann zunächst ganz klassisch der Hinderniserkennung dienen, also etwa dann, wenn der Roboter Objekte vor sich sieht und ihnen rechtzeitig ausweicht. Bei moderneren Geräten geht das aber oft weiter: Hier werden die Kamerabilder zusätzlich mit Software und Algorithmen ausgewertet, damit der Roboter Rasenflächen, Rasenkanten und Wege erkennt und daraus seine Fahrweise ableitet. Die Kamera ist dann nicht nur ein Zusatz für die Sicherheit, sondern ein wichtiger Teil des Gesamtsystems.
Der eufy E15 zeigt gut, wie weit Kamera-Technik bei Mährobotern inzwischen gehen kann. Dank TrueVision, Technologie für die autonome Kartierung des Rasens, mit hochpräzisen Kameras und intelligenten Algorithmen erkennt das Modell Hindernisse, Rasenkanten und Wege und kartiert den Garten selbstständig und ganz ohne Begrenzungsdraht oder RTK-GPS.

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Es kommen auch andere Systeme zur Orientierung zum Einsatz, etwa ein Begrenzungsdraht, RTK oder LiDAR. Welche Unterschiede es dabei gibt und für welche Gärten sich welche Technik eignet, zeigen wir ausführlich in unserem Artikel „Begrenzungsdraht, RTK, Kamera oder LiDAR – welche Navigationsmöglichkeiten hat ein Mähroboter?„.
Welche Vorteile hat ein Mähroboter mit Kamera?
Der größte Vorteil liegt meist darin, dass ein Mähroboter mit Kamera seine Umgebung besser erfassen kann als ein einfaches Modell ohne zusätzliche Sensorik. Das hilft vor allem dabei, Hindernisse früher zu erkennen und im Idealfall sauberer zu umfahren. Gerade im Gartenalltag kann das praktisch sein, etwa wenn Spielzeug, Äste oder andere Gegenstände auf dem Rasen liegen. Bei manchen Modellen übernimmt die Kamera nicht nur die Hinderniserkennung, sondern unterstützt auch die Orientierung im Garten. Das kann die Einrichtung flexibler machen, weil der Roboter sich stärker an seiner Umgebung orientiert und nicht nur auf starre Vorgaben angewiesen ist. Wie groß dieser Vorteil am Ende ausfällt, hängt aber immer davon ab, wie die Kamera im jeweiligen Modell eingebunden ist.
In diese Richtung geht auch der Mammotion YUKA Mini, den wir hier ausführlich für euch getestet haben. Der YUKA Mini kombiniert Kamera, KI-gestützte Bildverarbeitung, Satellitendaten und weitere Sensoren, um den Garten zu kartieren und sich präzise zu orientieren. Viele interessante Modelle findest du in unserem Mähroboter-Finder.

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Gibt es auch Nachteile bei Mährobotern mit Kamera?
Ganz ohne Einschränkungen kommt die Technik aber nicht aus. Da die Kamera visuell arbeitet, spielen die Bedingungen im Garten eine größere Rolle als bei anderen Systemen. Schlechte Lichtverhältnisse, starker Regen oder sehr gleichmäßige Flächen können die Erkennung erschweren. Auch die Gartenstruktur ist wichtig. Damit die Kamera zuverlässig funktioniert, sollten Kanten und Übergänge halbwegs klar erkennbar sein. Wenn Rasenflächen ohne klare Abgrenzung in Beete oder andere Bereiche übergehen, kann das die Orientierung erschweren.
Dazu kommt, dass Mähroboter mit Kamera preislich oft etwas höher angesiedelt sind als einfache Modelle (Wieviel kostet ein guter Mähroboter?) mit Begrenzungsdraht. Und auch beim Thema Tierschutz gibt es Einschränkungen: Trotz Kamera werden Kleintiere wie Igel nicht immer zuverlässig erkannt.
Für wen lohnt sich ein Mähroboter mit Kamera?
Ein Mähroboter mit Kamera kann vor allem dann interessant sein, wenn du dir bei der Einrichtung möglichst wenig Aufwand machen willst und Wert auf eine gute Hinderniserkennung legst. Gerade in Gärten, in denen häufiger Spielzeug, Äste oder andere Gegenstände auf dem Rasen liegen, kann das im Alltag ein Vorteil sein.
Spannend ist die Technik außerdem für alle, die keinen Begrenzungsdraht verlegen möchten. Je nach Modell kann die Kamera dabei nicht nur Hindernisse erkennen, sondern den Roboter auch stärker bei der Orientierung unterstützen. Trotzdem sollte der Garten nicht völlig unübersichtlich sein, denn wie gut das in der Praxis funktioniert, hängt immer auch von der Umgebung und vom jeweiligen System ab.
In diese Richtung geht auch der Dreame A3 AWD Pro. Der neue Mähroboter kombiniert 3D-LiDAR mit sogenannter Dual-Vision-Kamera und nutzt beide Systeme gemeinsam zur Orientierung im Garten. Während der LiDAR-Sensor die Umgebung räumlich erfasst, sorgt die Kamera dafür, dass Hindernisse besser erkannt und eingeordnet werden. So entsteht eine detaillierte Karte des Gartens, auf deren Basis der Roboter seine Mähwege plant – ganz ohne Begrenzungsdraht oder RTK.

Bild: Dreame
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Fazit
Mähroboter mit Kamera können im Alltag einige Vorteile bieten, vor allem bei der Hinderniserkennung und – je nach Modell – auch bei der Orientierung im Garten. Die Technik entwickelt sich hier sichtbar weiter, sodass Kameras inzwischen oft mehr leisten als nur das reine Erkennen von Objekten. Trotzdem ist die Kamera meist nur ein Teil des gesamten Systems. Wie gut ein Mähroboter am Ende arbeitet, hängt immer vom Zusammenspiel mit anderer Technik wie RTK, LiDAR oder Begrenzungsdraht ab. Auch äußere Faktoren wie Lichtverhältnisse oder die Struktur des Gartens spielen eine Rolle. Letztlich lohnt sich ein genauer Blick auf das jeweilige Modell. Wer Wert auf eine möglichst flexible Einrichtung und eine gute Hinderniserkennung legt, kann von einem Mähroboter mit Kamera profitieren – sollte aber wissen, dass die Technik je nach Gerät unterschiedlich umgesetzt ist.
Ein weiteres Modell ist der UBHOME M10, der RTK-Navigation mit Kamera und weiterer Sensorik kombiniert, um sich im Garten zu orientieren und Hindernisse zuverlässig zu erkennen.
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