Shellbot SL60 im Test – Das Einsteigermodell hat mich überzeugt!

Immer mehr Menschen weichen auf günstige Saug-Wischroboter zurück, da sie sich keinen hochpreisigen leisten möchten. Der Shellbot SL60 stellt hierbei eine Alternative dar. Zwar startete dieser für einen Einsteiger zu einem überaus hohen Preis, jedoch habe ich ihn auch schon oft für gerade einmal 180 € im Angebot entdecken können. Der Preis fällt stetig und so kommt die Frage auf, lohnt sich der Griff zu diesem Gerät? Ich zeige euch, was der Shellbot SL60 alles kann.

Shellbot SL60 im Test – Starke Leistung für ein Einsteigermodell

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Ich bin immer skeptisch, wenn mir ein recht unbekannter Saug-Wischroboter für einen Test vorgeschlagen wird. Jedoch liegt es auch in meiner Aufgabe, nicht nur die bekannten und großen Modelle zu testen, sondern auch auf alternativen zurückzugreifen. Eine Anfrage des Herstellers um einen Test wollte ich somit nicht ausschlagen und habe mir den Shellbot SL60 genauer angeschaut.

Augenscheinlich hat er vieles mit an Bord, was auch hochpreisige Geräte zu bieten haben. Teilweise trumpft er mit Funktionen, die noch nicht einmal die kostspieligen Geräte bieten. Vor allem die verbaute obstacle avoidance hat mich überrascht! Das hat mich neugierig gemacht und so ließ ich den kleinen und sympathischen Saug-Wischroboter durch meine vier Wände flitzen. Dabei war ich positiv überrascht und bedauerlicherweise auch enttäuscht worden. Wie sich der Shellbot SL60 bei mir im Test geschlagen hat und was seine Vor- und Nachteile sind, möchte ich euch in meinem detaillierten Testbericht zeigen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Firma Shellbot bedanken, die mir den Shellbot SL60 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

Info

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Technische Daten und Zubehör des Shellbot SL60

Allgemein

Erscheinungsdatum01/2022
Maße Saugroboter (L/B/H)35 x 35 x 9,45 cm
Gewicht4.5 kg
Saugleistung4000 pa
Volumen Staubbehälter500 ml
Volumen Wassertank260 ml
Lautstärke65 dB

Laufzeit

Akkukapazitat5200 mAh
max. Ladedauer--
max. Saugdauer200 Minuten

Saugergebnis im Test

Laminat--
Teppich--
Hindernissüberwindung (90° Kante)--

Navigationsart

LDS (Laserdistanz)

Wischfunktion

aktive Wasserzufuhr

Features

Fernbedienung
Haustiere/viele Haare
Objekterkennung (Kamera/Laser)
Speicherung mehrerer Etagen/Karten
Teppicherkennung Saugen
Teppicherkennung Wischen
Virtuelle Grenzen/No-Go Areas
Virtuelle Raumeinteilung

Geeignet für

Hartböden
Teppichböden
Über 100 qm

Unterstützte Sprachassistenten

Amazon Alexa
Google Assistant

Von uns getestet 

Der Lieferumfang des Shellbot SL60

Der Hersteller hat seinem Gerät einen anständigen Lieferumfang mitgegeben, der den Roboter sogar die erste Zeit über mit Ersatzteilen ausstattet. Was mir aus dem schicken Karton entgegenkam, möchte ich euch hier zeigen.

  • Der Roboter mit eingesetztem Kombitank
  • Die Ladestation
  • Ein weiterer Staubbehälter
  • Ein EU-Netzkabel
  • Eine Fernbedienung inkl. Batterien
  • Eine Wischplatte mit montiertem Wischtuch
  • Zwei Seitenbürsten
  • Ein zusätzliches Wischtuch
  • Die Bedienungsanleitung

Der Shellbot SL60 im Detail

Hübsch, robust und gut verarbeitet. Diese Eigenschaften bietet der Shellbot SL60 überraschenderweise. Ich bin es gewohnt, dass diese Punkte nicht immer auf günstige Saug-Wischroboter zutreffen, jedoch hat mir der Shellbot SL60 tatsächlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das gute Aussehen wird zusätzlich durch eine klare und wohl verständliche Stimme gestärkt, was ich nicht als selbstverständlich empfinde.

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Die Oberseite

Hier muss ich ein Lob aussprechen! Der Shellbot SL60 kommt wirklich sehr ansehnlich in euer Zuhause. Wobei sich über Geschmack natürlich streiten lässt. Das Design, das eine Mischung aus matter Oberfläche und glänzenden Zierflächen bildet, ist in meinen Augen wirklich großartig gewählt. Der kleine Saug-Wischroboter macht richtig was her. Mittig ist ein LiDAR-Sensor in Form eines Turmes auf dem Roboter verbaut, der für die Navigation zuständig ist. Davor befindet sich ein blauer LED-Streifen, der den Empfang mit dem heimischen WLAN signalisiert. Vor diesem sitzen zwei leuchtende Bedienelemente, mit denen man den Roboter starten, stoppen und zur Ladestation zurückschicken kann. Diese sind aus Kunststoffglas gefertigt und bieten einen edlen Look. Das Shellbot Logo ist hinter dem Turm und noch einmal auf dem Turm in grauer Farbe aufgedruckt.

Die Seitenansicht

Auf der Front erkennt man sofort eine Ausbuchtung im Bumper. Dabei handelt es sich um die obstacle avoidance, die dafür da ist, kleine Hindernisse wie Schuhe oder Socken zu erkennen. Unter dieser Technik ist ein schmaler kleiner Kunststoffglasbogen, hinter dem sich weitere Sensoren für die Abstandsmessung befinden. Seitlich erkennt man kurz hinter dem Bumper einen Luftauslass für die Abluft, die sogar mit einem Kohlefilter versehen ist, und einen Lautsprecher. Am Heck erkennt man den eingesetzten Staubbehälter oder Kombitank, je nachdem was man gerade in Benutzung hat.

Die Unterseite

Der Roboter verfügt über eine einzige Seitenbürste, die für die Reinigung leicht zu entfernen ist. Die Hauptbürste besteht aus Gummilamellen und Borsten und ist ebenso einfach herausnehmbar. Einen Ultraschallsensor für die Teppicherkennung sucht man hier vergebens, dafür sorgen vier Absturzsensoren dafür, dass der Roboter nicht die Treppen herunterfällt. Auffällig ist auch der eingesetzte und austauschbare Akku, der durch einfaches Aufschrauben ausgetauscht werden kann.

Der Staubbehälter

Der Shellbot ist mit einem 500 Milliliter großen Staubbehälter ausgestattet, der wie bei vielen iRobot Modellen von hinten durch einen Druck auf den blauen Verschlussschalter herausgedreht wird. Dieser wird durch einen weiteren blauen Verschlussschalter geöffnet, lässt sich jedoch ein wenig schwer entleeren, da die Öffnung selbst sehr klein ist. Der Saugschlitz ist mit einer Rückfallklappe geschützt, die herausnehmen des Staubbehälters den Schmutz im Inneren behält. Auf der Oberseite befindet sich eine Klappe, unter der sich der Feinstaubfilter befindet. Dieser ist auswaschbar und lässt sich zum Reinigen leicht entnehmen.

Der Kombibehälter

Der Roboter besitzt zudem einen Kombibehälter, was ihn das Wischen möglich macht. Dieser Behälter besteht sowohl aus Staubbehälter als auch aus einem Wassertank. Der Staubbehälter besitzt ein Volumen von 240 Milliliter und der Wassertank hat ganze 260 Milliliter Fassungsvermögen. Der Staubbehälter kann von oben für die Entleerung abgetrennt werden, lässt sich jedoch schwer öffnen. Was mich beeindruckt hat, ist die Tatschache, dass sogar dieser Staubbehälter einen identischen Feinstaubfilter besitzt, wie ihn auch der normale Staubbehälter hat. Über einen kleinen blauen Gummiverschluss lässt sich das Wasser einfüllen. Dieses wird über eine elektronische Pumpe auf das Wischtuch gepumpt. Die Wassermenge ist in drei Stufen einstellbar.

Die Ladestation

Die beigelegte Ladestation fühlt sich auch sehr robust und recht schwer an. Da gibt es deutlich leichtere Vertreter dieser Gattung. Sie besitzt ein praktisches Kabelmanagement auf der Unterseite, was lästigen Kabelsalat vorbeugt. Das Design ist schlicht und komplett in Schwarz gehalten. Durch die beiden Ladekontakte auf der Front wird der Roboter aufgeladen.

Die Wischplatte

Die Wischplatte ist ebenfalls wunderbar verarbeitet. Hier wird kein billiges Plastik verwendet, sondern ein wirklich robuster Kunststoff, der sich kaum verbiegen lässt. Das aufgebrachte Wischtuch glänzt genauso vor guter Qualität. Hier kann man absolut nicht meckern. Die Wischplatte ist mit einer Hand und ohne Hilfe unter den Roboter zu schieben. Dieser rastet automatisch ein und der Roboter erkennt dann, dass er sich im Wischmodus befindet. Das Wischtuch ist über Klett an der Platte befestigt und lässt sich in der Waschmaschine auswaschen.

Die Fernbedienung

Ich möchte vordergründig auf die Fernbedienung eingehen, da sie sich im Verlauf meines Tests noch als sehr nützlich erwiesen hat. Diese besitzt eine digitale Anzeige, auf der die Uhrzeit abgebildet ist. Mit dieser ist es möglich, den Roboter zu einer bestimmten Uhrzeit selbstständig losfahren zu lassen. Außerdem lässt er sich über die Pfeiltasten manuell steuern oder ein Randreinigungsmodus aufrufen. Die Rückkehr zur Ladestation kann über eine Taste befehligt werden und die Saugleistung, wie auch Wasserausgabe eingestellt werden. Eine Fernbedienung bietet vorwiegend denjenigen einen absoluten Mehrwert, die nicht unbedingt vorhaben, ihren Staubsaugerroboter im heimischen Netzwerk einzubinden. Durch diese ist fast jede notwendige Steuerung möglich.

Die Navigation des Shellbot SL60

Durch den verbauten LiDAR-Sensor auf der Oberseite kann der Shellbot SL60 intelligent und in geraden Bahnen durch den Haushalt navigieren. Ein Laserstrahl wird durch diesen ausgeworfen und von herumstehenden Möbeln, Wänden und Gegenständen Reflektiert. Diese Reflexion wird wieder eingefangen und so kann der Roboter die Räume detailreich bemaßen und in die Smartphone-App übertragen. Nach dem Start widmet sich der Roboter zuerst einmal dem Randbereich des ersten Raumes und fährt diesen vollständig ab. Danach geht er in eine gerade Bahnfahrt in die Mitte des Raumes, bis jeder Zentimeter des Raumes befahren wurde. Erst dann widmet er sich dem nächsten Raum zu. Mir ist aufgefallen, dass die Bahnen ein klein wenig zu weit auseinander liegen und er nicht immer mit seiner Hauptbürste die Wege überlappt.

Im Test konnte feststellen, dass der Shellbot SL60 eine beeindruckend geradlinige Bahnfahrt tätigte. Die Navigation hat mich stark an die Roborock Modelle erinnert. Diese Navigieren so präzise und gleichmäßig, dass einem das Staunen im Gesicht steht. So auch der Shellbot SL60. Ich würde fast behaupten, ich habe bisher nur bei den Dreame und Roborock Modellen eine bessere Navigation erlebt. Dafür alle Daumen nach oben! Ich konnte im Test ebenfalls feststellen, dass der Roboter sich den effizientesten Weg plant. So kann es passieren, dass das Wohnzimmer vertikal befahren, während die Küche horizontal abgefahren wird. Auch das Verhalten kenne ich nur von hochpreisigen Modellen.

Der Umgang mit Hindernissen

Der Umgang mit Hindernissen kommt mir persönlich doch schon sehr bekannt vor. Man mag meinen, hier trumpft die obstacle avoidance in der Front, jedoch hat der Roboter hier ein anderes Verhalten gezeigt. Die Navigation an Wänden entlang und um Gegenstände herum ist dermaßen präzise, dass er so gut wie gar nicht seinen Bumper benutzt. Er navigiert in flüssigen Bahnen, ohne etwas zu berühren, einfach durch den Raum, an Möbeln entlang und sogar tiefen Hindernissen ausweichend. Ich besitze eine sehr tiefe Tischbeinplatte, an denen Roboter immer entlang Bumpern. Nicht so der Shellbot SL60. Er fährt in unglaublich schöner Bahn an dieser entlang. Das habe ich bisher nur bei den Dreame Modellen mit obstacle avoidance gesehen und ich glaube, er übertrumpft die Vorsicht sogar noch. Man braucht sich keine Sorgen mehr um seine Möbel zu machen.

Die obstacle avoidance funktioniert bei größeren Gegenständen wie Schuhe, Socken oder Stuhlbeinen hervorragend. Er erkennt diese Dinge zuverlässig und umfährt sie. Er zeigt sogar in der Smartphone App ein Piktogramm des erkannten Gegenstandes an. Wenn jedoch das Hindernis zu klein ist, dann erkennt der Roboter es nicht oder viel zu spät und überfährt es oder schleift es umher. Die obstacle avoidance ist für herumliegende Gegenstände gedacht und nicht für Kleinteile. Besitzer von Tieren brauchen hier nicht auf die Idee kommen, dass der Roboter die Hinterlassenschaften der Hausbewohner erkennt. Das ist nur dann der Fall, wenn der Haushund einen großen Haufen hinterlässt. Legosteine werden ebenso fröhlich aufgesaugt wie Türschwellen mit zwei Zentimeter Höhe ohne Probleme überwunden werden.

Die Rückkehr zur Ladestation

Auch hier zeigt die Navigation, was sie kann. Sobald die Reinigung beendet ist, setzt der Roboter zur Fahrt zurück zur Ladestation an. Dabei weicht er jedem Hindernis aus, berührt nichts und findet immer zurück. In zehn von zehn Versuchen schaffte es der Shellbot SL60 immer zuverlässig zurück und dockte auch immer an. Das habe ich sogar bei hochpreisigen Geräten schon deutlich schlechter erlebt.

Die Reinigungsleistung des Shellbot SL60

Bisher hat der Shellbot SL60 überzeugen können. Jetzt geht es um den eigentlich wichtigsten Faktor, der Reinigungsleistung. Denn auch eine noch so gute Navigation oder Hinderniserkennung bringen überhaupt nichts, wenn die Reinigungsleistung nicht gut ist. Denn letztlich handelt es sich hier um einen Staubsauger. Das sollte man nicht vergessen.

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Die Saugleistung

Ich gehe hier mit der Ansicht heran, dass ich nicht das erwarten kann, was ich bei hochpreisigen Modellen an Leistung erwarte. Der Hersteller gibt zwar an dem Shellbot SL60 ganze 4000 Pascal Saugleistung spendiert zu haben, jedoch weiß ich erfahrungsgemäß, dass die Saugleistungsangabe nur selten ausschlaggebend ist. Viel mehr kommt es auf das perfekte Zusammenspiel zwischen Leistung und Bürste an. Wenn diese Kombination harmoniert, dann ist auch das Saugergebnis gut. Beim Shellbot SL60 kann ich nicht meckern. Er saugt, und das nicht einmal schlecht. Jedoch ist die Saugleistung nicht mit einem teuren Roborock oder ECOVACS Gerät vergleichbar. Das sollte jedem klar sein.

Für das Saugen zwischendurch ist der Shellbot SL60 wie gemacht. Da er an sich auch recht leise ist und kaum Fahrgeräusche von sich gibt, stört dieser auch absolut nicht, wenn man während der Reinigung im Zimmer ist. Den anfallenden täglichen Hausschmutz schafft der Shellbot SL60 ohne Probleme. Wenn es jedoch um feinen Sand geht, dann hat auch er zu kämpfen. Auf Teppichboden sieht die Sache genauso aus. Er schafft viel, aber nicht alles.

Ich war jedoch trotzdem von seiner Leistung positiv überrascht, da ich mit viel weniger gerechnet habe. Was ich beobachten konnte ist, dass er viele Haare aufgesaugt hat. Vorwiegend aus Teppichboden hat er diese super herausziehen können. Er besitzt im Übrigen eine Teppicherkennung und steigert seine Leistung auf ein Maximum auf diesem. Der Staubfilter war immer komplett zugesetzt damit. Somit kann ich behaupten, ist er wie gemacht in einem Haushalt, in dem es viele Haare aufzusaugen gibt. Die Saugleistung ist im Großen und Ganzen zufriedenstellend.

Die Rand- und Eckenreinigung

Bei der Rand- und Eckenreinigung kommt ihm die obstacle avoidance in die Quere. Diese sehr vorsichtige, jedoch flotte Fahrt an Rändern entlang erweist sich als nicht sonderlich vorteilhaft, was die Rand- und Eckenreinigung angeht. Teilweise nimmt er zu viel Abstand und erreicht mit seiner Seitenbürste nicht mehr zuverlässig den Rand. Zwar wird der größte Teil ausgesaugt, feststellen konnte ich aber immer wieder, dass er tote Winkel aufweist, an die er nicht mehr herankommt.

Die Eckenreinigung sieht ähnlich aus. Dadurch, dass er seinen Bumper nur benutzt, wenn die obstacle avoidance ausgeschaltet ist, hält er kurz vor einer Wand an und dreht ein. Das führt dazu, dass er nicht komplett in eine Ecke hereinkommt. Zwar kommt er da sowieso nicht hin, wegen seiner runden Bauform, trotzdem würde er mehr erreichen, wenn er sich mit seinem Bumper hineindrückt. Das ist bedauerlicherweise nicht der Fall. Man muss aber auch gestehen, dass bei einer täglichen Reinigung nicht mehr so viel Schmutz in Ecken und an Rändern gelangt, wie es ohne Saug-Wischroboter war. Gelegentlich erreicht er in einer nächsten Fahrt sogar manche Stellen wieder.

Die Wischleistung

Nachdem man den Kombibehälter mit Wasser gefüllt und eingesetzt hat, wird die Wischplatte samt Wischmopp angebracht und schon kann es losgehen. Bei der Wischfunktion, die übrigens elektronisch in drei Stufen steuerbar ist, handelt es sich lediglich nur um einen feuchten Wischlappen, der hinter dem Roboter hergezogen wird. Hier kann man auswählen, ob der Roboter diesen in der normalen Bahnfahrt hinterher zieht oder ob er in eine Y-förmige Bahnfahrt übergehen soll. So fährt der Shellbot SL60 immer ein Stück nach vorne und setzt wieder ein Stück zurück. Das jeweils nach rechts und nach links. Diese Art der Wischtechnik imitiert ein leichtes Schrubben und tatsächlich verbessert es die Wischleistung ein wenig. Sobald der Roboter auf Teppichboden trifft, erhöht er die Saugleistung und meidet diesen, wenn die Wischplatte montiert ist. Jedoch funktioniert das verspätet und man sollte hier eine Sperrzone vorher einrichten.

Der angebrachte und trockene Wischmopp wird innerhalb kürzester Zeit mit Wasser benetzt und so muss man den Wischlappen nicht unbedingt vorher schon anfeuchten. Auch in der Y-förmigen Fahrt korrigiert der Shellbot SL60 immer wieder seine Bahn, damit er nicht vom Kurs abkommt. Das Wischbild ist durchgehend und schön gleichmäßig, kann jedoch das Wischen von Hand nicht ersetzen. Im Test ist mir aufgefallen, dass der Kombitank nach dem Wischen ausgeleert werden muss. Ein einfaches Abnehmen der Wischplatte reicht hier nicht, da der Wassertank öfters ein paar tropfen verliert. Da keine Unterlegplatte im Lieferumfang enthalten ist, landet das Wasser auf dem Boden. Auf Fließen wäre das nur halb so schlimm. Wenn der Roboter jedoch auf empfindlichen Boden steht, dann kann das schnell zu einer Katastrophe führen. Hier also bitte aufpassen.

Die App des Shellbot SL60

Der Shellbot SL60 bekommt selbstverständlich eine App-Steuerung mit auf den Weg. Die hauseigene Shellbot App verfügt über ein paar Funktionen, die nicht einmal die teuren Saugroboter aufweisen können. In meinem Test ist mir jedoch aufgefallen, dass der Roboter bei jeder dritten Reinigung den Anschluss ans Netzwerk verliert und nicht wieder selbstständig herstellt. Er beendet jedes Mal seine Aufgabe zuverlässig und fährt auch wieder an seine Station zurück, jedoch konnte ich dann nicht mehr auf den Roboter über die App zugreifen. Ich musste ihn von der Station nehmen, ihn ausschalten und wieder einschalten und erst dann hat er sich wieder mit meinem Netzwerk verbunden. So etwas habe ich noch nie bei einem Saug-Wischroboter beobachten können.

Natürlich bin ich in ständigen Kontakt mit dem Hersteller und dieser sendete mir sofort ein weiteres Gerät zu, da der Verdacht auf einem Defekt lag. Jedoch hat auch das Austauschgerät diese Eigenart aufgewiesen. Ob es nun an meinem Netzwerk liegt oder am Roboter selbst kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur so viel sagen, dass andere Saug-Wischroboter das nicht aufweisen. Nach ausführlicher Recherche konnte ich keine diesbezüglichen Eigenschaften bei anderen Nutzern feststellen. Somit bin ich wirklich ratlos und habe häufig die Fernbedienung für die Steuerung des Roboters gewählt. Für diese war ich sehr dankbar. Natürlich müssen die bei mir aufgetretenen Punkte nicht automatisch auch bei euch Zuhause auftreten. Was die App alles zu bieten hat, das möchte ich euch hier zeigen.

Update

Ich habe den Shellbot SL60 im Nachhinein in einem anderen Haushalt getestet und ihn dort in ein anderes Netzwerk eingebunden. Hier hat er keinerlei Verbindungsabbrüche aufgewiesen. Also lag es tatsächlich an meinem Netzwerk. Ich kann mir jedoch immer noch nicht erklären, warum er mein Netzwerk nicht mag.

Die Karte und mehr

Kartenerstellung Der Roboter zeichnet eine detaillierte Karte des Haushaltes auf das Smartphone.
Räume erstellen Der Grundriss wird automatisch in Räume aufgeteilt, die im Nachhinein angepasst werden können.
Selektive Raumreinigung Der Roboter ist in der Lage, einzelne Räume zu reinigen.
Individuelle Raumreinigung Für jeden Raum ist eine eigene Saug- und Wischleistung einstellbar. Nicht bei selektiver Raumreinigung!
Mehrfache Kartenspeicherung Der Roboter ist in der Lage, mehrere Stockwerke oder Karten zu erstellen.
Sperrzonen Es ist möglich individuelle Zonen oder virtuelle Wände einzuzeichnen, die der Roboter meidet.
Räume benennen Alle Räume sind individuell benennbar.
Zonenreinigung Eine individuelle Zonenreinigung kann angewandt werden.
Punktreinigung Ein Punkt auf der Karte kann ausgewählt werden, an diesen der Roboter hinfährt und dort Reinigt.
Zeitsteuerung Eine automatisch startende Reinigung kann erstellt werden. Uhrzeit, Tag, alles oder nur Räume können dabei ausgewählt werden.

Praktische Funktionen

Reinigungsmodi Es kann entweder nur gesaugt, nur gewischt oder beides gleichzeitig getätigt werden.
Saugmodi Vier verschiedene Saugstufen stehen zur Auswahl.
Wischmodi Drei verschiedene Wischstufen stehen zur Auswahl.
Wiederholung Jeder Raum kann auch zweimal befahren werden. Jedoch kein Schachbrettmuster!
Randmodi Eine Randreinigung kann gestartet werden. Dabei wird nur der Randbereich überall gesäubert.
Obstacle avoidance Die intelligente Hinderniserkennung kann ein- oder ausgeschaltet werden. Eine Symbolliste von Dingen, die der Roboter erkennen kann, kann eingesehen werden.
Mop-Modi Es kann ausgewählt werden, ob der Roboter den Wischmopp nur hinter sich herzieht oder ob er in der Y-förmigen Bahn fährt.
Teppicheinstellung Es kann das Meiden von Teppichen während der Wischfunktion eingeschaltet werden. Die Saugleistungserhöhung kann eingeschaltet werden.
Produkthandbuch Die Bedienungsanleitung ist vollständig einsehbar.

Die Grundeinstellungen

Gerät benennen Du kannst dem Gerät einen eigenen Namen geben.
Zeitzone Festlegen Der Roboter kann die Zeitzone, in der er sich befindet, automatisch erkennen und synchronisieren.
Reinigungsprotokoll Der Roboter erstellt ein Protokoll über vergangene Reinigungen
Nicht-Stören-Modi Eine Uhrzeit kann ausgewählt werden, in der der Roboter nicht von allein startet und seine Stimme deaktiviert.
Reinigungsunterbrechung Der Roboter unterbricht bei schwachem Akku die Reinigung, lädt auf und kehrt zurück an die Stelle, an der er aufgehört hat und führt die Reinigung fort.
Stimme verwalten Die Stimme kann aktiviert oder deaktiviert werden. Verschiedene Sprachen sind auswählbar. Die Lautstärke ist anpassbar.
Verschleißteile Ein Protokoll über die Lebensdauer der Verschleißteile ist einsehbar.
Karte löschen Die gespeicherte Karte kann jederzeit zurückgesetzt werden.
Werkseinstellungen Der Roboter kann auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.
Sprachsteuerung Das steuern über die Sprache ist in Verbindung mit Amazon Alex oder Google Home möglich.

Mein persönliches Fazit zum Shellbot SL60

Ganz ehrlich? Bis auf den Punkt, an dem der Roboter manchmal keinen Kontakt mehr zu meinem Netzwerk herstellen kann, ohne neu gestartet werden zu müssen, kann ich absolut nicht meckern. Ob diese Beobachtung an meinem Netzwerk liegt oder am Roboter, kann ich leider nicht beurteilen. Jedoch finde ich nichts diesbezüglich im Netz, was meine Beobachtung bestätigt. So wird es wohl an mir liegen. Der Roboter saugt zuverlässig, wischt anständig, besitzt tolle Funktionen und eine herausragend ausgezeichnete Navigation. Die Hinderniserkennung ist okay, aber benötigt noch etwas Feinabstimmung und das Design gefällt mir sehr. Für mich stellt der Shellbot SL60 ein gelungenes Einsteigermodell dar, der mehr Stärken als Schwächen aufweist.

Update

Ich habe den Shellbot SL60 im Nachhinein in einem anderen Haushalt getestet und ihn dort in ein anderes Netzwerk eingebunden. Hier hat er keinerlei Verbindungsabbrüche aufgewiesen. Also lag es tatsächlich an meinem Netzwerk. Ich kann mir jedoch immer noch nicht erklären, warum er mein Netzwerk nicht mag.

Vorteile

  • Tolles, hochwertiges und robustes Design
  • Herausragende Navigation, sehr vorsichtige und präzise Fahrweise
  • Obstacle avoidance hervorragend bei Schuhen, Socken und Ähnliches
  • Fernbedienung – Viele Funktionen ohne Netzwerkanbindung möglich
  • Sprachsteuerung über Alexa oder Google
  • Ausreichend gute App-Funktionen
  • Anständige Wischleistung
  • Zufriedenstellende Saugleistung

Nachteile

  • Verliert manchmal den Netzwerkanschluss (nur in meinem Netzwerk)
  • LED-Beleuchtung ist nicht ausschaltbar
  • Keine individuelle Leistungseinstellung für Räume bei selektiver Raumreinigung
  • Rand- und Eckenreinigung ist nur okay
  • Obstacle avoidance erkennt nur größere Gegenstände
  • Befüllter Kombitank tropft gerne mal

Für wen ist der Shellbot SL60 geeignet?

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Warum Einsteigermodell? Ganz einfach. Der Shellbot SL60 hat die benötigten Grundfunktionen und sogar noch ein klein wenig mehr, ist einfach im Handling und ist sogar ohne Netzwerkanbindung wirklich brauchbar. Natürlich besitzt er zu dem Preis nicht die hochrangigen Funktionsumfänge der teuren Geräte, muss er aber auch gar nicht. Wenn der Roboter im Angebot zu bekommen ist, dann kann ich ihn, gerade für Neulinge auf dem Gebiet der Saug-Wischroboter, empfehlen, solange man seine Vor- und Nachteile abwägen kann. Er stellt für mich einen sympathischen und einfachen Saug-Wischroboter dar, mit dem das Arbeiten Spaß gemacht hat.

Alternative Geräte

Info

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