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Was ist und kann ein Hub – Die Smarthome Zentrale erklärt!

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Gerade für Neueinsteiger ist es sehr verwirrend zu sehen, was es alles an Hubs, Zentralen, Gateways, Bridges oder wie auch immer die Hersteller ihre Basisstationen nennen, gibt. In diesem Artikel möchte ich deshalb kurz erklären, was ein Hub ist, was er kann und in welchen Einsatzgebieten er grundsätzlich verwendet wird!

 

 

Was ist ein(e) Smarthome Hub, Bridge, Gateway, Zentrale, Basis etc.?

Jeder Hersteller kocht ja bekanntlich seine eigene Suppe. Deshalb nennen die meisten Hersteller ihre Geräte auch immer anders. Vom Prinzip machen sie aber erst einmal alle das Gleiche. Sie stellen die zentrale Schnittstelle der Kommunikation dar. Sie sorgen sowohl dafür, dass vom Smartphone lokal, als auch über das Internet von unterwegs aus, auf die jeweilig angeschlossenen Geräte zugegriffen werden kann. 

Schauen wir uns das Ganze aber jetzt mal anhand eines Beispiels an:

Nehmen wir einfach mal ein Heizkörperthermostat. Dieses ist batteriebetrieben und hat keine permanente Stromversorgung. Deshalb ist es wichtig, dass der Kommunikationsstandard über den es mit der Bridge kommuniziert, sparsam ist. Dafür kommen dann meist ZigBee, EnOcean, Z-Wave  oder ein anderes Funk-Protokoll in Frage. Da das Heizkörperthermostat nicht direkt mit dem Internet kommunizieren kann und das Smartphone, mit dem wir es steuern wollen, auch nicht das verwendete Funkprotokoll des Heizkörperthermostats unterstützt, benötigt man einen zusätzlichen Hub, der dann die gemeinsame Schnittstele darstellt.

Dieser Hub wiederum ist dann permanent mit dem Strom verbunden und kommuniziert dann sowohl über das Wlan mit dem Internet, als auch über das passende Funkprotokoll mit dem Heizkörperthermostat.

Soweit so gut!

Jetzt gibt es aber auch einige Aspekte, die gerade für Neueinsteiger nicht ganz klar sind. 

Nur weil man jetzt einen Hub besitzt, heisst das noch lange nicht, dass sich damit auch andere Geräte steuern lassen. Es kann sein das es Überschneidungen gibt, muss es aber nicht. Sollte es Überschneidungen geben, müssen aber alle Geräte die gleiche Sprache/das gleiche Protokoll unterstützen.

Schauen wir uns dazu jetzt mal ein weiteres Beispiel an.

Hier nehmen wir die Hue Bridge von Philips, die über ZigBee kommuniziert und für Lampen und Bewegungsmelder vorgesehen ist.

Klar ist, dass man mit der Philips Hue Bridge auch Lampen von Philips Hue steuern kann. Jetzt möchte man aber vielleicht auch Lampen eines anderen Herstellers, wie zum Beispiel die von Osram (ebenfalls ZigBee), einbinden. Auch das klappt ohne Probleme, da beide das selbe Protokoll unterstützen, nämlich ZigBee.
Möchte man jetzt aber ein Heizkörperthermostat (mehr dazu hier), das ebenfalls über ZigBee verfügt, einbinden, wird das nicht klappen. Das liegt daran, da es (derzeit?) nicht von Philips vorgesehen ist. Hier liegt der Unterschied in der Art des Gerätes und nur der Hersteller der jeweiligen Bridge, kann diese für weitere Geräte „öffnen“.

Hingegen der Hub, der in einem Amazon Echo Plus verbaut ist (ebenfalls ZigBee), kann sowohl die Lampe von Philips, als auch die von Osram und noch zusätzlich das Heizkörperthermostat (mehr dazu hier) steuern. Alles nicht in vollem Umfang, aber es geht. Hier hat Amazon den ZigBee Hub so „konfiguriert“, dass er auch mit Heizkörperthermostaten umgehen kann.

Ihr merkt schon, es ist nicht unbedingt eine logische Angelegenheit und hängt immer davon ab, in wie weit der Hersteller seinen Hub für andere Geräte öffnet und anpasst.

 

Worin unterscheiden sich die Smarthome Hubs?

Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Hubs vor allem in der „Sprache“, in der sie sprechen. Also entweder ZigBee, EnOcean, Z-Wave oder einem anderen Kommunikationsprotokoll. Natürlich gibt es aber auch feinere und Detaillierte Unterschiede. Auch die App, die jeweils hinter dem System hängt, kann mal mehr, mal weniger.

Des weiteren haben sich die meisten Hersteller auf einen bestimmten Bereich spezialisiert. Entweder Heizlösungen, Licht, Alarme oder ähnliches. Am Ende macht der Hub aber immer das Gleiche. Er stellt das Bindeglied zwischen all der angeschlossenen Geräte und dem Smarthome / der Aussenwelt dar. 

 

Was ist der Vorteil eines Smarthome Hubs?

Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass die Komponenten zuhause auch unabhängig ohne eine aktive Internetverbindung gesteuert werden können. Das funktioniert dann direkt mit dem Smartphone im heimischen Wlan. Sollte also mal das Internet ausfallen, kann der Hub trotzdem die eingespeicherten Programme abspulen. Bei manchen Systemen können die angeschlossenen Geräte sogar direkt untereinander kommunizieren.

(Smarthome Gerät -> Hub -> Smartphone oder  Hub -> Internet -> Alexa/Google Assistant)

 

Warum brauchen manche Smarthome Geräte keine Bridge?

Manche Smarthome Geräte können direkt mit einem Smartphone oder Alexa/dem Google Assistant kommunizieren. Dies geschieht dann meist über das Wlan/Internet. Da Wlan aber recht Stromhungrig ist, handelt es sich hierbei oft um Geräte mit einer permanenten Stromversorgung. Deshalb sieht man dies meist bei smarten Steckdosen oder Lampen.

Das Ganze hat aber auch einen Nachteil. Ist der Server, über den diese Geräte im Internet angebunden sind offline, hat man keine Möglichkeit mehr die Geräte mit Alexa oder dem Google Assistant zu steuern. Das liegt daran, dass hier eine „Internet zu Internet“ Verbindung zwischen den Geräten besteht.

(Steckdose -> Internet -> Internet -> Alexa)

 

Die Hub & Bridge „Spezialfälle“

Manche Hubs, Bridges und Zentralen fallen aber aus dem obigen Raster. Als erstes denkt man da an den Logitech Harmony Hub. Was dieses Gerät macht und kann, habe ich bereits in einem eigenen Beitrag beschrieben:

Des weiteren gibt es auch Multifunktionszentralen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, möglichst viele Funkprotokolle in einem Gerät zu vereinen. Am bekanntesten, ist da mit Sicherheit das System von homee. Auch dieses System habe ich bereits getestet:

 

Was kann der Smarthome Hub im Echo Plus / Echo Show?

Ich hatte den Hub vom Echo Plus bereits oben kurz erwähnt. Es handelt sich dabei um einen integrierten ZigBee Hub, der viele unterschiedliche Geräte erkennen und steuern kann. Meiner Meinung nach, der derzeit flexibelste ZigBee Hub. Dennoch sollte man sich immer genau anschauen, welche Geräte man alles steuern möchte und welches System dazu am besten passt. Oft hat man ja bereits schon einen Hub oder eine konkrete Vorstellung von dem, was man in Zukunft machen möchte.

Auch dazu hatte ich mal bereits vor einiger Zeit einen eigenen Bericht geschrieben, der an dieser Stelle durchaus interessant sein kann:

 

 

Welche und wieviele Hubs, Bridges, Zentralen gibt es denn?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Ich sage mal viele!

Ich habe bereits vor einiger Zeit einen Übersichts-Artikel zu nahezu allen Smarthome Systemen geschrieben, die es derzeit so gibt und die für uns von relevantem Interesse sind. In diesen Artikel solltet ihr dann auch auf jeden Fall mal rein schauen. 

Wichtig ist immer, dass ihr euch für den Hub entscheidet, der am besten zu eurem Vorhaben passt.

 

Die Fortgeschrittenen Lösung: Raspberry Pi, ioBroker, FHEM und OpenHab2

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz auf diese Systeme eingehen. Allerdings führt das recht schnell, sehr weit. Prinzipiell sind das erstmal alles reine Software Lösungen, die nur verschiedene andere Bridges und Hubs miteinander verbinden und miteinander interagieren lassen. Aber auch ein Raspberry Pi kann zum Beispiel zu einem ZigBee Hub umgebaut werden. Wie aber schon gesagt, alles nichts für Anfänger.

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Zum Thema ioBroker, das ist das System, das ich selbst seit Jahren benutze, habe ich eine Schritt für Schritt Anleitung geschrieben:

 

Fazit: Was ist und kann ein Hub – Die Smarthome Zentrale erklärt!

Wie ihr seht, ist das Thema Smarthome Zentrale eine kompliziertere Angelegenheit. Sie stellt aber immer eine verbindende Schnittstelle dar und ermöglicht euch eine unkomplizierte und zuverlässige Kommunikation mit den angeschlossenen Geräten.

Sollten zu diesem Thema noch Fragen offen geblieben sein, schreibt sie doch einfach unten in die Kommentare!

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